Im Überblick: Modernisierungsmaßnahmen für Ihr Haus

Foto: Peter Langenhahn

Ob energetische Sanierung, Anbau oder barrierefreier Umbau – für eine Modernisierung gibt es viele gute Gründe. Hier bieten wir Ihnen einen Überblick über Modernisierungsmaßnahmen an Ihrem Haus und hilfreiche Tipps und Informationen, wie Sie bei einer Modernisierung vorgehen sollten.

Im Wüstenrot Magazin der Mein EigenHeim Ausgabe 2/2019 zeigt Familie Meyerhöfer eindrücklich, wie sie sich am Ammersee ein ganz außergewöhnliches Zuhause geschaffen hat. Mit viel Eigenleistung und in mehreren Modernisierungsetappen setzte die Familie ihre ungewöhnliche Immobilie instand, vergrößerte den Wohnraum mit einem Anbau und brachte das Haus nicht zuletzt energetisch auf den neuesten Stand.

Links: So sah das Haus der Familie Meyerhöfer um 1980 aus. Sie kauften das "Nur-Dach"-Ferienhaus vor allem aufgrund seines schönen Gartens und der Top-Lage bei München. Wohnfläche: 80 Quadratmeter.

Rechts: Über 40 Jahre hinweg wurde in mehreren Etappen modernisiert. Das Bild zeigt den Stand heute. Das Haus wurde unterkellert und um einen zweigeschossigen Anbau mit Wintergarten erweitert - neue Wohnfläche: 110 Quadratmeter. Das modernisierte Energiesystem mittels Photovoltaik, Wärmepumpe, Röhrenkollektoren und Kaminofen ist 100 Prozent regenerativ.

Modernisierungen: Lebensqualität erhöhen, Energie sparen, Werte schaffen

Eine Modernisierung kann viele Gründe haben - und zahlreiche Vorteile bringen. Mit einer Badsanierung oder einem Anbau lässt sich beispielsweise die Lebensqualität entscheidend verbessern. Die Dämmung der Fassade oder die Nutzung von Sonnenenergie spart Heiz- oder Stromkosten und schont die Umwelt. Und: Jede Modernisierungsmaßnahme trägt zum Werterhalt der eigenen vier Wände bei.

Jede Maßnahme sollte allerdings gut geplant werden. Hier einige wichtige Schritte im Überblick und Links zu weiterführenden Beiträgen.

Wie vorgehen: Alles auf einmal oder Stück für Stück?

Bevor eine Modernisierung oder Sanierung in Angriff genommen wird, sollte jeder Hausbesitzer zunächst ein durchdachtes Konzept entwickeln lassen. Komplettsanierungen in größerem Maßstab sind dabei eher die Ausnahme. Im Normalfall wird etappenweise und in einer bestimmten Reihenfolge modernisiert – so wie es auch die Meyerhöfers in unserem Beispiel getan haben.

So ist es beispielsweise sinnvoll, in einem ersten Schritt Dämmmaßnahmen durchzuführen und erst in einem der nachfolgenden Schritte eine neue Heizungsanlage anzuschaffen. Der Grund: Die Heizungsanlage kann dann kleiner dimensioniert werden - angepasst an den neuen Ist-Zustand des Hauses.

Eine gute Planung zahlt sich aus. Wenn „auf die Schnelle“ hier und da repariert und erneuert wird, wird’s unterm Strich oft langwierig und teuer. Beispielsweise, wenn beim Einzug die Wände aus optischen Gründen neu verputzt werden und sich wenige Jahre später zeigt, dass die Elektroleitungen nicht zukunftsfähig sind – dann heißt es Wände öffnen und den neuen Putz wieder aufbrechen.

Sanierungskonzept: Wen fragen?

Ein Sanierungskonzept zu erstellen, ist Sache von Profis. Bei umfassenden Maßnahmen lohnt es sich, Architekten ins Boot zu holen. Energetische Konzepte werden von Energieberatern erstellt. Ein solches Konzept umfasst eine detaillierte Analyse des Ist-Zustandes und eventueller Schäden sowie einen detaillierten Maßnahmen- und Kostenplan.

Mit diesem Konzept kann der Hausbesitzer flexibel umgehen und entscheiden, wann er welche Maßnahme beim Handwerker in Auftrag gibt.

Ein preisgünstiger erster Schritt auf dem Weg zum „Sanierungs-Masterplan” sind Energieberatungen. Diese gibt es schon für einige hundert Euro. Über das staatliche Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude” winkt sogar ein Zuschuss. Umfassendere energetische Sanierungskonzepte kosten je nach Objekt etwa zwischen 3.000 bis 5.000 Euro.

» Nähere Informationen zum Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude" erhalten Sie auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Tipp: Die Kosten für einen Energieberater sind förderfähig über den KfW-Zuschuss „Baubegleitung“ (431).

Und wie finanziere ich meine Modernisierung?

Wenn Sie die Finanzierung für Ihr Vorhaben auf die Beine stellen, sollten Sie sich rechtzeitig um gute Beratung kümmern und verschiedene Finanzierungsangebote einholen. Viele Modernisierungen werden auch mit Fördermitteln von Bund, Ländern, Kommunen oder auch von Energieversorgern unterstützt.
Die größten Fördertöpfe des Bundes bieten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

  • Interessant für alle Hausbesitzer, die energetische Modernisierungen planen, sind der KfW-Kredit „Energieeffizient Sanieren“ (151/152) und der KfW-Zuschuss „Energieeffizient Sanieren“ (430).
  • Wenn Sie einen Umbau planen, sind der KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“ (159), der KfW-Zuschuss „Barrierereduzierung“ (455-B) oder der KfW-Zuschuss „Einbruchschutz“ (455-E) vielleicht das Richtige für Sie.

» Nähere Informationen zu den KfW-Fördermitteln

Die Zuschüsse des BAFA lohnen sich, wenn Sie eine alte, ineffiziente Heizungsanlage auf erneuerbare Energien (wie Solarthermie, Wärmepumpe oder Biomasse) umstellen möchten.
» Nähere Informationen zu BAFA-Fördergeldern

Neben den genannten Förderprogrammen des Bundes gibt es auch auf regionaler Ebene diverse Förderprogramme - deutschlandweit sind es rund 5.000. Hier den Überblick zu behalten ist nicht ganz einfach. Die Wüstenrot Bausparkasse bietet einen Fördergeld-Service an, der alle Fördermöglichkeiten für Ihr Modernisierungsvorhaben ermittelt und die Anträge unterschriftsreif vorbereitet.

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