Förderung fürs E-Auto: Die besten Spartipps

E-Auto Förderung und Zuschüsse nutzen 2022
Unsplash/Jenny Ueberberg

Klimafreundliche Technik, die Tankstelle zu Hause, ruhiger Fahrspaß: Es gibt gute Gründe, auf Elektromobilität zu setzen − und mit Solarstrom vom eigenen Dach gibt's die nötige Energie sogar praktisch umsonst. Außerdem winken zahlreiche finanzielle Anreize – vom Umweltbonus bis zum Emissionshandel. Hier stellen wir Ihnen die besten Spar-Tipps für E-Autos, E-Bikes und E-Roller vor.

Staatliche Förderung für E-Autos 2022

Der Markt für Elektrofahrzeuge boomt, nicht zuletzt dank der Innovationsprämie. Bis Ende des Jahres 2022 kommt sie noch zusätzlich auf den Umweltbonus für E-Autos oben drauf. So viel sparen Sie im Jahr 2022 mit der Doppelprämie:

  • Umweltbonus + Innovationsprämie: Derzeit winken bis zu 9.000 Euro Zuschuss für die Anschaffung eines E-Autos. Auch Wasserstoffautos und Plug-in-Hybride werden gefördert.
  • Diesen hohen Fördersatz gibt es nur noch bis Ende des Jahres 2022.
  • Ausblick: Ab 2023 bis Ende 2025 werden E-Autos zwar weiterhin gefördert, aber zu einem deutlich verringerten Fördersatz (ohne Innovationsprämie). Plug-In-Hybride werden dann voraussichtlich gar nicht mehr gefördert.

Förderung fürs E-Auto: So beantragen Sie den Zuschuss

1 Informieren Sie sich, ob Ihr anvisiertes E-Auto förderfähig ist. Alle förderfähigen Modelle sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet.

2 Der Antrag kann erst nach dem Kauf und der Zulassung gestellt werden, der Kaufvertrag allein reicht nicht. Danach haben Sie noch ein Jahr Zeit, um den Antrag zu stellen.

3 Den Förderantrag stellen Sie bei Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): Hier geht's direkt zum Antragsformular »

Emissionshandel: Das E-Auto als Einnahmequelle

Mann tankt sein E-Auto im Carport
Arbeitnehmer erhalten die Prämie aus dem Verkauf der THG-Quote steuerfrei.
E.ON

Wussten Sie schon, dass Sie mit Ihrem E-Auto sogar Geld verdienen können? Seit Anfang des Jahres 2022 können Besitzer von Elektrogefährten Emissionszertifikate verkaufen und damit nochmals einige hundert Euro pro Jahr dazu verdienen.

So funktioniert der Emissionshandel:

  • Halter von Elektrofahrzeugen können eingespartes CO2 als Emissionszertifikat an Unternehmen weiterverkaufen, die damit ihre vorgeschriebene Treibhaus-Minderungsquote erreichen können.
  • Um das Verfahren für Privatleute zu vereinfachen, übernehmen Zwischenhändler die Abwicklung mit den Konzernen. Die Webseiten der Käufer sind leicht mit den Suchbegriffen "THG-Quote verkaufen" zu finden (THG ist die Abkürzung für Treibhausgasminderungsquote).
  • Dabei können 2022 laut Auto Club Europa (ACE) je nach Zwischenhändler 250 bis 400 Euro pro Jahr herausspringen. Händler vergleichen lohnt sich!

Achtung: Der Emissionshandel funktioniert nur mit reinen E-Autos, also beispielsweise nicht mit Plug-In-Hybriden.

In unserem Artikel haben wir genau beschrieben, wie Sie Ihre THG-Quote verkaufen und bis zu 450 Euro sparen »

Finanzielle Vorteile für E-Autos − im Vergleich zu Verbrennern

E-Auto Förderung und Zuschüsse nutzen 2022
Für das Jahr 2022 haben die Hersteller so viele neue Elektro-Fahrzeuge wie noch nie angekündigt – vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine.
Unsplash/Jenny Ueberberg

Auch wenn der Anschaffungspreis bisweilen hoch ist: Was Betriebskosten und Unterhalt betrifft, rechnen sich Elektrofahrzeuge schnell.

  • Geringere Betriebskosten: E-Auto-Fahrer zahlen pro Kilometer deutlich weniger für den Strom als Fahrer mit Verbrennungsmotor für den fossilen Kraftstoff.
  • Weniger Reparaturen: Es fällt kein Ölwechsel an, und Verschleißteile wie Keilriemen oder Zündkerzen gibt es nicht.
  • Keine KfZ-Steuer: E-Autos sind von der Kfz-Steuer befreit.

Extratipp: Wer bei kurzen Fahrten vom E-Auto auf E-Bike oder E-Roller umsteigt, spart noch mehr Geld.

Staatliche Förderung von Ladestationen 2022

Nicht nur der Kauf von Elektrofahrzeugen, auch die dazugehörigen Ladestationen werden staatlich kräftig bezuschusst.

  • Für den Einbau von privaten Ladestationen zahlt die KfW einen Zuschuss von bis zu 900 Euro.
  • Voraussetzung ist, dass für die Ladestationen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird – zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder über einen Energieversorger.

In unseren Artikeln erfahren Sie mehr zur Förderung von Ladestationen fürs E-Auto:

Photovoltaikanlage: Günstiger Strom fürs E-Auto

E-Auto laden Stromspeicher 2022
Optimale Kombi: Betreiben Sie Ihr E-Auto mit PV-Strom vom eigenen Dach.
Pixabay

Wer Elektrofahrzeuge nutzt, sollte über eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach nachdenken. Sie ist für E-Auto- und E-Bike-Besitzer besonders rentabel. Weiterer Pluspunk: Wenn Sie eine Photovoltaikanlage mit Ihrer Wallbox koppeln, erfüllen Sie die Fördervoraussetzungen für die staatlichen Zuschüsse für Ladestationen − und sparen somit nochmal bares Geld.

Und wir haben einen weiteren Spartipp für alle Besitzer von E-Autos und Photovoltaikanlagen: Nutzen Sie Ihr E-Auto als Speicher für überschüssigen Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage. Immerhin kostet ein PV-Stromspeicher meist zwischen 7.000−20.000 Euro. Wenn Sie clever planen, können Sie dieses Geld komplett sparen.

  • Elektroautos können selber zu einer Batterie werden und Strom zwischenspeichern. Wie ein echter Speicher nehmen sie Energie auf und geben sie wieder ab – je nach Bedarf.
  • Grundvoraussetzung ist das bidirektionale Laden. Das bedeutet, dass der Akku nicht nur Energie aufnehmen, sondern auch wieder abgeben kann. Informieren Sie sich, ob Ihr E-Auto und Ihre PV-Anlage das bidirektionale Laden unterstützen.

Hier erfahren Sie mehr zur Nutzung von hauseigenem Strom aus der Photovoltaikanlage:

Die besten Spar-Tipps für E-Mobile im Überblick

  • Generell gilt: Geringere Betriebskosten, weniger Reparaturen und keine KfZ-Steuer
  • Bis Ende 2022: Staatlicher Zuschuss von 9.000 Euro für die Anschaffung eines E-Autos.
  • Auch E-Roller und E-Bikes werden regional von vielen Städten und Gemeinden gefördert.
  • Zusätzliche Einnahmequelle seit Anfang 2022: E-Auto-Besitzer können Emissionszertifikate für 250−400 Euro verkaufen.
  • Ladestationen werden von der KfW mit einem Zuschuss von bis zu 900 Euro gefördert.
  • Für E-Mobil-Besitzer ist eine Photovoltaikanlage besonders rentabel. Und: Wer das E-Auto als Speicher nutzt, spart sich die Anschaffungskosten für einen zusätzlichen Stromspeicher.

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