Wallbox-Förderung: Zuschüsse im Überblick

Wallbox Ladestation der Garage

Förderung von Ladestationen

Foto: Ford

900 Euro Zuschuss beim Kauf einer Wallbox? Das war einmal. Spätestens seit Oktober 2021 sind die goldenen Zeiten der Wallbox-Förderung vorbei, zumindest für Privatleute. Mittlerweile gibt es staatliche Förderung für Ladestationen fast nur noch für Unternehmen.

Aber: Einige Städte, Kommunen und Energieversorger bieten eigene Förderprogramme an, mit denen Sie beim Kauf einer Wallbox Geld sparen können. Hier finden Sie die regionale Wallbox-Förderung im Überblick.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. KfW-Zuschuss: Nur noch für Unternehmen und Freiberufler
  2. Regionale Wallbox-Förderung: Städte und Kommunen
  3. Wallbox-Förderung durch die Energieversorger

KfW-Zuschuss: Nur noch für Unternehmen und Freiberufler

Wallbox Ladestation in der Garage
Foto: epr/E.ON

Mit dem KfW-Zuschuss „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (440) werden 900 Euro pro Ladestation gezahlt – allerdings nicht mehr für Privatleute.

Den Zuschuss können seit Oktober 2021 nur noch Unternehmen, gemeinnützige Organisationen oder Freiberufler in Anspruch nehmen, die die Ladestation nutzen möchten, um Firmenwagen oder Privatfahrzeuge der Mitarbeiter aufzuladen.

Auch muss die Ladestation selbst bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die KfW veröffentlicht eine Liste der förderfähigen Ladestationen. Der Zuschuss kann über das KfW-Zuschussportal beantragt werden. Wichtig: Erst die Förderung beantragen, dann erst die Wallbox bestellen – sonst bekommen Sie die Prämie nicht.

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Regionale Wallbox-Förderung: Städte und Kommunen

Wallbox Ladestation
Ob oder wieviel Fördergelder Sie für Ihre Wallbox erhalten, wird in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt.
Foto: Ford

Einige (wenige) Städte und Gemeinden bieten aktuell eine Wallbox-Förderung für Privatleute an. In unserer Übersicht haben wir alle uns bekannten Förderprogramme zusammengestellt. Informieren Sie sich im Zweifelsfall in Ihrer Gemeinde, ob möglicherweise doch eine Förderung von Ladestationen angeboten wird.

Achtung, auch bei den kommunalen Förderprogrammen gilt: Erst Kostenvoranschlag einholen, dann den Förderantrag ausfüllen, dann bestellen.

Beachten Sie außerdem die Fördervoraussetzungen. Bezuschusst werden in der Regel nur Ladestationen, die mit Ökostrom betrieben werden, beispielsweise aus der eigenen PV-Anlage oder mit einem Grünstrom-Vertrag.

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Baden-Württemberg: Zuschüsse in Karlsruhe und Schussental

Das Förderprogramm Charge@BW ist ausgelaufen − zumindest für Privatleute und Unternehmen. Gefördert wird jetzt nur noch der kommunale Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Es gibt jedoch Angebote lokaler Energieversorger:

Bayern: Attraktive Wallbox-Förderung in München ab 2023

In Bayern gibt es derzeit keine landweite Förderung von Ladestationen. Die Stadt München bietet allerdings ab dem 1. April 2023 eine neue attraktive Förderung an. So wird die Einrichtung privater Ladestationen (bis 22 kW) mit einem Fördersatz von 40 % der Nettokosten gefördert. Der maximale Förderbetrag ist abhängig von der Art der Ladestation. Gezahlt wird:

  • Elektrische Vorrüstung pro Ladepunkt: 1.000 Euro
  • pro Ladestation: 500 Euro
  • Ladestation inklusive Vorrüstung: 10.000 Euro

Außerdem bieten folgende bayrische Stadtwerke eine Förderung an:

  • Infra Fürth: Beim Förderprogramm KlimaOffensive sind 100 Euro Förderung je Ladestation möglich.
  • N-Energie: Kauf und Installation einer Ladestation werden mit 50 Euro bezuschusst.
  • Stadtwerke Dachau: Die Höhe der Förderung liegt bei 125 Euro.

Berlin und Brandenburg: Fast keine Wallbox-Förderung

Für Privatleute gibt es keine öffentliche Förderung von Ladestationen. Immerhin: Beim Energieversorger EMB Brandenburg werden mit dem EMB MobilPaket Heimladestationen mit einem 200-Euro-Bonus gefördert.

Bremen: Keine Förderangebote

Öffentliche Förderprogramme für private Ladestationen in Bremen gibt es nicht. Es ist aber nicht auszuschließen, dass lokale Energieversorger Zuschüsse bei der Installation einer Ladestation anbieten. Informieren Sie sich vor Ort in Ihrer Gemeinde.

Hamburg: Keine Förderung von privaten Ladestationen

Das Wallbox-Förderprogramm ELBE, das sich an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen richtete, ist zuletzt ebenfalls abgelaufen. Weitere Förderprogramme sind uns nicht bekannt.

Achtung: Fördergelder können sich häufig ändern oder beendet werden. Informieren Sie sich deshalb am besten direkt bei Ihrer Kommune oder Ihrem Energieversorger über die aktuellen Fördermöglichkeiten.

Hessen: Angebote lokaler Energieversorger

Eine öffentliche Förderung von Ladestationen gibt es nicht. Es lohnt sich am ehesten, beim örtlichen Stromversorger nachzufragen.

  • Entega (Mainz, Darmstadt & Umgebung): Die Installation einer Ladestation wird mit 100 Euro gefördert.
  • Maingau Energie: 120 Euro Zuschuss beim Kauf einer Wallbox

Mecklenburg-Vorpommern: Nur Schwerin hat Glück

Nach unseren Recherchen bietet nur das Stadtwerk Schwerin eine Förderung für Privatleute an: Erstattet werden 10 % der Kaufsumme, allerdings nur maximal 200 Euro.

Niedersachsen: Wallbox-Bonus in Isernhagen

Eine landeseigene Förderung von Ladestationen gibt es nicht. Das Energiewerk Isernhagen bietet einen Bonus von 100 Euro je Ladestation

Nordrhein-Westfalen (NRW): Regionale Wallbox-Förderung

Mit dem Programm ElektroMobilität NRW wird der Kauf und die Installation von Elektroautos und Ladestationen gefördert. Allerdings profitieren davon nur Vermieter oder Wohneigentümer, die in einer Wohneigentumsgemeinschaft wohnen. Gezahlt werden 1.000−1.500 Euro je Ladepunkt.

Nach unseren Recherchen bietet in NRW einzig die Stadt Düsseldorf ein Förderprogramm für Privatleute an. Mit dem Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten" unterstützt sie private Käufer von Ladestationen mit einem Zuschuss in Höhe von 50–60 Prozent der Kosten.

Außerdem bieten verschiedene Stadtwerke Fördermöglichkeiten an:

  • Energie- und Wasserversorgung Bünde
  • Enni
  • EWV
  • Mark-E
  • Siegener Versorgungsbetriebe
  • Stadtwerke Aachen (STAWAG)
  • Stadtwerke Bad Salzuflen
  • Stadtwerke Castrop-Rauxel
  • Stadtwerke Coesfeld
  • Stadtwerke Detmold
  • Stadtwerke Dinslaken
  • Stadtwerke Lüdenscheid
  • Stadtwerke Lünen
  • Stadtwerke Remscheid
  • Stadtwerke Solingen
  • Stadtwerke Steinfurt
  • T.W.O.
  • Westfalica
  • Wuppertaler Stadtwerke

Rheinland-Pfalz: Nur zwei Angebote von Energieversorgern

Es gibt keine landesweite Förderung, aber Förderprogramme lokaler Energieversorger. Dazu gehören:

  • Entega (Mainz, Darmstadt & Umgebung): Die Installation einer Ladestation wird mit 100 Euro gefördert.
  • Mainzer Stadtwerke: Beim Kauf einer privaten Ladestation werden 400 Euro Fördergeld gezahlt.

Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt: Keine Förderung

Im Saarland, in Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es nach unseren Recherche keine Förderung privater Ladestationen für Elektroautos.

Die sächsische Förderung für Ladestationen (im Zusammenhang mit der Installation eines Stromspeichers) durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) beendet.

Schleswig-Holstein: Förderung privater Ladestationen nur im Kreis Segeberg

Auch in Schleswig-Holstein wurde das "Förderprogramm Ladeinfrastruktur Elektrofahrzeuge" beendet. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Kommune oder Ihrem Energieversorger, ob es nicht doch eine Förderung gibt.

So gewähren die Stadtwerke Lübeck für die Bewohner des Kreises Segeberg einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro für Wallboxen mit 11 und 22 kW.

Thüringen: Keine Förderung privater Ladestationen

Vom Förderprogramm Elektromobilität Thüringen profitieren nur kleine und mittlere Unternehmen. Sie können Fördergelder für die Installation von Ladepunkten oder Speichern beantragen. Es sind Zuschüsse bis zu 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben möglich (es gelten Maximalbeträge).

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Stand: September 2022

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