Praxistipps

Wie vertreibe ich Schnecken aus meinem Garten?

Natürlicher Schutz gegen Schnecken

Foto: Martina-Fotolia.com

Schnecken können im Garten großen Schaden anrichten. Doch mit Schneckenzäunen oder Schneckenkorn lassen sich die Weichtiere nur auf kleinen Flächen abwehren. Wesentlich effektiver ist es, auf Pflanzen auszuweichen, um die heimische Gartenschnecken einen Bogen machen. Eine gezielte Pflanzenauswahl kann verhindern, dass Schnecken Ihre Beete zerstören.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Diese Pflanzen mögen Schnecken nicht
  2. Nützliche Schneckenarten
  3. Richtig gießen

Diese Pflanzen mögen Schnecken nicht

  • Farne und Gräser schmecken Schnecken grundsätzlich nicht.
  • Starker Eigengeschmack und Geruch: Knoblauch, Zwiebeln und mediterrane Kräuter (mit Ausnahme von Basilikum) stehen nicht auf der Schnecken-Speisekarte. Wer zudem von hübschen Blüten profitieren möchte, kann Zierlauch-Arten pflanzen. Auch Lavendel, Rosmarin und Thymian sind äußerst dekorative Gartenpflanzen, die garantiert nicht kahl gefressen werden. Die Weichtiere verschmähen zudem Blätter und Blüten der Kapuzinerkresse.
  • Giftige Inhaltsstoffe: Was für den Menschen schädlich ist, bekommt wohl auch Schnecken nicht. Jedenfalls sind Eisenhut, Fingerhut, Maiglöckchen und Pfingstrose vor den Fraßfeinden sicher. Wer kleine Kinder hat, sollte diese Pflanzen jedoch nur an unzugänglichen Stellen pflanzen.
  • Dicke Blätter: Der fleischigen Fetthenne bleiben Schnecken fern. Sukkulenten wie Hauswurz und Wolfsmilch sind ebenfalls sicher. Auch mit den ledrigen Blättern der Bergenie tun sie sich schwer.
  • Rotlaubige Blätter: Nacktschnecken mögen Salat. Wer jedoch rotlaubige Sorten pflanzt, kann die Tiere damit überlisten.
  • Behaarte Blätter: Ein Flaum auf den Blättern hält Schnecken ab. Deshalb brauchen unter anderem Storchschnabel, Nelkenwurz und Geranie keinen Schutz. Im Gegensatz dazu gehören Petunien zu den Lieblingsspeisen der Schnecken. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese Sommerblumen nur in Ampeln und hoch aufgehängten Kästen pflanzen.

Nützliche Schneckenarten

Nicht alle Nacktschnecken sind eine Plage: Die gemusterten Schnegelschnecken, zu denen auch die imposanten Tigerschnecken (s. Bild oben) gehören, sind sogar nützlich für den Garten. Statt frischem Pflanzenmaterial fressen sie lieber verwelktes.

Weinbergschnecken stehen unter Naturschutz.
Foto: Pixabay/Schanin

Auch bei Gehäuseschnecken können Blumenfreunde gelassen bleiben. Sie richten in der Regel keinen großen Schaden an. Viele ernähren sich von Algen, Moos und welken Pflanzenteilen.

Richtig gießen

Weil Nacktschnecken Feuchtigkeit brauchen, um sich auf ihrem Schleimteppich fortzubewegen, suchen sie sich hauptsächlich nachts, bei Tau und im Regen ihre Nahrung. Wer am Abend gießt, schafft so die beste Voraussetzung für einen nächtlichen Überfall. Gießen Sie daher besser nur morgens und zwar so wenig, dass Pflanzen und Erde schnell wieder abtrocknen.

Wer Schnecken gezielt loswerden will, kann nachts feuchte Bretter in die Beete legen. Darunter verkriechen sich Schnecken und lassen sich am Morgen absammeln. Bierfallen wirken ebenfalls anziehend. Allerdings besteht die Gefahr, dass Nacktschnecken durch sie aus einem größeren Umkreis in den Garten gelockt werden.

Quelle: Grünes Medienhaus

Unsere Website setzt Cookies ein – durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

Einverstanden