Praxistipps

Staudenpflege rund ums Jahr

Tipps zum Pflanzen, Pflegen & Rückschnitt

Foto: Shutterstock

Stauden bereichern einen Garten über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Während einjährige Sommerblumen nur eine Saison halten, überstehen Stauden die kalte Jahreszeit unter der Erde (zum Beispiel in Knollen, Zwiebeln oder Rhizomen) und treiben im Frühjahr neu aus. Mit der richtigen Pflege holen Sie das Beste aus Ihrem Staudenbeet heraus.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Pflanzen
  2. Gießen
  3. Düngen
  4. Pflegemaßnahmen
  5. Rückschnitt
  6. Winterschutz

Pflanzen

Stauden stehen heute vor allem in Töpfen in den Verkaufsregalen. Damit ist praktisch eine ganzjährige Pflanzung möglich – außer während Frostperioden. Am besten wachsen die Pflanzen aber nach wie vor während der klassischen Pflanzzeiten an. Diese sind im Frühjahr zwischen März und Mitte Mai sowie  im Herbst zwischen Ende August und Anfang November.

Bevor die Pflanzen in die Erde kommen, tauchen Sie den Wurzelballen samt Topf in ein Wasserbad, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das Pflanzloch sollten Sie etwas größer als den Wurzelballen ausheben. Nach der Pflanzung die Erde ringsum gut festdrücken und noch mal gießen. Halten Sie das Beet auch in den nächsten Tagen gleichmäßig feucht, damit die Pflanzen gut anwachsen können.

Gießen

Gießen Sie Pflanzen immer gezielt an die Wurzeln. Die Blätter am besten so wenig wie möglich benetzen.
Foto: Zoonar/Jürgen Wiesler

Nur im ersten Jahr brauchen die Stauden etwas mehr Zuwendung. Wenn sie sich erstmal etabliert haben, können Sie sich gut selbst versorgen. Gießen müssen Sie dann nur während Hitzeperioden: am besten ein- bis zweimal die Woche in den kühlen Abend- oder sehr frühen Morgenstunden.

Bringen Sie das Wasser immer gezielt an die Wurzeln, und benetzen Sie die Blätter am besten gar nicht. Das fördert nämlich Pilzbefall. Ein Alarmzeichen sind schlaff werdende Blätter – dann müssen Sie sofort zur Gießkanne greifen. So weit sollten Sie es aber am besten nicht kommen lassen.

Düngen

Stauden brauchen regelmäßig Nährstoffe, denn die Blüte kostet viel Kraft. Arbeiten Sie im Frühjahr Kompost oder Langzeitdünger in die Erde um die Pflanzen ein. Wenn Mangelerscheinungen auftreten oder die Pflanze nicht so recht blühen will, können Sie mit schnell wirkenden Flüssigdüngern nachhelfen. Sie kommen direkt ins Gießwasser. Nach August sollten Sie jedoch nichts mehr verabreichen, sonst werden die Pflanzen kälteempfindlicher.

Pflegemaßnahmen

Erde lockern

Ein verkrusteter oder verschlämmter Boden kann weder Wasser noch Nährstoffe aufnehmen. Deshalb sollten Sie die Erde um die Stauden regelmäßig mit der Harke lockern. Aber immer nur flach einstechen, um die Wurzeln nicht zu beschädigen!

Verblühtes abschneiden

Wenn Sie verwelkte Blüten entfernen, bevor sich die Samen bilden, lassen sich viele Pflanzen zu einer Zweitblüte überreden. Besonders gut funktioniert das bei Rittersporn, Sonnenhut, Lupinen, Kugeldistel, Feinstrahlaster, Brennender Liebe, Katzenminze, Frauenmantel, Salbei, Trollblume, Sterndolde und vielen Storchschnabelarten. Schneiden Sie die Pflanzen auf eine Handbreit über dem Boden zurück. Jetzt brauchen sie Dünger und in der nächsten Zeit regelmäßig Wasser. Dann stehen sie nach einigen Wochen erneut in Blüte.

Hohe Stauden stützen

Manche Stauden haben schwere Blütenköpfe zu tragen, so dass sie umknicken können. Vor allem nach Sommergewittern liegen viele Pflanzen am Boden. Stützen verhindern das – egal ob schlichter Bambusstab oder kunstvoll geschmiedetes Schmuckelement. Die Befestigung der Pflanzen erfolgt am besten mit Bast oder Schnur.

Stützen für Stauden
Hochwachsende Stauden wie Eisenhut brauchen Stützen. Bringen Sie sie am besten schon im Frühjahr an.
Foto: PdM

Rückschnitt

Schneiden Sie Gräser erst im Spätwinter zurück, sie sind auch im Winter ein Schmuck für den Garten.
Foto: Zoonar/Himmelhuber

Sie können Ihre Stauden im Herbst oder erst im Frühjahr zurückschneiden. Der Herbstschnitt hat den Vorteil, dass die Stiele noch schön straff sind. Über den Winter werden sie oft matschig. Außerdem treiben die Stauden im Frühjahr schon wieder aus, und dieser Neuaustrieb sollte von der Schere verschont bleiben.

Doch auch der Frühjahrsschnitt hat viele Vorteile: Allerdings behalten viele Stauden ihre attraktiven Fruchtstände auch über den Winter. Sie sind eine schöne Zierde für den Garten – vor allem wenn Raureif oder Schnee sie in wahre Kunstwerke verwandeln. Da lohnt es sich, erst im Frühjahr zur Schere zu greifen. Außerdem finden viele Vögel und Insekten Nahrung in den vertrockneten Fruchtständen.

Winterschutz

Stauden brauchen in der Regel keinen Winterschutz, da sie frosthart sind. Nur frisch gesetzte Pflanzen sollten Sie vor der ersten Frostperiode mit einer Lage Fichtenreisig abdecken.

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