Praxistipps

Anleitung: Rollrasen verlegen

Schnelles Grün mit Fertigrasen

Foto: Bruno Nebelung GmbH

Wer auf die Schnelle eine saftig-grüne Rasenfläche haben möchte, ist mit Rollrasen gut bedient. In unserer Anleitung erfahren Sie, wie die Rasenbahnen fachgerecht verlegt werden.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Vorteile und Nachteile von Fertigrasen
  2. Anleitung: Rollrasen verlegen
  3. Bezugsquellen für Rollrasen

Vorteile und Nachteile von Fertigrasen

Vorteile

  • Vor allem in kleineren Gärten sind die fertigen Rasenbahnen eine gute Alternative zur Aussaat. Denn eine kahle Fläche wird innerhalb eines Tages lückenlos grün. Nach zwei bis drei Wochen ist der Rasen angewachsen und kann schon betreten werden. Für Aktivitäten aller Art steht er nach vier bis sechs Wochen bereit.
  • Während frisch ausgesäter Rasen mit Unkräutern um Wasser und Nährstoffe konkurrieren muss, haben bei den fertig verlegten Bahnen erstmal Unkräuter keine Chance.

Nachteile

  • So schön das Ergebnis auch ist, Fertigrasen ist keine günstige Angelegenheit: Rollrasen ist etwa zehnmal teurer als Saatrasen. Der Preis hängt stark vom Transportweg und der benötigten Menge ab.
  • Die Bahnen werden zwar in handlichen Formaten von 250 x 40 cm geliefert. Dennoch bringen sie ordentlich Gewicht auf die Waage: je nach Wassergehalt bis zu 20 Kilogramm. Das erfordert ordentlich Muskelkraft beim Verlegen.

Anleitung: Rollrasen verlegen

Fertigrasen können Sie ab einer Bodentemperatur von 5 °C verlegen, das heißt etwa in der Zeit von Mitte März bis Ende September. Optimal sind der Frühjahr und der Herbst. Nach der Lieferung müssen die Soden schnellstmöglich verarbeitet werden, am besten noch am selben Tag. Sonst faulen sie und werden gelb. Deswegen sollten Sie die Fläche bereits vorbereitet haben, bevor die Lieferung eintrifft.

Mittelschwer
ein Tag

Benötigtes Werkzeug:

  • Motorhacke, Fräse oder Spaten
  • Rechen
  • Rasenwalze
Foto: Zoonar/Himmelhuber
1

Boden lockern: Wie bei der Aussaat ist beim Rollrasen die Vorbereitung des Bodens sehr wichtig. Das heißt zunächst: gründlich lockern mit Motorhacke, Fräse oder Spaten. Entfernen Sie anschließend alle Unkräuter und größere Steine. Wenn der Boden sehr lehmig ist, können Sie Sand zur Lockerung einarbeiten. Ist der Boden dagegen eher sandig, reichert ihn Komposterde mit Nährstoffen an.

Ebene Fläche herstellen: Anschließend wird der Boden mit dem Rechen eingeebnet und mit einer Walze verdichtet. Walzen gibt es günstig in Baumärkten zu leihen. Eine zweite Behandlung mit dem Rechen raut die Oberfläche wieder leicht auf. So haben die Rasensoden guten Kontakt zur Erde.

Foto: Zoonar/Himmelhuber
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Rasensoden verlegen: Fangen Sie an einem zentralen Ort des Gartens an, zum Beispiel an der Terrasse oder entlang eines Weges. Verlegen Sie die Bahnen ohne Fugen und ohne Überlappungen direkt aneinander. Die nächste Reihe müssen Sie wie bei einem Plattenbelag versetzt auslegen. An den Rändern oder verwinkelten Stellen können Sie die Rasensoden einfach mit einem scharfen Messer passend zurechtschneiden. Um punktuelle Verdichtungen zu vermeiden, sollten Sie zum Betreten Bretter auslegen.

Wichtig: Die Verlegungs-Aktion sollte innerhalb eines Tages abgeschlossen werden, da der Rasen sonst schnell fault. Wird die Fläche nicht innerhalb eines Tages fertig, sollten Sie den übrigen Rasen ausgerollt lagern und am nächsten Tag möglich zügig verlegen.

Tipp: Vereinbaren Sie eine möglichst frühe Anlieferung der Rasensoden am Vormittag.

Foto: Zoonar/Himmelhuber
3

Rasen walzen: Die fertig verlegte Fläche wird mit einer Rasenwalze festgedrückt: zunächst schräg zur Verlegerichtung, anschließend auch in Längs- und Querrichtung. Betreten Sie nur die Bereiche, die Sie schon verdichtet haben.

Wässern: Der Rasen braucht jetzt viel Wasser, bewässern Sie ihn noch am selben Tag. Halten Sie ihn auch in den kommenden beiden Wochen feucht, bis er angewachsen ist.

Bezugsquellen für Rollrasen

Rollrasen wird von spezialisierten Gärtnereien angeboten, die den Rasen züchten und abschälen. Auf den Seiten des Rollrasen-Verbands gibt es Adressen: www.rollrasen-verband.de

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