Praxistipps

Rasenpflege bei Sommerhitze: So gießen und bewässern Sie richtig

Rasenpflege bei Hitze und Trockenheit

Foto: Gardena

Sommer, Sonne, Ferienzeit: Bei heißen Temperaturen leiden oftmals der grüne Rasen und die Pflanzen im Garten. Hier erfahren Sie, wann und wie oft Sie gießen und worauf Sie beim Mähen und Düngen achten sollten. Mit folgenden Tipps lassen Sie Ihre Pflanzen rund ums Haus nicht auf dem Trockenen sitzen – und das sogar, wenn Sie in den Urlaub fahren.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Wie oft sollte ich bei Hitze gießen?
  2. Welche automatischen Bewässerungssysteme gibt es?
  3. Wie oft sollte ich mähen?
  4. Nachsäen nicht vergessen!
  5. Wann sollte ich im Sommer düngen?

Wie oft sollte ich bei Hitze gießen?

Wer über den Sommer einen sattgrünen Rasen haben möchte, muss regelmäßig bewässern. Grundsätzlich gilt: Lieber nur einmal die Woche wässern, dafür intensiv.

Frau gießt Balkonblumen
Mit einer Balkonbrause lassen sich Pflanzen in Töpfen und Balkonkästen schonend mit Wasser versorgen. Durch den sanften Sprühstrahl wird beim Bewässern keine Erde aus dem Topf gespült.
Foto: Gardena

Gießkannenschleppen und Schlauch-Chaos können im Sommer ganz schön nerven. Doch Sie können die Gieß-Einsätze reduzieren. Trainieren Sie Ihre Pflanzen, Trockenheit besser zu vertragen:

  • Gießen Sie lieber seltener, dafür umso intensiver. So versickert das Wasser auch in tiefere Bodenschichten. Das spornt die Wurzeln an, in die Tiefe zu wachsen. Die Erde kann dann ruhig oberflächlich austrocknen - die Pflanzen holen sich den Nachschub aus der Tiefe,
  • Die ideale Zeit zum Gießen ist am Morgen. So verdunstet weniger Wasser.
  • Die richtige Menge: Auf den Blumenbeeten dürfen es ruhig 20 Liter pro Quadratmeter sein, dabei versickert das Wasser etwa 20 cm tief. Beim Rasen sollten Sie den Sprenger mindestens 30 Minuten an derselben Stelle stehen lassen.
  • Machen Sie die Spatenprobe: Einstechen, Erde ein wenig auseinanderdrücken und prüfen, ob der Wurzelraum noch feucht ist. Dann kann die Gießkanne noch warten!
  • Arbeiten Sie Bodenhilfsstoffe, wie Geohumus, in die Erde ein. Das Granulat speichert Wasser und gibt es bei Bedarf wieder an die Pflanzen ab.

Tipps gegen Hitze im Haus

Den Sommer lieben alle – überhitzte Wohnungen hingegen niemand. Hier gibt's Tipps zum richtigen Lüften und Verschatten.

Welche automatischen Bewässerungssysteme gibt es?

Die Bewässerungssysteme lassen sich per App individuell programmieren und steuern – und das auch aus der Ferne, wenn wir beispielsweise verreisen.
Foto: epr/Rainpro

Gerade wenn man länger als eine Woche im Urlaub ist, eignen sich automatische Bewässerungssysteme. Die Vorteile auf einem Blick:

  • Automatische Bewässerungssysteme lassen sich auf Uhrzeit, Tag und Dauer der Bewässerung einstellen.
  • Sie verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Wasser als beim Gießen von Hand.
  • Sie können z. B. an den Wasserhahn oder die Regentonne angeschlossen werden.
  • Sie sind teilweise batteriebetrieben.

Bei den Bewässerungssystemen unterscheidet man zwischen Sprüh- und Tropfbewässerung und Systemen die keinen Wasseranschluss brauchen.

Sprüh- und Tropfbewässerung
Hier werden Verteilerschläuche ober- oder unterirdisch im Garten (außerhalb des Rasens) verlegt. Das Wasser gelangt direkt an die Wurzeln. Ein Bewässerungscomputer sorgt für fest programmierte Zeiten: Untersuchungen haben ergeben, dass zum Beispiel um 4 Uhr am wenigsten Wasser verdunstet. Sinnvoll abgerundet, gerade zur Urlaubszeit, ist das Ganze mit dem Feuchtesensor. Er prüft den Feuchtegehalt des Bodens und wird erst aktiv, wenn das Wasser wirklich gebraucht wird. Das System der Sprüh- und Tropfbewässerung können Sie unter anderem auch für Balkonkästen, Terrassenpflanzen, Hecken, Sträucher oder Blumenbeete einsetzen.

Systeme ohne Wasseranschluss
Hier ist lediglich ein Behälter als Wasser-Reservoir notwendig. Ein Blumenkasten mit Wasserspeicher ist für den Balkon das Richtige. Im äußeren von zwei Kästen, die ineinander gestellt sind, befindet sich ein Wasserspeicher. Daraus ziehen sich die Pflanzen über einen Ansaugkegel die Flüssigkeit. Tipp: Den Speicher nicht zu voll machen, sonst können die Wurzeln faulen. Den Kasten vor dem Urlaub schattig und regensicher aufstellen.
Eine Wasserspeicherkugel ist eine praktische Bewässerungsmöglichkeit für Zimmerpflanzen. Eine mit Wasser befüllte Glaskugel sitzt dabei auf einem Rohr und steckt wurzelnah im Blumentopf. Dabei wird Flüssigkeit gleichmäßig an die Erde abgegeben. Ein Tropf-Blumat für Zimmer- und Balkonpflanzen sorgt mittels Tonkegeln für die Bewässerung. Diese sind über Schläuche mit dem Wassertank verbunden und werden einfach in die Erde gesteckt. Der Vorteil: Es wird nur so viel Wasser wie nötig abgegeben.

Wie oft sollte ich mähen?

Beim Rasenmähen im Sommer gilt: Weniger ist mehr! Die Halme bleiben lieber etwas länger als im Frühling.
Foto: Pixabay

Während Hitzephasen ist es besser, die Halme nicht so kurz zu mähen wie im Frühjahr, sonst trocknet die Erde dazwischen leicht aus. Stellen Sie den Mäher ruhig auf 5–6 cm.

Am besten können Sie jedoch die Verdunstung eindämmen, wenn Sie Mäher mit Mulchfunktion benutzen. Sie verteilen das klein gehäckselte Mähgut wieder auf der Grünfläche, wo es zwischen den Gräsern liegen bleiben kann. Die Feuchtigkeit hält sich so länger im Boden und Sie sparen Düngemittel, da die Grasteilchen beim Abbau Nährstoffe freisetzen. Die Mähintervalle müssen jedoch sehr kurz sein – in der Hauptwachstumszeit zweimal die Woche. Bekommt der Rasen nämlich zu lange oder zu viele Grasschnipsel ab, „verfilzt“ er.

Nachsäen nicht vergessen!

In trockenen, heißen Sommern tauchen oft Löcher und braune Flecken in der Rasenfläche auf. Hier sollten Sie nachsäen, bevor Unkräuter die freien Plätze besiedeln. Dazu sind mehrere Schritte nötig: Samen ausstreuen, Dünger einarbeiten und Erde darüberstreuen. In Bau- oder Gartenmärkten werden auch spezielle Rasenpads oder Rasenpflaster angeboten, die die Prozedur vereinfachen.

Wann sollte ich im Sommer düngen?

Im Juli ist der Nährstoffvorrat von der Langzeitdüngung im Frühjahr meist aufgebraucht. Deshalb ist der Zeitpunkt für eine zweite Portion günstig. Nutzrasen braucht mehr Nährstoffe als Zierrasen. Eine weitere Düngung im Spätsommer kann nötig werden.

Die Kunst ist es, die Düngerkörnchen gleichmäßig zu verteilen, damit der Rasen später homogen wächst. Hier haben sich Streuwagen bewährt. Für kleinere Flächen sind Handstreuer eine Alternative.

Da blüht das Gärtnerherz auf: Gartendünger versorgt die Pflanzen mit allem, was sie brauchen.
Foto: epr/WUXAL/iStock.com/mapodile

Unsere Website setzt Cookies ein – durch die Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

Einverstanden