Tomaten: gute Nachbarn für das Nachtschattengewächs

28.05.26
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Reife, rote Tomaten

Mischkultur im Beet

Foto: Pixabay

Tomaten sind bei Hobbygärtnern beliebt wie eh und je. Kaum ein Gemüsebeet, in dem die Nachtschattengewächse nicht stehen – und kaum ein Gemüsebeet, in dem sie nicht für manch Kopfzerbrechen sorgen. Denn nicht immer wachsen Tomaten prächtig und belohnen mit einer reichen Ernte. Ein wichtiger Punkt beim Anpflanzen von Tomaten ist die Wahl der richtigen Nachbarn im Beet. Werden die richtig ausgewählt, kann das viele Vorteile bringen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Warum gute Nachbarn für Tomaten wichtig sind
  2. Gute und schlechte Nachbarn für Tomaten
  3. Sind Tomaten und Zwiebeln gute Nachbarn?
  4. Gute Nachbarn für Tomaten - Liste
  5. Schlechte Nachbarn für Tomaten – Liste
  6. Fazit: So finden Sie gute Nachbarn für Tomaten

Warum gute Nachbarn für Tomaten wichtig sind

Noch unreife, grüne Tomaten
Eine ertragreiche, gesunde Tomatenernte kann mit den richtigen Beetnachbarn besser gelingen.
Pixabay

Für jede Pflanze ein Beet: Beeren, Salat, Bohnen und Tomaten − so viel Platz hat nicht jeder im Garten. Mit einer Mischkultur, bei der unterschiedliche Pflanzen nebeneinanderstehen, sparen Hobbygärtner nicht nur Platz. Wer bei Mischkulturen darauf achtet, welche Pflanzen nebeneinanderstehen, profitiert auch von einer ertragreicheren Ernte, weniger Schädlingen und gesünderem Wachstum.

Bei Tomaten gibt es beispielsweise gute Nachbarn, die weiße Fliegen oder Blattläuse vertreiben – alles Schädlinge, die Tomaten sonst gerne befallen. Andere gute Nachbarn Nachbarn sorgen dafür, dass der Boden für die feuchtigkeitsliebenden Tomaten nicht austrocknet. Und andere Pflanzen geben Stoffe an den Boden ab, die den Tomaten bei Wachsen helfen.

Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen gute Nachbarn für Tomaten sind.

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Gute und schlechte Nachbarn für Tomaten

Die richtigen Nachbarn für Tomaten auszuwählen, hat also viele Vorteile.

Welche Pflanzen gute Nachbarn für Tomaten sind, ist aber häufig schwieriger als zunächst gedacht. Bei der Wahl des passenden Beetnachbarn stehen zunächst Überlegungen zum Standort an. Tomaten bevorzugen sonnige und windgeschützte Stellen. Der Boden sollte dabei nährstoffreich und locker sein. Häufig reicht es aber nicht, sich nur zu überlegen, welche Pflanzen ähnliche Ansprüche an den Boden und den Standort haben.

Gerade bei Tomaten sollten nicht einfach Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen nebeneinander gepflanzt werden. Denn: Tomaten brauchen viele Nährstoffe. Stehen sie also neben Pflanzen im Beet, die dem Boden viele Nährstoffe entziehen, können sie schlecht wachsen oder sind anfälliger für Krankheiten. Wiederum andere Pflanzen – wie beispielsweise Fenchel – geben Stoffe an den Boden ab, die das Wachstum hemmen können. Auch sie sollten also nicht neben Tomaten angepflanzt werden.

Tomaten und andere Nachtschattengewächse

Gleich und gleich gesellt sich gerne? Nicht bei Tomaten! Andere Nachtschattengewächse sind nämlich keine guten Nachbarn für Tomaten. Denn: Die Verwandten würden dann zu sehr um Nährstoffe konkurrieren und wenn eine Pflanze eine Krankheit bekommt, ist die Gefahr bei Pflanzen der gleichen Gattung größer, dass diese übertragen wird.

Sind Tomaten und Zwiebeln gute Nachbarn?

Zwiebeln mit Wurzeln
Zwiebeln sind großartige Beetnachbarn für Tomaten.
Pixabay

Aber was sind denn jetzt gute Nachbarn für Tomaten? Tatsächlich gibt es ein paar Klassiker, die gerne neben Tomaten gepflanzt werden. Und das aus gutem Grund. Zwiebeln halten beispielsweise Schädlinge von den Tomaten fern und wirken sich positiv auf das Wachstum der Tomaten aus.

Auch Salat wird gerne unter Tomaten gepflanzt, da diese den Boden bedecken und nicht viele Nährstoffe brauchen. Salat stellt also keine Konkurrenz für die Tomaten dar und hilft dem Boden noch feucht zu bleiben.

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Gute Nachbarn für Tomaten - Liste

Diese Pflanzen eignen sich hervorragend, um sie neben Tomaten zu pflanzen.

Spinatpflanze
Pixabay

Spinat und Tomaten sind gute Beetnachbarn. Spinat bedeckt den Boden mit seinen grünen Blättern und sorgt damit dafür, dass der Boden schön feucht bleibt. Die Tomaten lieben das!

Basilikum
Pixabay

Ein unschlagbares Duo − nicht nur auf dem Teller. Tomaten und Basilikum vertragen sich hervorragend. Der Basilikum hält Schädlinge fern, die der Tomate schaden könnten. Und die Tomatenpflanze sorgt dafür, dass der Basilikum nicht zu viel Sonne abbekommt. Tomaten und Basilikum sind hervorragende Beetnachbarn.

Erdbeeren im Beet
Pixabay

Erdbeeren und Tomaten können im Beet gut zusammenstehen. Die Flachwurzler (Erdbeeren) und Tiefwurzler (Tomaten) kommen sich im Erdreich nicht in die Quere. Allerdings sollten Sie darauf achten, die Pflanzen nicht zu eng nebeneinander zu setzen. Denn Erdbeeren brauchen viel Sonne, um reife und süße Früchte auszubilden. Sie sollten deshalb nicht von den Tomaten verschattet werden.

Salat im Beet
Pixabay

Salat und Tomaten sind gute Beetnachbarn. Der Salat bedeckt den Boden und sorgt dafür, dass der Boden nicht austrocknet. Außerdem ist der Nährstoffbedarf bei Salaten gering bis mittel. Davon profitieren die starkzehrenden Tomaten.

Buschbohnen in einem Korb
Pixabay

Buschbohnen und Tomaten sind gute Nachbarn. Der Geruch der Tomaten hält Schädlinge bei den Buschbohnen fern und umgekehrt.

Rettich als Beetpartner
Pixabay

Rettich und Tomaten. Auch hier ist die Konkurrenz im Boden entscheidend. Tomaten und Rettich konkurrieren nicht und sind deshalb gute Beetpartner. Rettich soll außerdem wegen seines Geruchs Schädlinge fern halten.

Möhren schaut aus der Erde im Gemüsebeet
Pixabay

Karotten und Tomaten sind ebenfalls gute Nachbarn im Beet. Tomaten vertreiben die Möhrenfliege und sorgen damit für eine reiche Ernte. Außerdem sorgen sie für Schatten. Die Karotten hingegen lockern mit ihren Wurzeln den Boden, das mögen die Tomaten.

Kresse
Pixabay

Gartenkresse und Tomaten haben wahrlich das Zeug zum Dream-Team im Gemüsebeet. Denn egal ob Kapuziner- oder Gartenkresse. Blatt- und Blutläuse bleiben diesen Pflanzen fern, und darüber freut sich auch die Tomate.

Schlechte Nachbarn für Tomaten – Liste

Einige beliebte Gemüsepflanzen sollten nicht bei Tomaten im Beet gepflanzt werden. Sie entziehen dem Boden Nährstoffe, fördern Krankheiten oder geben in manchen Fällen sogar Stoffe an den Boden ab, die schlecht für die Tomaten sind.

Diese Pflanzen sollten Sie nicht neben Tomaten pflanzen

Rote Beete
Pixabay

Rote Beete und Tomaten sind keine guten Nachbarn im Gemüsebeet. Da Rote Beete Starkzehrer sind, würden sie und die Tomaten sich gegenseitig beim Wachstum behindern.

Gurken im Gemüsebeet
Pixaby

Gurken und Tomaten können zwar im Beet nebeneinander stehen, die besten Nachbarn sind sie allerdings nicht. Da beide Starkzehrer sind und ihre Ansprüche sich voneinander unterscheiden, ist eine Mischkultur mit Gurken und Tomaten eher für Garten-Profis zu empfehlen.

Erbsen in einer Schale
Pixabay

Erbsen und Tomaten führen nicht nur einen regelrechten Konkurrenzkampf im Beet: die Erbse scheidet auch Stoffe aus, die das Wachstum der Tomate hemmen.

Kohl im Gemüsebeet
Pixabay

Kohl und Tomaten als Beetnachbarn? Keine gute Idee. Beide brauchen viele Nährstoffe und Licht. Wer sie nebeneinander anpflanzen will sollte deshalb ausreichend Abstand einplanen.

Fenchel
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Fenchel und Tomaten sind nicht nur keine guten, sondern sehr schlechte Beetnachbarn. Fenchel gibt Stoffe ab, die das Wachstum der Tomate hemmen und die Pflanze so schädigen.

Dill und Tomaten gute Nachbarn
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Dill und Tomaten als Beetnachbarn? Nur wenn der Dill jung ist. Denn dann vertreibt sein Duft Schädlinge. Wird der Dill älter, braucht der Dill mehr Nährstoffe und die teilt die Tomate wiederum gar nicht gern!

Kartoffeln
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Sind Kartoffeln und Tomaten gute Beetnachbarn? Die klare Antwort lautet: Nein! Denn beide Pflanzen sind Nachtschattengewächse und konkurrieren deshalb zu stark miteinander.

Brokkoli
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Brokkoli und Tomaten sind ebenfalls keine guten Nachbarn, da sie beide Starkzehrer sind.

Grüne Paprika
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Paprika und Tomaten sind keine guten Nachbarn. Paprikapflanzen gehören ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen. Wer diese also miteinander kombiniert riskiert nicht nur, dass die Pflanzen sich die Nährstoffe rauben, sondern auch dass Schädlinge sich schneller vermehren.

Fazit: So finden Sie gute Nachbarn für Tomaten

Tomaten sind hervorragend geeignet für Mischkultur, wenn einige Punkte beachtet werden:

  • Neben Tomaten sollten keine anderen Nachtschattengewächse gepflanzt werden.
  • Starkzehrer sind ebenfalls keine guten Nachbarn für Tomaten
  • Flachwurzler sind in der Regel gute Nachbarn für Tomaten
  • Bodendecker vertragen sich oft gut mit Tomaten, da sie dem Boden helfen nicht auszutrocknen
  • Sondert der potentielle Beetnachbar dann noch ätherische Öle ab die Schädlinge vertreiben steht einer guten Nachbarschaft nichts mehr im Weg!