Vorschriften für alte Kaminöfen: Bis Ende 2020 müssen sie raus

Alte Öfen jetzt austauschen

Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Schmid

Die Frist für eine saubere Energiewende läuft: Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Hier die wichtigsten Infos zu den Vorschriften für Kaminöfen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020
  2. Reicht auch ein Teilaustausch?
  3. Beratung durch den Ofenbauer

Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020

Im Zuge der Energiewende schreibt der Gesetzgeber vor, alte Holzfeuerstätten, die nicht mehr den aktuellen Grenzwerten und Wirkungsgraden entsprechen, auszutauschen, nachzurüsten oder stillzulegen.

Die Vorschriften für Kaminöfen sind eindeutig: Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen bis Baujahr 1994, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Es gibt jedoch diverse Ausnahmeregelungen (z.B. für eingemauerte Ofeneinsätze), die im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV) aufgeführt sind.

Der ideale Ofen ist individuell auf Ihre Bedürfnisse nach Wärme, Design und auf Ihre Räumlichkeiten abgestimmt. Dieses Modell zeigt: Auch Retro-Liebhaber kommen auf Ihre Kosten.
Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

Tipp

Was ist besser: ein Kamin- oder Kachelofen? Was muss im Neubau, was im Altbau beachtet werden? Eine Entscheidungshilfe für den Kauf neuer und den Austausch alter Öfen. »Kaminöfen und Kachelöfen in Neu- und Altbau

Reicht auch ein Teilaustausch?

Es braucht nicht immer der gesamte Ofen ersetzt werden. Bei Kachelöfen kommen laut der Vorschriften zum Beispiel auch Austausch-Heizeinsätze in Frage. Sie werden in passenden Größen, Heizleistungen und verschiedenen technischen Ausführungen angeboten, zum Beispiel mit Pellets oder Erdgas als Brennstoff.

Keine Gedanken machen müssen sich Besitzer einer neueren, emissionsarmen Feuerstätte. Wurde diese nach dem 1. Januar 2015 eingebaut, erfüllt sie die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV). Dann ist sogar an Tagen mit Feinstaubalarm der Betrieb des Gerätes erlaubt.

Beratung durch den Ofenbauer

Vor Ende der nächsten Frist ist es für Besitzer älterer Öfen empfehlenswert, mit einem Ofen- und Luftheizungsbauer Kontakt aufzunehmen und sich beraten lassen.

Die richtigen Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie beispielsweise über das Infoportal der AdK, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V.

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