Vorschriften für alte Kaminöfen: Ab 2021 müssen sie raus

Moderner Kachelofen Vorschriften für Kaminöfen

Alte Öfen jetzt austauschen

Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Schmid

Die Frist für eine saubere Energiewende läuft: Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Hier die wichtigsten Infos zu den Vorschriften für Kaminöfen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020
  2. Reicht auch ein Teilaustausch?
  3. Kaminofen Vorschriften 2022 für neue Öfen

Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020

Im Zuge der Energiewende schreibt der Gesetzgeber vor, alte Holzfeuerstätten, die nicht mehr den aktuellen Grenzwerten und Wirkungsgraden entsprechen, auszutauschen, nachzurüsten oder stillzulegen.

Die Vorschriften für Kaminöfen sind eindeutig: Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen bis Baujahr 1994, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Es gibt jedoch diverse Ausnahmeregelungen (z.B. für eingemauerte Ofeneinsätze), die im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV) aufgeführt sind.

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AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

Kaminofen Vorschriften 2020: Ausnahmen von der Regel

  • Für offene Kamine gelten die neuen Grenzwerte nicht, sofern sie nur gelegentlich genutzt werden.
  • Auch für „Oldtimer“, wie historische Kamine und Kachelöfen, die vor dem 1. Januar 1950 errichtet wurden, drückt der Gesetzgeber ein Auge zu, allerdings nicht für antike Öfen, die neu in einem Haus errichtet werden.
  • Auch Besitzer eines Gartenhauses oder einer Immobilie, die allein durch eine Feuerstelle beheizt wird, können aufatmen, sofern sie an ihrem Kaminofen hängen.

Ein weiterer Weg, den Kaminofen fit für die neuen Regeln zu machen, ist der Einbau eines Feinstaubfilters. Sogenannte aktive Feinstaubfilter werden elektrisch betrieben, passive arbeiten auch ohne Strom. Welche Lösung mit Blick auf Kosten, Umweltbewusstsein und Wohlbefinden die
beste ist, lässt sich am besten durch die Beratung eines Fachbetriebs lösen.

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Reicht auch ein Teilaustausch?

Es braucht nicht immer der gesamte Ofen ersetzt werden. Bei Kachelöfen kommen laut der Vorschriften zum Beispiel auch Austausch-Heizeinsätze in Frage. Sie werden in passenden Größen, Heizleistungen und verschiedenen technischen Ausführungen angeboten, zum Beispiel mit Pellets oder Erdgas als Brennstoff.

Keine Gedanken machen müssen sich Besitzer einer neueren, emissionsarmen Feuerstätte. Wurde diese nach dem 1. Januar 2015 eingebaut, erfüllt sie die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV). Dann ist sogar an Tagen mit Feinstaubalarm der Betrieb des Gerätes erlaubt.

Beratung durch den Ofenbauer

Vor Ende der nächsten Frist ist es für Besitzer älterer Öfen empfehlenswert, mit einem Ofen- und Luftheizungsbauer Kontakt aufzunehmen und sich beraten lassen.

Die richtigen Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie beispielsweise über das Infoportal der AdK, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V.

Neue Kaminofen Vorschriften 2022

Ab 1. Januar 2022 gelten für Schornsteine von neuen Kaminöfen und Pelletheizungen strengere Anforderungen. Schornsteine sollen künftig noch höher und firstnaher gebaut werden, um die Nachbarschaft besser vor den Belästigungen und gesundheitsgefährdenden Immissionen zu schützen. Dies regelt die neue Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV – Erste Bundesimmissionsschutzverordnung).

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