Heizen

Heizungsmodernisierung: Jetzt alte Öfen austauschen

Heutige Kachelöfen deutlich sauberer als früher

Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Schmid

Die Frist für eine saubere Energiewende läuft: Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Heutige Kachelöfen sind deutlich sauberer als früher
  2. Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020
  3. Reicht auch ein Teilaustausch?
  4. Beratung durch den Ofenbauer

Heutige Kachelöfen sind deutlich sauberer als früher

Moderne Holzfeuerungen sind deutlich sauberer als bis Ende 2016 angenommen – das Umweltbundesamt (UBA) bestätigte dies im Januar 2018 mit seiner Neuberechnung der Gesamtemissionen. Demnach sanken von 2010 bis 2015 die Feinstaubemissionen aus Holzfeuerstätten um ein Drittel. Danach setzte sich der Rückgang kontinuierlich weiter fort.

Damit dürfen moderne Holzfeuerungen sogar bei Feinstaubalarm betrieben werden. Haushalte mit Kleinfeuerungen haben laut UBA nur einen geringen Anteil im Feinstaubsegment, als Hauptverursacher gelten Industrie, Straßenverkehr und Landwirtschaft.

Moderne Kachelöfen arbeiten effizienter und verursachen bis zu 80 Prozent weniger Emissionen als Geräte aus den 1980er- und 1990er-Jahren.
Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

Fristen beachten: Alte Öfen austauschen bis Ende 2020

Im Zuge der Energiewende schreibt der Gesetzgeber vor, alte Holzfeuerstätten, die nicht mehr den aktuellen Grenzwerten und Wirkungsgraden entsprechen, auszutauschen, nachzurüsten oder stillzulegen.

Bis zum 31.12.2020 müssen Öfen bis Baujahr 1994, die vor dem 1. Januar 1995 in Betrieb genommen wurden, ausgetauscht oder nachgerüstet werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Es gibt jedoch diverse Ausnahmeregelungen (z.B. für eingemauerte Ofeneinsätze), die im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV) aufgeführt sind.

Der ideale Ofen ist individuell auf Ihre Bedürfnisse nach Wärme, Design und auf Ihre Räumlichkeiten abgestimmt. Dieses Modell zeigt: Auch Retro-Liebhaber kommen auf Ihre Kosten.
Foto: AdK/www.kachelofenwelt.de/Gutbrod

Reicht auch ein Teilaustausch?

Es braucht nicht immer der gesamte Ofen ersetzt werden. Bei Kachelöfen kommen zum Beispiel auch Austausch-Heizeinsätze in Frage. Sie werden in passenden Größen, Heizleistungen und verschiedenen technischen Ausführungen angeboten, zum Beispiel mit Pellets oder Erdgas als Brennstoff.

Keine Gedanken machen müssen sich Besitzer einer neueren, emissionsarmen Feuerstätte. Wurde diese nach dem 1. Januar 2015 eingebaut, erfüllt sie die verschärften Anforderungen der 2. Stufe der ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV). Dann ist sogar an Tagen mit Feinstaubalarm der Betrieb des Gerätes erlaubt.

Beratung durch den Ofenbauer

Vor Ende der nächsten Frist ist es für Besitzer älterer Öfen empfehlenswert, mit einem Ofen- und Luftheizungsbauer Kontakt aufzunehmen und sich beraten lassen.

Die richtigen Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie beispielsweise über das Infoportal der AdK, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V.

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