Gaspreise 2026 − aktuelle Entwicklungen kompakt erklärt

gas förderung 2022

Gaspreisentwicklung 2026

Die extremen Preissprünge aus der Ukrainekrieg-Energiekrise 2022 sind vorbei. Trotzdem lohnt es sich, die Gaspreise im Blick zu behalten: Viele Haushalte zahlen in laufenden Verträgen weiterhin deutlich mehr als das aktuelle Neukunden-Niveau. Alle Hintergründe zur Gaspreisentwicklung und wie diese voraussichtlich weitergehen wird.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Letzte Aktualisierung: Januar 2026

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Gaspreisentwicklung 2022−2026
  2. Prognose: Gaspreisentwicklung 2026
  3. Was gegen hohe Gaspreise hilft

Aktueller Gaspreis in Deutschland:

8 Cent

pro 1 Kilowattstunde Gas (Orientierungswert für Neukundentarife, Beispielrechnung 20.000 kWh/Jahr, inkl. Grundpreis, 12 Monate Preisgarantie, Stand: 07.01.2026)

Zum Vergleich: Im Markt-Durchschnitt lagen Haushalte in Einfamilienhäusern 2025 bisher bei rund 12,07 ct/kWh (20.000 kWh/Jahr, BDEW-Auswertung).

Wichtig: Gaspreise hängen stark von Region, Verbrauch, Tarif und Vertragslaufzeit ab. Entscheidend ist immer Ihr konkreter Tarif.

Gaspreisentwicklung 2022−2026

2022: Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine schossen die Großhandelspreise nach oben – viele Versorger erhöhten Preise stark.

2023: Die Lage entspannte sich Schritt für Schritt (u. a. durch Einsparungen und alternative Bezugsquellen).

2024: Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer (7 Prozent) endete am 31.03.2024 – seit 01.04.2024 gilt wieder der reguläre Satz (19 Prozent).

2025: Beschaffungskosten gingen im Jahresverlauf zurück; gleichzeitig blieben Netzentgelte sowie Steuern/Abgaben/Umlagen wichtige Preistreiber.

2026

Es gibt sowohl entlastende als auch belastende Faktoren:

  • Entlastung: Die Gasspeicherumlage entfällt ab 01.01.2026 (Kosten übernimmt der Bund).
  • Belastung: Der CO₂-Preis steigt kontinuierlich. Ab 2026 wird er nicht mehr als fixer Betrag festgelegt, sondern über Versteigerungen in einem Preiskorridor (55–65 €/t CO₂) ermittelt.

Grafik: Aktuelle Entwicklung der Gaspreise 2022−2026

Die Grafik der Bundesnetzagentur zeigt die Entwicklung der Gaspreise von 2022 bis 2026. Deutlich erkennbar sind die Peaks zum Beginn des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine im Februar, sowie im August 2022. Seitdem fallen die Gaspreise wieder deutlich, liegen aktuell auf einem stabilen Niveau.

Gaspreisentwicklung 2026 Gaspreise
Gaspreisentwicklung 2026: Gas wird am Großhandelsmarkt sowohl langfristig (Terminhandel) als auch kurzfristig (Spotmarkt) gehandelt. Das Diagramm bildet die tägliche Entwicklung der Großhandelspreise für den Folgetag sowie für den kommenden Monat ab.
EEX, Bundesnetzagentur. Letzte Aktualisierung am 07.01.20256
Das Bild zeigt eine leuchtende Glühbirne im Vordergrund, umgeben von weiteren Glühbirnen im Hintergrund, sowie einem Diagramm mit aufsteigenden Balken in Blau und Orange und einem roten Pfeil, der den Wachstumstrend symbolisiert.

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Gründe für die gestiegenen Gaspreise für private Haushalte

Gas Pipeline
Pipeline-Gas ist günstiger als Flüssiggas. Die ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland können wir zwar mit erneuerbaren Energien, Kohle oder Flüssiggasimporten ersetzen, insgesamt ist dieser Energiemix aber teurer. Vom sehr günstigen russische Pipelinegas werden wir zukünftig auf absehbare Zeit nicht mehr profitieren können.

Während sich die Großhandelspreise mittlerweile auf einem niedrigen Niveau eingependelt haben, liegen die Gaspreise für private Haushalte insgesamt noch deutlich höher als vor dem Beginn des Ukrainekriegs 2022 − und dies wird voraussichtlich auch weiterhin so bleiben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Russland als Gaslieferant fehlt
    Vor dem Ukrainekrieg lieferte Russland günstiges Erdgas. Deutschland hat es zwar geschafft, Erdgas stattdessen aus anderen Ländern zu beschaffen, allerdings sind die Preise dadurch deutlich gestiegen. Kurz gesagt: Die neuen Energiequellen sind teurer als die alten.
  • Steigende Steuerlast
    Der CO₂-Preis wird 2026 teurer.
  • Mehrwertsteuer wieder 19 Prozent
    Seit April 2024 gilt wieder der reguläre Umsatzsteuersatz.
  • Tarif & Vertragslage
    Bestandskunden-Tarife und Grundversorgung können deutlich teurer sein als aktuelle Neukundenangebote.
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Prognose: Gaspreisentwicklung 2026

Eine sichere Vorhersage ist unmöglich – aber für Haushalte sind 2026 vor allem diese Punkte realistisch:

  • Kurzfristig eher stabil bis schwankend: Die Märkte sind deutlich ruhiger als 2022.
  • Entlastung ist möglich durch den Wegfall der Gasspeicherumlage (bei 20.000 kWh laut Verbraucherzentrale ca. 58 € pro Jahr).
  • Gegenläufiger Druck durch CO₂-Kosten und teils steigende Netzentgelte (die Entlastung kann regional auch „aufgefressen“ werden).

Unterm Strich gilt: Für viele Haushalte entscheidet 2026 weniger der Weltmarkt – sondern der eigene Tarif.

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Was gegen hohe Gaspreise hilft

1. Tarif prüfen und ggf. wechseln

Wer in der Grundversorgung oder in einem teuren Altvertrag steckt, kann durch einen Wechsel oft spürbar sparen. Achten Sie beim Vergleich vor allem auf:

  • Preisgarantie (was ist abgedeckt?)
  • Laufzeit/Kündigungsfrist
  • Bonusbedingungen (Neukundenboni sind oft im ersten Jahr eingerechnet)

2. Heizung optimieren (oft mit wenig Aufwand)

  • Neue Umwälzpume: Alte Heizungspumpen sind Stromfresser. Eine moderne, hocheffiziente Pumpe spart bis zu 80 Prozent Stromkosten.
  • Dämmung der Rohrleitungen: So gelangt das Heizwasser ohne Wärmeverluste in die Heizkörper.
  • Einbau moderner Heizkörper-Thermostate: Wenn sich das Thermostat nur noch schwer bewegen lässt, ist es höchste Zeit für einen Austausch.
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Ein sehr effektiver Weg, um die Heizung zu optimieren ist der hydraulische Abgleich und die Anpassung der Heizkurve. Nach der Umstellung lässt sich die vorhandene Gasheizung oder die Ölheizung viel effizienter betreiben. Zum Ratgeber: Heizung optimieren »

3. Erneuerbare Energien ergänzen (Hybridheizung)

Wer langfristig Gas sparen will, kann eine Gasheizung auch mit erneuerbaren Komponenten kombinieren (z. B. Wärmepumpe, Solarthermie) – das reduziert den Gasanteil.

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4. Eigenheim energetisch optimieren

Förderung Energieberater
Energieberater ermitteln energetische Schwachstellen und erstellen Sanierungsfahrpläne fürs Haus.
KfW-Bildarchiv/Jens Steingässer

Wer das Problem an der Wurzel packen möchte, kann sein Eigenheim zusätzlich energetisch optimieren. Berechnungen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zeigen, dass der Gasverbrauch in Deutschland um rund 75 Prozent sinken würde, wenn jedes zweite Gebäude energetisch optimiert wird. So ließen sich jedes Jahr Heizkosten von etwa 14 Milliarden Euro einsparen. Das Einsparpotenzial ist also gewaltig.

Eine effektive Maßnahme, die zudem noch großzügig steuerlich gefördert wird, ist beispielsweise die Dämmung der Fassade oder des Dachs. Ein gedämmtes Haus kommt mit deutlich weniger Energie aus.

Tipp: Ein Energieberater kann mit einem Sanierungsfahrplan zeigen, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Energieberatung wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude mit Zuschüssen gefördert. Hier erfahren Sie mehr zu Ablauf und Kosten einer Energieberatung »

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Tipp: Für energetische Sanierungen lassen sich 20 Prozent der Gesamtkosten von der Steuer absetzen. Mehr dazu in diesem Ratgeberbeitrag zum Steuerbonus bei energetischen Sanierungen »

Stand: Januar 2026