Was passt zu Lavendel?

Das sind die idealen Beetpartner für Lavendel

Foto: Pixabay

Ein Stückchen Provence im eigenen Garten? Mit Lavendel ist das kein Problem! Aber welche Pflanzen passen eigentlich zum herrlich duftenden Halbstrauch?

Wenn Sie wissen möchten, welche Pflanzen gut zu Lavendel passen, sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen. Neben den Ansprüchen an Boden und Standort der Pflanzen ist es beim Lavendel auch wichtig, dass die intensiven Gerüche nicht miteinander konkurieren. Denn wenn der Duft des Lavendels untergeht, wäre das schade.

Darüber hinaus ist es wichtig, Pflanzen zu wählen, die optisch gut zum Lavendel passen. Hier spielen Wuchshöhe und Form eine entscheidende Rolle. Außerdem kommt es darauf an, wie die Pflegebedürfnisse der einzelnen Pflanzen sind. So machen Sie sich das Gießen und Düngen wesentlich einfacher: Statt jede Pflanze einzeln zu umsorgen, kann gemeinsam gegossen und gedüngt werden.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Standort und Pflege
  2. Optik: Wuchshöhe, Form und Farben perfekt kombinieren
  3. Duft: Vorsicht bei starkriechenden Beetpartnern
  4. Tabelle: Diese Pflanzen passen zu Lavendel
  5. Bildergalerie: Beetpartner für Lavendel

Standort und Pflege

Zuviel Sonne? Nein! Der Lavendel kann es gar nicht sonnig genug haben. Nur bei wirklich großer Trockenheit muss er ab und zu gegossen werden.

Die gute Nachricht zuerst: Lavendel ist relativ anspruchslos. Viel Pflege hat der Halbstrauch nicht nötig. Haben Sie einmal den idealen Standort an einem sonnigen und windgeschützen Platz gefunden, kann der robuste Lavendel hier sogar überwintern und bis zu 30 Jahre alt werden.

Düngen muss man den Halbstrauch eigentlich gar nicht. Ein wenig Kompost im Frühjahr ist völlig ausreichend. Und auch unter dem Jahr muss Lavendel nur dann gegossen werden, wenn es eine sehr lange Trockenperiode gibt. Es ist deshalb ideal, wenn Lavendel nicht mit Pflanzen im Beet steht, die ausgesprochen viel Pflege brauchen.

Besonders ideal ist übrigens ein Standort an der Terrasse: Denn der Duft des Lavendels soll Stechmücken fernhalten.

Lavendel
Ein sandiger Boden ist der beste Untergrund für Lavendel.

Der Boden sollte sandig und trocken sein, Staunässe schadet dem Lavendel. Der richtige Zeitpunkt, um den Lavendel im Beet einzusetzen, ist übrigens nach dem letzten Frost. Als Faustregel orientieren sich Hobbygärtner an den Eisheiligen Mitte Mai. Nach der Pflanzung ist es wichtig, den Lavendel noch einige Zeit regelmäßig zu gießen. So kann der Lavendel gut Wurzeln schlagen.

Optik: Wuchshöhe, Form und Farben perfekt kombinieren

Lavendel mit Malven
Wer es gerne Ton in Ton mag, kombiniert Lavendel mit Blumen aus der gleichen Farbfamilie.

Ein schönes Blumenbeet im eigenen Garten erfreut die Augen. Für eine ideale Harmonie ist es aber wichtig, die Pflanzen nicht nur nach den reinen Ansprüchen, sondern auch nach optischen Gesichtspunkten zu kombinieren.

Pflanzen Sie Bodendecker neben hochwachsende Stauden, besteht die Gefahr, dass erstere nicht zur Geltung kommen oder gar zu wenig Licht bekommen. Zwiebelblumen und Stauden, die ungefähr die gleiche Wuchshöhe haben, sind deshalb ideal. Für ein stimmiges Gesamtbild dürfen die Höhen zwar natürlich leicht voneinander abweichen, aber extreme Unterschiede sollten Sie vermeiden. Lavendel hat den Vorteil, dass es viele unterschiedliche Sorten mit unterschiedlichen Wuchshöhen gibt. Manche Sorten werden gerade mal 20 cm hoch. Andere schaffen es auf bis zu knapp einem Meter.

Bei der Form kommt es auf den Geschmack an. Manch einer mag die Harmonie von Pflanzen, die eine ähnliche Wuchsform haben. Andere bevorzugen das spannende Ungleichgewicht zwischen straff aufrecht wachsenden und buschig wachsenden Pflanzen − wie dem Lavendel.

Auch bei der Farbe mag es manch einer bunt und andere Ton in Ton − fragen Sie sich vor dem Pflanzen, was Ihnen gefällt. Dank der Vielfalt in der Lavendelzucht müssen Sie sich übrigens nicht nur auf lila Lavendel beschränken. Es gibt auch Züchtungen in Weiß oder Rosa.

Duft: Vorsicht bei starkriechenden Beetpartnern

Deko mit Lavendel
Lavendelduft wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Mücken schätzen ihn aber gar nicht. Wer sich einen Topf Lavendel auf die Terrasse stellt, hat am Abend Ruhe vor den Plagegeistern.

Lavendel ist für seinen intensiven Duft bekannt. Für Menschen ist er angenehm und erinnert an den letzten Sommerurlaub. Mücken hingegen schätzen ihn gar nicht. Riechen sie Lavendel, nehmen Sie in der Regel Reißaus. Deshalb wäre es schade, Lavendel mit starkduftenden Blumen zu kombinieren. Denn so besteht die Gefahr, dass auf Ihrem Balkon oder im Garten ein erdrückender Duftcocktail entsteht. Stark riechende Blumen wie Hyazinthen und Nachtkerzen sollten deshalb in einiger Entfernung gepflanzt werden.

Welche Blumen zu den beliebtesten Duftpflanzen gehören und wie Sie einen Duftgarten anlegen, erfahren Sie in unserem Artikel: Einen Duftgarten anlegen »

Tabelle: Diese Pflanzen passen zu Lavendel

Irrtum: Lavendel und Rosen werde zwar gerne miteinander kombiniert, passen aber eigentlich nicht gut zusammen.

Wer die Ansprüche von Lavendel kennt und die eigenen Vorlieben ausgelotet hat, kann sich nun auf die Suche nach geeigneten Beetpartnern machen.

Übrigens: Eine beliebte Pflanze, mit der Lavendel gerne kombiniert wird, sind Rosen. Rosen haben aber meist andere Ansprüche als Lavendel und sind deshalb keine idealen Beetpartner.

Bestens geeignet sind hingegen folgende Pflanzen:

Name Standort und Pflege Blütenfarbe Wuchsform

Salbei (Salvia)

 

sonnig / kalkhaltig, Staunässe vermeiden

 

Lila / Rosa

krautig

 

Thymian (Thymus)

 

sonnig / nährstoffarm und trocken, genügsam

 

Violett

bildet dichte Polster

 

Oregano (Origanum)

 

sonnig / kalkhaltig, anspruchslos

 

Rosa

 

krautig

 

Frauenmantel (Alchemilla)

 

sonnig

 

Gelb

Bodendecker

 

Wollziest (Stachys byzantina)

 

sonnig / steinig bis sandig, genügsam

 

Silbergraue Blattschmuckstaude, unauffällige rosafarbe Blüten

 

Bodendecker

 

Witwenblume (Knautia macedonia)

 

sonnig / nährstoffreich, bei Trockenheit regelmäßig gießen

 

Rosa / Purpur

 

aufrecht, zierlicher Wuchs

 

Fetthenne (Sedum telephium)

 

halbschattig bis sonnig / sandig bis trocken, anspruchslos

 

Rostrote Blütenschirme

 

aufrecht
buschig

 

Graslilie (Anthericum)

 

sonnig / trocken, anspruchslos

 

Weiß

 

aufrecht und schlank

 

Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)

 

sonnig/ sandig und trocken, kurzlebig

 

Violett

 

krautig

 

Currykraut (Helichrysum italicum)

 

sonnig / sandig, pflegeleicht

 

Silbergraue Blattschmuckstaude mit gelben Blüten

 

buschiger Halbstrauch

 

Zistrose (Cistus incanus)

 

sonnig/ karg und trocken, bis minus zwölf Grad winterhart

 

Rosa

 

buschig, dicht verzweigte Halbsträucher

Blaue Rasselblume (Catananche caerulea)

 

sonnig / kiesig bis lehmig, pflegeleicht, kurzlebig

 

Blauviolett

 

aufrecht, horstbildend

 

Zierlauch (Allium)

 

überwiegend sonnig/durchlässig, Sorte nicht völlig winterhart. Nach Blüte oberirdischen Teil abschneiden

 

Violett, weiß, gelb, rosa, rot

 

Einzelblüten

 

Rittersporn (Delphinium)

 

sonnig / kalkhaltig und lehmreich, gute Nährstoffversorgung für den Austrieb

 

Blau, violett, weiß

 

aufrechter, hoher Wuchs

 

Phlox / Flammenblume (Phlox paniculata)

 

sonnig / nährstoffreich und gut durchlässig, je nach Sorte im Sommer gut wässern

 

je n. Sorte

 

krautig, unter-
schiedliche Wuchshöhen

 

Beifuß (Artemisia vulgaris)

 

sonnig / nährstoffreich und gut durchlässig, pflegeleicht

 

Weiß, rosa

 

krautig

 

Echter Meerkohl (Crambe maritima)

 

sonnig / steinig und sandig, keine Staunässe, regelmäßig gießen

 

Weiß

 

krautig

 

Bildergalerie: Beetpartner für Lavendel

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