Die 5 besten Kletterpflanzen für die Hauswand

Clematis ist eine tolle Kletterpflanze, mit der man Fassaden begrünen kann

Fassade begrünen

Foto: Pixabay

Kletterpflanzen schützen die Fassade vor Hitze, Wind und Wetter und verschönern jede Hauswand. Hier kommt unsere Auswahl der besten Kletterpflanzen für die Fassade: Clematis, Kletterrosen, Wilder Wein, Efeu und Kletterhortensie. Alle sind absolut winterhart, robust und pflegeleicht.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Welche Kletterpflanzen eignen sich für die Fassade?
  2. Waldrebe
  3. Kletterrosen
  4. Wilder Wein
  5. Efeu
  6. Kletterhortensie
  7. Vorteile von Fassadenbegrünungen

Welche Kletterpflanzen eignen sich für die Fassade?

Clematis als Kletterpflanze für die Fassadenbegrünung
Als Faustregel gilt: Immergrüne Pflanzen bevorzugen schattige oder halbschattige Nord- oder Nordostfassaden, an sonnigen Südwest- oder Südostfassaden fühlen sich laubabwerfende Kletterpflanzen besonders wohl – wie diese Clematis.
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Ob mit Haftscheiben, Dornen, Ranken oder schlingend − Kletterpflanzen nutzen unterschiedliche Strategien, um sich in luftige Höhen zu schwingen. Nicht jede Kletterpflanze ist dabei gleich gut für die Fassade geeignet.

Selbstklimmer wie Efeu oder Wilder Wein haben den Vorteil, dass sie kein Klettergerüst brauchen, denn sie halten sich mit ihren Haftwurzeln oder -noppen von alleine an der Hauswand fest. Das macht es Ihnen als Hausbesitzer natürlich leicht, jedenfalls am Anfang: Einfach anpflanzen und wachsen lassen. Um Schäden am Haus zu vermeiden, sollten Sie die Pflanzen allerdings nicht einfach sich selbst überlassen, sondern ihr Wachstum weiterhin beobachten, damit sie nicht beispielsweise unbemerkt unter die Dachpfannen kriechen und dort Schäden verursachen.

Bei Rank- oder Schlingpflanzen ist etwas Vorarbeit gefragt, bevor sie die Fassade ergrünen, denn sie benötigen immer ein Rankgerüst. Dafür haben sie den großen Vorteil, absolut ungefährlich für die Fassade zu sein, da sie sich nur am Rankgerüst festhalten. Besonders empfehlenswerte Rankpflanzen für die Fassade sind Clematis und Geißblatt. Von Starkschlingern wie Schlingknöterich, Blauregen oder Baumwürger ist hingegen abzuraten, da nur schwer in Zaum gehalten werden können und mit ihren windenden Triebe beachtliche Kräfte freisetzen können, wenn sie sich beispielsweise um die Regenrinne winden.

Mehr Tipps zu Fassadenbegrünung ohne Schäden

Ob sich Ihr Haus für eine Fassadenbegrünung eignet und auf welche Punkte Sie achten sollten, damit kein Schäden an der Hauswand entstehen, erfahren Sie hier: Fassadenbegrünung ohne Schäden »

Die 5 besten Kletterpflanzen für die Fassade

Kletterpflanzen gibt es viele − aber welche eignen sich am besten für die Begrünung der Fassade? Außerdem sollten sie natürlich noch schön aussehen, winterhart, schnellwachsend und pflegeleicht sein. Hier kommt unsere Top-Auswahl der besten Kletterpflanzen für die Fassade.

1. Waldrebe (Clematis)

Fassadenbegrünung mit Clematis
Die Berg-Waldrebe 'Clematis montana rubens' begrünt Hauswände mühelos.
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Die Waldrebe ist eine wunderschöne Kletterpflanze, die es in einer Vielzahl an Sorten und Blütenfarben gibt. Die zarten Triebe der Pflanze sind zudem absolut ungefährlich und für jede Hauswand geeignet.

Die schnell wachsende Schlingpflanze benötigt sie ein Rankgerüst. Es gibt dafür spezielle Rankgitter, die Sie im Gartenmarkt kaufen oder selber bauen können. Auch senkrecht gespannte Drähte oder Stäbe können als Kletterhilfe dienen. Wenn sie mehrere Clematis nebeneinander pflanzen möchten, sollten Sie einen Abstand von rund zwei Metern einhalten.

Beachten Sie, einen kleinen Abstand zur Hauswand einzuhalten, damit die Pflanzen genügend Entfaltungsmöglichkeiten haben, am besten etwa 10−15 Zentimeter.

Steckbrief: Clematis

Boden und Standort: Die Waldrebe braucht einen geschützten Standort an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Als Waldbewohner liebt sie einen humosen, gut durchlässigen Boden, Staunässe verträgt sie überhaupt nicht. Achten Sie außerdem darauf, dass der Fuß der Clematis beschattet ist, beispielsweise indem sie die Wurzeln mit einer dicken Schicht Mulch bedecken und davor Stauden pflanzen. Die besten Zeit für die Pflanzung ist im August oder September. Clematis ist etwas frostempfindlich. Deshalb sollten Sie den Wurzelbereich der Pflanze im Winter mit einer dicken Schichten Stroh oder Laub schützen.

Empfehlenswerte Sorten: Die Sorte 'Clematis montana rubens' eignet sich besonders gut für die Fassadenbegrünung. Sie ist sie sehr schnellwachsend und erreicht Höhen von bis zu 8 Metern. Von Mai bis Juni bietet sie mit ihrer wundervollen Blüte einen tollen Blickfang. Andere Clematissorten, wie Clematis viticella, bleiben deutlich kleiner und sind deshalb besser als Zaun- oder Balkonbegrünung geeignet.

Blüte: Clematis blüht von Mai bis Juni, je nach Sorte meistens in Rosatönen

Größe: bis zu 8 m hoch

2. Kletterrosen

Kletterrosen rot an Fassade
Kletterrosen gibt es mit weißen, rosafarbenen, violetten, gelben oder roten Blüten.
Pixabay

Wer Dornröschen kennt, weiß, dass sich auch Rosen zur Wandbegrünung eignen. 100 Jahre dauert das allerdings zum Glück nicht, denn Kletterrosen sind sehr schnellwachsend. Sie sind ein Hingucker für jeden Garten und es gibt sie in den verschiedensten Sorten, sodass hier jeder seine Traumrose finden kann. Im Vergleich mit Kletterpflanzen wie Efeu oder Wildem Wein bilden sie zwar kein dichtes Blattwerk, überzeugen aber vor allem im Sommer mit ihrem Blütenreichtum.

Die Kletterrosen Lykkefund und Dortmund eignen isch gut zur Fassadenbegrünung
Traum in Rot und Weiß: Links wächst die Kletterrose "Dortmund" an einer Regenrinne nach oben, von rechts über den Rosenbogen kommt die Kletterrose "Lykkefund" hinzu.
J. Fink Verlag

Kletterrosen können mit einem passenden Rankgerüst bedenkenlos an jedes Hauswand gepflanzt werden, denn sie haften nicht an der Hauswand. Als sogenannter Spreizklimmer hält sie sich mit Dornen am Gerüst fest. Kletterrosen sind recht schnellwachsend und können pro Jahr mehrere Meter wachsen.

Ein optimales Ergebnis erzielt man, wenn man sie an waagrecht ausgerichteten Holzlatten, Stäben oder Drahtseilen anbindet. Auch gitterförmige Kletterhilfen funktionieren. Unabhängig vom Klettertyp sind alle Pflanzen dankbar, wenn sie anfangs durch Anbinden in ihrem Aufwärtsdrang unterstützt werden.

Besonders wichtig: Achten Sie beim Anbringen der Rankgerüste auf einen ausreichenden Abstand zur Wand (mindestens 10 Zentimeter), damit die Pflanzen von hinten gut belüftet werden. Das verhindert die Entstehung von Rosenkrankheiten wie Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau.

Steckbrief: Kletterrosen

Boden und Standort: Der Boden sollte nährstoffreich und tiefgründig sein. Ideal wäre ein heller Standort in Südwest- oder Südwestlage. Schattige Lagen mögen Rosen gar nicht, vollsonnige Standorte aber auch nicht.

Empfehlenswerte Sorten: Die Auswahl an Kletterrosen ist gigantisch. Es gibt Hunderte verschiedene Sorten und entsprechend schwierig ist es hier, eine Auswahl zu treffen. Eine beliebte Kletterrose ist beispielsweise die zartgelbe 'Ghislaine de Feligonde', die von Mai bis September ein zauberhaftes Farbspiel zeigt. Auch die weißblühende, sehr robuste und schnellwachsende Kletterrose Lykkefund" ist empfehlenswert. Sie ist sehr starkwüchsig und wird erreicht Höhen von bis zu 7 Metern. Eine der wenigen Kletterrosen, die auch an heißen Südfassaden zum Einsatz kommen können, ist die rot blühende, robuste Kletterrose "Dortmund".

Blüte: Je nach Sorte gibt es Kletterrosen mit weißen, rosafarbenen, violetten, gelben oder roten Blüten.

Größe: Bis zu 5 Meter

3. Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia)

Wilder Wein als Fassadenbegrünung
Wilder Wein als Fassadenbegrünung: Von Frühjahr bis Herbst bildet die Kletterpflanze ein dichtes Blattwerk, im Winter werden die Blätter abgeworfen.
Pixabay

Wilder Wein, auch Mauerwein genannt, ist die wohl effektivste Kletterpflanze bei der Fassadenbegrünung. Rasend schnell begrünt er langweilige oder unansehnliche Fassaden und überzieht sie mit einem dichten, grünen Bewuchs. Die Blüten des Wilden Weins sind zwar eher unauffällig, bieten aber Bienen und Insekten eine wertvolle Nektarquelle. Rein optisch überzeugt der Wilde Wein vor allem durch sein schönes Blattwerk, das im Oktober einen unvergleichlich schönen Herbstanblick in leuchtenden Orange- und Rottönen zeigt.

Dazu ist die schnell wachsende Kletterpflanze absolut unkompliziert, robust und pflegeleicht. Als schnell wachsender Selbstklimmer schwingt sich die Kletterpflanze ganz von allein in luftige Höhen. Einfach anpflanzen, fertig. Da Wilder Wein sich nur mit kleinen Haftnoppen und zarten Trieben an der Hauswand festhält (im Gegensatz zum Efeu, der deutlich dickere Zweige und Äste ausbildet), können Sie ihn unbesorgt anpflanzen. Sie sollten allerdings aufpassen, dass die starkwüchsige Kletterpflanze nicht unter die Dachpfannen wächst.

Wenn Ihnen das dennoch zu heikel sein sollte, können Sie auch auf die Rankende Jungfernrebe zurückgreifen. Durch die Führung an Rankhilfen sind Bauschäden damit quasi ausgeschlossen.

Steckbrief: Wilder Wein

Boden und Standort: Wilder Wein ist absolut unkompliziert und anspruchslos. Er wächst praktisch überall und ist absolut winterhart. Wie alle Weinreben, liebt auch der Wilde Wein Wärme, aber das ist kein Muss. Optimal gedeiht der Wilde Wein auf einem nährstoffreichen, lockeren, gut durchlässigen Boden ohne Staunässe, am besten leicht kalkhaltig. Achten Sie darauf, dass die Erde im Sommer nicht austrocknet.

Empfehlenswerte Sorten: Der klassische selbstklimmende Mauerwein (Parthenocissus quinquefolia) ist die Sorte 'Engelmanii'. Außerdem gibt es die Rankende Jungfernrebe (Parthenocissus vitacea). Beide sehen optisch genau gleich aus, unterscheiden sich aber in ihrer Klettertechnik.

Blüte: Die weißen Blüten zeigen sich von Juli bis August. Diese sind eher unscheinbar, werden aber sehr gerne von Bienen und anderen Insekten aufgesucht. Im Spätsommer bilden sich daraus Beerenfrüchte, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch gerne von Vögeln verspeist werden. Ein Highlight ist außerdem die beeindruckende Herbstfärbung Im Oktober.

Größe: Der schnell wachsende Wilder Wein erklimmt Höhen von bis zu 15 Metern. Pro Jahr schafft sie bis zu 2 Meter. Man kann Wildem Wein beim Wachsen praktisch zusehen. Auch aus diesem Grund wird er deshalb manchmal scherzhaft "Architektentrost" genannt, weil er ruckzuck triste Hausfassaden begrünt. Wenn Sie mehrere Pflanzen an einer Fassade empor wachsen lassen möchten, sollten Sie einen Abstand von mindestens zwei Metern einhalten.

4. Efeu (Hedera helix)

Vögel nisten in Kletterpflanzen an Hauswand
Vögel nisten gerne im dichten Blattwerk des Efeus.
Unsplash/Mateusz Stepien

Zugegeben, Efeu hat bei vielen Haus- und Gartenbesitzern einen schlechten Ruf. Teilweise zu Recht, denn auf alten, rissigen oder schadhaften Hauswänden kann es passieren, dass Efeu ins Mauerwerk wächst und Schäden am Mauerwerk verursacht. Hinzu kommt, dass Efeu recht dicke, baumähnliche Äste ausbildet und sich daher nur schwer wieder von der Fassade entfernen lässt.

Wer aber eine intakte Hauswand hat, kann Efeu unbesorgt anpflanzen, denn hier kann Efeu keinen Schaden anrichten, da er nur rein oberflächlich an der Hauswand haftet. Wie bei allen Kletterpflanzen, sollten Sie den Efeu vor allem in den ersten zehn Jahren im Auge behalten, damit er nicht unter die Dachpfannen klettert. Das Schöne am Efeu ist aber: Hat er mit rund zehn Jahren seine Altersform erreicht, haben sie fortan Ruhe, weil er nicht mehr klettert und muss dann nicht mehr ganz so gewissenhaft beaufsichtigt werden.

Hinzu kommen weitere Vorteile des Efeus, die keine andere Kletterpflanze bietet: Zum einen ist Efeu − als eine der wenigen einheimischen Kletterpflanzen − absolut robust, frosthart und pflegeleicht. Dazu ist er immergrün, bietet also das ganze Jahr über einen tollen Anblick. Durch das ganzjährig dichte Blattwerk bildet Efeu außerdem einen besonders effektiven Schutzmantel fürs Haus, der auch als schützende Pufferschicht gegen Hitze, Kälte, Wind und Erosion wirkt.

Der aber wohl wichtigste Vorteil des Efeus ist sein großer ökologischer Wert. Speziell Vögeln, aber auch beispielsweise Eichhörnchen, bietet das immergrüne Blattwerk eine geschützte, vor Feinden sichere Brutstätte. Efeu ist außerdem ein sehr wertvolles Bienennährgehölz: Durch die späte Blütezeit im September und Oktober bietet der Efeu Nahrung zu einer Jahreszeit, in der Bienen und andere Insekten häufig nur noch schwer Nektar finden. Im Herbst und Winter bilden sich aus den Blüten tiefblaue Beeren, die gerne von Vögeln gefressen werden.

Steckbrief: Efeu

Boden und Standort: Efeu wächst eigentlich überall, ist sehr unkompliziert und winterhart. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche und kommt sowohl mit sonnigen, als auch mit schattigen Lagen klar.

Blüte und Früchte: Die doldenförmigen Blüten zeigen sich von Ende August bis November. Im Winter bildet er blauschwarze Beeren. Durch seine späte Blüte ist der Efeu dabei eine sehr wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten. Aus den Blüten bilden sich hübsche dunkelblaue Beeren, die sehr gerne von Vögel gefressen werden.

Besonderheiten: Nach etwa zahn Jahren entwickelt der Efeu seine Altersform. Er klettert dann nicht mehr, sondern bildet strauchförmige Triebe. Der Stamm verholzt und auch die Form der Blätter verändert sich. Und: Der Efeu bildet jetzt Blüten und Früchte. Anfänglich wächst der Efeu eher langsam, um dann aber an Tempo zuzulegen, sodass auch hier eine schnell wachsende Fassadenbegrünung möglich ist.

Größe: Efeu kann Höhen von bis zu 20 Meter erklimmen.

5. Kletterhortensie (Hydrangeau petiolaris)

Kletterhortensie als Fassadenbegrünung
Die Kletterhortensie bildet weiße schirmförmige Blüten, die einen hübschen Kontrast zum dunkelgrünen Laub bilden.
Pixabay

Sie haben nur eher schattige Hauswand, möchten aber trotzdem nicht auf Blüten verzichten? Dann ist die Kletterhortensie eine gute Wahl. Kletterhortensien wachsen langsam und werden nicht allzu hoch, weshalb sie ihnen buchstäblich nicht über den Kopf wächst. Und falls sie sich doch einmal in die falsche Ecke verirren sollte, kann sie sehr leicht in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Kletterhortensien können mit ihren Haftscheiben an der Fassade haften, man kann für die Kletterpflanze aber auch eine Rankgerüst bauen, damit kommt die Kletterhortensie ebenfalls gut zurecht. Ohnehin ist die Kletterhortensie vor allem in den ersten Jahren etwas kletterfaul und benötigt ein Klettergerüst, dass sie dabei unterstützt, den richtigen Halt an Hausmauern, Wänden und Zäunen zu finden. Besonders gut eignen sich Holzgerüste.

Steckbrief: Kletterhortensien

Boden und Standort: Kletterhortensien bevorzugen eher saure Böden. Heben Sie also ein genügend großes Pflanzloch aus und mischen Sie großzügig Rhododendron- oder Hortensienerde unter. Die frostharte Kletterhortensie gedeiht besonders gut im Schatten bis Halbschatten. Sie mag es gerne feucht (nicht nass), denken Sie deshalb besonders im Sommer ans regelmäßige Gießen.

Blüte: Die Kletterhortensie bildet im Juni bis Juli hübsche weiße Schirmblüten, die einen süßlichen Duft verströmen und gerne von Insekten angeflogen werden.

Größe: bis zu 6 Meter.

Vorteile von Fassadenbegrünungen

Fassadenbegrünung efeu
Eine dichte Fassadenbegrünung erfordert zwar regelmäßige Pflegearbeiten, bringt aber auch spürbare Vorteile fürs Eigenheim.

Wer die richtige Kletterpflanze fürs Eigenheim auswählt, muss keine Schäden an der Fassade befürchten. Im Gegenteil: Der grüne Bewuchs sieht nicht nur schön aus, sondern schützt sogar die Hauswand. Hier kommen gute Gründe, warum sich eine Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen lohnt:

Kletterpflanzen als Schutzmantel fürs Haus

Kletterpflanzen bilden ein Luftpolster an den Wänden und gleichen dort als eine Art natürliche Klimaanlage Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen aus. Im Sommer schützt die grüne Fassade vor intensiver Sonneneinstrahlung und Schlagregen. An ganzjährig beschatteten Nordfassaden wirken dagegen immergrüne Pflanzenarten als dämmende Pufferschicht, indem sie Wind und Kälte abmindern. Eine gut funktionierende Fassadenbegrünung senkt die umgebende Lufttemperatur um bis zu 5 °C und verbessert den Wärmedämmwert der Außenwand um 10 bis 30 %. Das ersetzt zwar keine Dämmung von Hauswänden, bringt aber dennoch spürbare Vorteile fürs Eigenheim.

Kletterpflanzen als Luftverbesserer

Fassadenbegrünungen haben einen positiven Einfluss auf das Kleinklima am Haus. Wie alle Pflanzen verdunsten auch Kletterpflanzen Wasser und sorgen so für angenehm befeuchtete Luft. Durch die Aufnahme von Kohlendioxid senken sie den Schadstoffgehalt in der Luft und reichern sie gleichzeitig mit Sauerstoff an. Das lohnt sich besonders in städtischen, verkehrsreichen Gegenden.

Grüne Fassaden sind gute Staubfilter. Die Oberfläche einer bepflanzten Wand ist etwa um ein sechsfaches größer als die einer kahlen Wand und kann damit auch sechsmal soviel Staubpartikel aufnehmen. Weiteres Plus: Eine dichte Begrünung hält Regen von der Fassade fern, was diese weniger anfällig für Moos, Algen, Mikroorganismen und Verschmutzungen macht.

Kletterpflanzen als Biotop für Vögel und Insekten

Vögel nisten in Kletterpflanzen an Hauswand
Vögel nisten gerne im dichten Blattwerk des Efeus.
Unsplash/Mateusz Stepien

Auch Vögel, Eichhörnchen und Insekten finden in einer begrünten Wand gute Lebensbedingungen. Für das ökologische Gleichgewicht sorgt die Natur dabei selbst, Insektenplagen sind nicht zu befürchten. Mit einer Fassadenbegrünung kommen Vögel in die Städte zurück, weil sie an den grünen Fassaden Nistplätze und Insekten als Nahrung finden.

Und nicht zuletzt sehen Kletterpflanzen einfach toll aus. Viele gute Gründe also, die für Kletterpflanzen am Haus sprechen.

Tipp: Dachbegrünung fürs Haus

Ähnlich wie Fassadenbegrünungen, wirken Dachbegrünungen als eine Art natürliche Klimaanlage fürs Haus, verlängern die Haltbarkeit des Dachs und bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Sie eignen sich für alle Dächer bis zu einem Neigungswinkel von 35 Grad. Mehr in unserem Artikel Dachbegrünung: Aufbau eines Gründachs »

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