Energiesparen

Die wichtigsten Dämmstoffe im Vergleich

Mineralwolle, XPS und PUR

Foto: epr/Fachverband Mineralwolleindustrie

Wer sein Haus gut dämmt, spart Heizkosten und hält im Sommer die Hitze draußen. Hier finden Sie einen Überblick über die gängigsten Dämmstoffe.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Mineralwolle
  2. Polystyrol-Hartschaum (XPS/EPS)
  3. Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR)

Tipp

Lesen Sie auch Teil 2 unserer Serie: Natürlich dämmen: Ökologische Dämmstoffe im Vergleich

1. Mineralwolle

Glaswolle-Filz
Der wasserabweisend ausgerüstete Glaswolle-Filz ist zusätzlich mit einem Glasvlies kaschiert, das für mehr Formstablität sorgt und die raumhohe Verlegung der Dämmstoffbahnen erleichtert.
Foto: Ursa

Rohstoff: Unter Mineralwolle sind Glas- und Steinwolle zusammengefasst. Sie unterscheiden sich nur in den verwendeten Rohstoffen, die jeweils eingeschmolzen und zerfasert werden:

  • Glaswolle besteht bis zu 70 Prozent aus Altglas,
  • Steinwolle besteht aus natürlichem Gestein.

Einsatzgebiete: Mineralwolle-Dämmstoffe haben nach wie vor den größten Marktanteil. Sie sind vielseitig einsetzbar, da sie zu Matten, Rollen oder Keilen verarbeitet werden können. Sie haben sehr gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften.

Gesundheitliche Bewertung: Das RAL-Gütezeichen „Erzeugnisse aus Mineralwolle“ kennzeichnet Produkte, die nicht mehr unter Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Alte Mineralwolledämmungen können aber laut Verbraucherzentrale durchaus ein gesundheitliches Risiko darstellen – ist der Dämmstoff jedoch gut abgedichtet, ist die Gefahr gering.

Inzwischen gibt es braunen Glaswolle-Dämmstoff (statt gelber Farbe), der dank eines Bindemittels aus nachwachsenden Rohstoffen beim Aufbringen weniger stauben und jucken soll als herkömmliche Produkte (z. B. von Knauf Insulation).

2. Polystyrol-Hartschaum (XPS/EPS)

Haben Bauteile direkten Kontakt mit dem Erdreich, muss ein Dämmstoff extreme Belastungen aushalten. XPS hält sicher stand.
Foto: FPX

Rohstoff: Das Ausgangsmaterial dieses Dämmstoffs ist der fossile Rohstoff Erdöl. Die Herstellung läuft über eine komplizierte Prozesskette mit hohem Energieverbrauch und dem Einsatz hoch toxischer Stoffe.

Einsatzgebiete: Polystyrol-Hartschaumplatten sind in zwei Varianten erhältlich: XPS oder EPS.

  • Extruderschaum (XPS) ist druckfester als EPS und kommt daher bei Kelleraußenwänden (Perimeterdämmung), als Bodenplatte oder Aufdachdämmung zum Einsatz.
  • Expandierter Partikelschaum (EPS) ist besser bekannt unter dem Namen Styropor. Es findet häufig bei Wärmedämmverbundsystemen Verwendung – der Marktanteil liegt hier bei ca. 85 Prozent.

Für Hartschaum im Allgemeinen gilt: Seine schalldämmenden Eigenschaften sind gering.

Gesundheitliche Bewertung: Eine schneidende Bearbeitung empfohlen. Sägen oder Fräsen führt zu erheblichen Staubbelastungen.

3. Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR)

Mit Polyurethan-Hartschaum sind trotz schlanker Querschnitte gute Dämmwerte möglich.
Foto: IVPU

Rohstoff: Die Basis ist hier ebenfalls Erdöl und der Herstellungsprozess energieintensiv.

Einsatzgebiete: Das große Plus von Polyurethan-Hartschaum (PUR/PIR): Er hat von allen Baustoffen die besten Dämmeigenschaften. Er kommt deshalb dort zum Einsatz, wo auf geringem Raum möglichst viel Dämmwirkung erzielt werden soll.
Im Gegensatz zu Polystyrol sind PUR-Dämmplatten weitgehend beständig gegen Lösungsmittel und Heißbitumen, was auch den Einsatz auf Flachdächern ermöglicht.

Gesundheitliche Bewertung: Ausländische Produkte können immer noch das ozonschädliche H-FCKW, das in Deutschland verboten ist, enthalten. Deshalb auf die Herkunft achten!

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