Praxistipps

Blumenzwiebeln: Die schönsten Neuheiten

Im Beet oder Topf: Jetzt Zwiebelblumen pflanzen

Jetzt ist die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen. Wir stellen die aktuellen Neuheiten und Sorten vor und geben Tipps zum richtigen Anpflanzen der Knollen im Beet, Balkonkasten oder Topf. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Blumenzwiebeln richtig lagern und überwintern.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Blumenzwiebeln: Die aktuellen Trends
  2. Blumenzwiebeln richtig setzen
  3. Blumenzwiebeln im Balkonkasten oder Topf
  4. Überwinterung

Blumenzwiebeln: Die aktuellen Trends

Ein Trend für 2019 zeichnet sich bereits ab: Es sind vor allem die romantischen Tulpensorten, die mit ihren Blüten an Pfingstrosen erinnern. Aber auch Sorten mit besonders großen oder außergewöhnlichen Blüten sorgen für einen Wow-Effekt im Beet. Klicken Sie durch unsere Bildergalerie und lassen Sie sich von den aktuellen Blumenzwiebel-Neuheiten für Ihren Garten oder Balkon inspirieren. Jetzt ist die richtige Pflanzzeit!

Blumenzwiebeln richtig setzen

Das Pflanzen der Zwiebeln ist ganz einfach und geht schnell. Hierzu brauchen Sie nur einen Zwiebelpflanzer bei leichten Böden oder eine kleine Pflanzkelle bei schwereren Böden.

Die Zwiebeln von Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und anderen Frühlingsblühern werden ab September gepflanzt.

Diese Zwiebelgewächse kommen im Herbst in die Erde, da sie zur optimalen Entwicklung den winterlichen Kältereiz benötigen. Bis zum Frühling haben sie ausreichend Zeit, um anzuwachsen und Wurzeln zu bilden. Ist der Boden frostfrei, lassen sich die Zwiebeln sogar noch im Dezember setzen.

Zwiebel- und Knollengewächse sind anspruchslos und gedeihen in fast jedem Boden. Stauende Nässe und langanhaltende Trockenheit vertragen sie allerdings nicht. Der Boden sollte deshalb einen möglichst guten Wasserabzug bieten.

Empfehlenswert sind robuste Kunststoffpflanzschalen zum bequemen Auspflanzen und Ausgraben der Blumenzwiebeln: Zugleich hat man damit einen guten Schutz gegen Schäden durch Mäuse und Wühlmäuse.

Für eine gute Farbwirkung sollten die Zwiebelpflanzen in Gruppen gesetzt werden. Eine besonders natürliche Anmutung erzielen Sie, indem Sie eine Handvoll Zwiebeln locker auf den Boden fallen lassen und sie dort pflanzen, wo sie hingefallen sind. Den richtigen Mix liefern fertig aufeinander abgestimmte Zwiebelmischungen.

Ein sonniger oder leicht schattiger Standort ist ideal. Die Zwiebel wird so gesetzt, dass sie beim Pflanzen nach oben weist, denn aus der breiten, unteren Seite entwickeln sich die Wurzeln.

Generell ist die Pflanztiefe auf den meisten Verpackungen angegeben. Wenn sie fehlt, hilft eine Faustregel weiter: Die Zwiebeln werden etwa zweimal so tief gepflanzt, wie sie hoch sind. Nach dem Pflanzen sollte man sie gut angießen, damit sie optimalen Kontakt zum Boden bekommen.

Beim Pflanzen ist keine Düngergabe notwendig. Gedüngt werden sollte im Frühjahr bevor die Frühjahrsblüher austreiben – am besten mit speziellem Blumenzwiebeldünger.

Blumenzwiebeln im Balkonkasten und Topf

Die Lasagne-Methode

Eine besondere Form der Kübelbepflanzung ist das „Etagen- oder Lasagnesystem“. Hier werden mehrere Arten bzw. Sorten, die nacheinander blühen, in Schichten übereinander angeordnet. Dabei werden früh blühende Zwiebeln als obere Schicht und die später und ganz spät blühenden Zwiebeln in die mittlere und unterste Schicht gepflanzt. Beim Setzen der Zwiebeln sollte man darauf achten, dass diese nicht direkt übereinanderliegen.

Die klassische Methode: Ganz normal im Pflanzgefäß

Auch in „normalen“ Töpfen kann man sich an Hyazinthen und Tulpen in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen erfreuen. Narzissen, Schachbrettblume, Schneeglöckchen und Krokus kommen ebenfalls gut mit den beengten Verhältnissen zurecht. Wer es sich leicht machen möchte und das Erfrieren der Zwiebeln und Knollen im Winter vermeiden möchte, kann im Frühjahr bereits aus vorgetriebenen Frühjahrsblühern im Topf wählen.

Behandlung nach der Blüte

Wenn Zwiebelblumen ihre Nährstoffe nach der Blüte zurück in die Zwiebeln verlagern, färben sich ihre Blätter gelblich braun. Sie sollten aber nicht zu früh entfernt werden, denn so haben die Pflanzen noch Zeit, die in den Blättern enthaltenen Nährstoffe in den Zwiebeln oder Knollen zu speichern. Sie stehen dann für die Entwicklung und Blüte im nächsten Jahr wieder zur Verfügung. Das Laub sollte erst entfernt werden, wenn es eingetrocknet ist.

Überwinterung

Winterharte Zwiebelgewächse: Zwiebeln und Knollen, die in unseren Breiten winterhart sind, können im Boden verbleiben. Sie treiben im nächsten Frühjahr erneut aus und bieten ein kunterbuntes Blütenmeer.

Nicht-winterharte Zwiebelgewächse: Diejenigen unter den Zwiebeln und Knollen, die nicht winterhart sind und keinen Kältereiz zur Blütenbildung benötigen, werden im Herbst ausgegraben. So gehen Sie am besten vor:

  1. Nach den ersten Frösten, werden die Blätter und Stängel auf etwa 10 cm über dem Boden zurück geschnitten.
  2. Mit einer Grabegabel den Boden um die Zwiebel oder Knolle vorsichtig anlockern, so dass sich das Zwiebelgewächs ausheben lässt. Die Erde löst sich sachte und lässt sich entfernen.
  3. Die verletzten Stellen putzen, diese ausschneiden und die einzelnen Exemplare sorgfältig etikettieren.
  4. Die Zwiebeln und Knollen an einem kühlen, luftigen Ort trocknen lassen. Die ideale Lagertemperatur beträgt 4–8 °C. Mit einer schützenden Sand- oder Torfschicht abdecken und in trockenen Räumen lagern, um Fäulnis zu vermeiden.

Text und Bilder: Dehner

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