Kaminofen richtig anzünden − so geht's!

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Besser heizen durch richtiges Anfeuern

Foto: Hase

Es klingt so einfach, aber einen Kamin richtig anzuzünden, ist fast schon eine Kunst für sich. Beim Anheizen des Kaminofens werden oft Fehler gemacht.

Wir stellen Ihnen die beste Methode vor, wie Sie den Kamin richtig anzünden. Besonders bewährt hat sich das Anzünden von oben. Hier erfahren Sie, wie die Profi-Methode funktioniert.

Das Anzünden von oben hat gegenüber herkömmlichen Anzündmethoden viele Vorteile:

  • Es entstehen kaum schädliche Rauchgase,
  • das Holz brennt effizient ab,
  • die Wärmeausbeute verbessert sich.
  • die Scheiben bleiben rußfrei.

Welches Holz eignet sich am besten zum Anfeuern?

Kaminfeuer Flammen
Eine ruhige, lange, gelbe Flamme ist ein Signal für einen sauberen Verbrennungsprozess.
Pixabay

Buchenholz ist mit seiner relativ hohen Zündtemperatur ideal, da es zudem lange brennt und eine schön anzusehende Glut entwickelt. Tabu sind selbstverständlich beschichtete oder behandelte Hölzer.

Als Anzünder sind dünn gespaltene Tannen- oder Fichtenholzscheite mit etwa 20 cm Länge sowie handelsübliche Anzünder geeignet.

Nicht geeignet sind:

  • „Hausmittelchen” wie Benzin, Spiritus oder ähnliches
  • Feuchtes Holz: Es brennt schlechter, raucht und rußt stark. Verwenden Sie nur gut getrocknetes Brennholz.
  • Papier oder Karton: Es enthält oft giftige Inhaltsstoffe, die beim Brennen freigesetzt werden.

Tipp: So lagern Sie Brennholz optimal

Kaminofen richtig anzünden – so geht's!

Zum Anzünden brauchen Sie:

  • geeignete Anzündhilfen, zum Beispiel Zündwolle, Anzündwürfel oder -sticks (im Handel erhältlich).
  • Anzündhölzer, die etwa daumendick zugeschnitten sein sollten (ebenfalls im Handel erhältlich).
  • Holzscheite mit einem Durchmesser von 6–12 cm.

Diese „Zutaten“ müssen nun gezielt im Feuerraum aufgeschichtet werden. Im Video erfahren Sie, wie es geht.

Video: Kaminofen von oben anzünden

Kamin richtig anzünden: So gehen Sie vor

1. Säubern Sie den Brennraum Ihres Kaminofens von Asche.

2. Öffnen Sie die Luftzufuhr vollständig, um den Brennraum mit ausreichend frischer Luft zu versorgen.

3. Schichten Sie das Brennholz locker und überkreuz im Brennraum auf.

4. Legen Sie die Anzündhilfe oben auf die Hölzer und schichten Sie darüber einige Holzspäne. Zünden Sie die Anzündhilfe an.

6. Sobald das Holz gut brennt, die Luftzufuhr wieder drosseln und − sobald Sie eine stabile Glut haben − wieder schließen.

Luftzufuhr im Kamin richtig anpassen

Kaminofen Scheitholzofen
Dieser Scheitholzofen mit moderner Verbrennungstechnik besitzt einen Anschluss an den zentralen Warmwasserspeicher.
Gerco

In der Anzündphase benötigt das Feuer viel Sauerstoff. Deshalb die Luftzufuhr etwa 3 Minuten lang höher als im Normalbetrieb einstellen. Hat sich ausreichend Glut gebildet, können größere Holzscheite nachgelegt werden. Damit diese Feuer fangen, sollte wiederum kurzzeitig mit erhöhter Luftzufuhr gearbeitet werden, um sie danach auf „Normalbetrieb“ zurück zu stellen.

Im Normalbetrieb sollte immer nur so viel Holz auf die Grundglut nachgelegt werden, wie vom Ofenhersteller angegeben. Passen Sie gegebenenfalls die Luftzufuhr an:

  • Zu wenig Sauerstoff verschlechtert die Verbrennungsqualität und kann zur Bildung von Schwellgas oder Kohlenmonoxid führen.
  • Zu viel Sauerstoff bedeutet, dass ungenutzte Wärme durch den Schornstein verloren geht. Auch die Asche ist ein guter Indikator: Ist sie fein und weiß, war die Verbrennung sauber. Ist sie dunkel und grob, wurde das Holz unvollständig verbrannt.

Wer’s komfortabler mag: Öfen mit elektronischer Steuerung nehmen Ihnen die Arbeit ab und sorgen für einen optimalen Abbrand.

Achtung: Ab 2021 müssen alte Öfen raus!

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