Studie: Was hilft am besten gegen Hitze im Dachgeschoss?

09.07.26
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Simulation zeigt, was am effektivsten ist

Wer im Dachgeschoss wohnt, fragt sich spätestens im Sommer, wie er seine Wohnung am besten gegen Hitze schützen kann. Der Dachfensterhersteller Velux hat die Frage genauer untersucht und eine Simulation mit Wetterdaten Hamburgs erstellt.

Das Ergebnis: Am effektivsten zeigen sich Rollläden und Hitzeschutz-Markisen mit verdunkelndem Stoff. Unterstützend sollten bei niedrigeren Außentemperaturen die Fenster zum Lüften geöffnet werden, um so den Raum zusätzlich abzukühlen. Doch wie groß sind die Temperaturunterschiede bei unterschiedlichen Hitzeschutzmaßnahmen?

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. So wurde die Simulation durchgeführt
  2. Ergebnis: Welcher Hitzeschutz wirkt am besten?

Die Ergebnisse der Simulation im Überblick

  • Rollläden senkten die Raumtemperatur am besten: um bis zu 7,5 °C.
  • Verdunkelnde Hitzeschutz-Markisen senkten die Raumtemperatur in der Simulation um bis zu 7 °C.
  • Hitzeschutz-Markisen mit transparentem Stoff erreichten auch noch bis zu 6,0 °C geringere Temperaturen.

So wurde die Simulation durchgeführt

Die Simulationen wurden für die Monate Mai bis September für einen südorientierten Dachraum im Hamburg mit zwei Schwingfenstern der Größe 78 x 140 cm mit einer Zweifachverglasung durchgeführt.

Um das Szenario möglichst realistisch zu gestalten, konnten die Fenster zum Lüften geöffnet werden, um so den Raum zu kühlen, wenn Personen in den Morgen- und Abendstunden zu Hause sind und die Temperatur außen niedriger als innen ist.

Die Berechnungen wurden mit der Energiesimulationssoftware IDA ICE durchgeführt. Als Wetterdaten kamen EPW(Energy Plus Weather)-Daten zum Einsatz. Eine EPW-Wetterdatei enthält verschiedene meteorologische Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Sonneneinstrahlung und Niederschlag. EPW-Dateien liefern jährliche Stundendaten und werden in der Regel von Wetterstationen oder meteorologischen Datenbanken bezogen.

Berechnet wurde die Hitzeschutzwirkung folgender Maßnahmen:

  • Rollladen
  • Hitzeschutz-Markise mit transparentem Stoff
  • Hitzeschutz-Markise mit verdunkelndem Stoff

Die Simulation erfolgte auf der Basis von Wetterdaten Hamburgs im Zeitraum von Mai bis September.

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Ergebnis: Welcher Hitzeschutz wirkt am besten?

Rollläden oder Markisen in einer verdunkelnden Ausführung ermöglichen ungestörten Schlaf ohne störendes Licht bei angenehmen Temperaturen – bis zu 5,3 Grad Celsius niedrigere Temperaturen als ohne eine Verschattung sind so möglich.
  • Am effektivsten zeigten sich der Rollladen und die Markise mit verdunkelndem Stoff. Während der Rollladen für eine um bis zu 7,5 °C niedrigere Temperatur im Raum sorgte, waren es bei der Markise 7,0 °C.
  • Obwohl die außenliegende transparente Markise noch Licht in den Raum lässt, war der Hitzeschutz-Effekt bemerkenswert: Er war um bis zu 6,0 °C niedriger als in einem Raum ohne jegliche Verschattung.

Die positiven Auswirkungen des Rollladeneinsatzes werden bei der Vorstellung, sich in einem Raum mit 25 Grad Celsius oder über 32 Grad Celsius aufzuhalten, deutlich.

Damit wird deutlich, dass eine effektive Hitzereduktion mit außen vor dem Dachfenster liegenden Lösungen möglich ist. Im Gegensatz zu innenliegenden Rollos verhindern sie, dass die Sonne auf die Scheiben trifft und die Temperatur dadurch im Raum deutlich steigt.

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Rollläden schützen effektiv vor sommerlicher Hitze, bieten erhöhten Lärmschutz und können Dachräume bei Bedarf vollständig verdunkeln.

Mit Hitzeschutz-Markisen lassen sich die Dachfenster zum Lüften öffnen. Das sollte möglichst früh morgens, abends oder in der Nacht erfolgen, damit die tagsüber warme Luft gar nicht erst in die Wohnung gelangt.

Bei Markisen mit transparentem Stoff bleibt der Raum hell und der Ausblick aus dem Fenster weiter möglich.

Rollläden oder Markisen in einer verdunkelnden Ausführung haben eine stärkere Hitzeschutz- und Verdunkelungswirkung als transparente Hitzeschutzmarkisen.

Text und Fotos: Velux