3 Tipps: Richtig lüften im Winter

Lüften im Winter frische Luft Fenster öffnen

Wie oft und wie lange lüften?

Foto: epr/IVPU

Besonders in der kalten Jahreszeit gibt es beim Lüften einiges zu beachten. Denn einerseits soll für frische Luft gesorgt werden, aber andererseits die Wohnung nicht auskühlen. Was ist also zu tun, damit weder "dicke Luft" in den Wohnräumen herrscht noch "zum Fenster hinausgeheizt" wird?

Hier kommen die 3 wichtigsten Tipps zum richtigen Lüften im Winter.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Sorgen Sie für kurzen, kräftigen Durchzug
  2. Je kälter, desto kürzer lüften
  3. Durchzug ohne Durchkühlen

1. Sorgen Sie für kurzen, kräftigen Durchzug

Stoßlüften Querlüften alle Türen und Fenster auf
Besonders effektiv ist das Stoßlüften mit Durchzug, bei dem alle Fenster für 5−15 Minuten weit geöffnet werden – am besten gleichzeitig in der ganzen Wohnung. Die kurze Lüftungszeit hat den Vorteil, dass nur wenig Wärme verloren geht.
Pexels/Ksenia Chernaya

An kalten Tagen ist es generell sinnvoller und energiesparender, die Fenster nicht zu kippen, sondern täglich mehrmals kurz komplett zu öffnen und querzulüften.

Gewöhnen Sie sich am besten eine tägliche Lüftungsroutine an, beispielsweise jeden Morgen nach dem Aufstehen, nach dem Mittagessen und abends vorm Zubettgehen, bei der sie einmal alle Türen und Fenster aufreißen und für Durchzug sorgen.

Bei gekippten Fenstern verläuft der Luftaustausch sehr langsam, und die Räume kühlen verhältnismäßig stark aus. Im Fensterbereich besteht zudem die Gefahr, dass sich Kondenswasser und somit ein Nährboden für Schimmel bildet.

Wichtig: Vor dem Lüften die Heizkörperventile zudrehen, damit nicht umsonst geheizt wird.

2. Je kälter, desto kürzer lüften

Dachfenster lüften öffnen
Auch Kippfenster im Dach sollten Sie so weit öffnen wie möglich, um für eine gründliche Durchlüftung zu sorgen.
Velux

Wie oft sollte man im Winter lüften? Drei- bis viermal tägliches Stoßlüften ist optimal. Sind mehrere Menschen im Raum, ist sogar etwa alle zwei Stunden eine kurzer Luftaustausch zu empfehlen.

Je nach Witterung muss während der Heizperiode zwischen und 5 und 20 Minuten gelüftet werden − je kälter, desto kürzer, denn kalte Luft trocknet die Räume aus. Das ist ein typisches Winterproblem: Die Luftfeuchtigkeit ist draußen nur gering (aufgrund des fehlenden Blattgrüns). Eine trockene Raumluft tut den Schleimhäuten nicht gut.

Tipp: Mit einem Hygrometer sollten Sie überwachen, dass die relative Luftfeuchtigkeit im behaglich-angenehmen Bereich von etwa 40 bis 60 Prozent liegt.

Wie lange lüften im Winter?

Faustregel: Von Dezember bis Februar rund 5 Minuten, im März und November rund 10 Minuten, im Oktober etwa 20 Minuten.

3. Durchkühlen vermeiden

Thermostat
Die ideale Raumtemperatur liegt bei 19–22 Grad.
Pexels/Erik McLean

Beim Stoßlüften ist es sinnvoll, die Innentüren zu einem gleichartig genutzten Raum offen zu lassen, um den Durchzug zu nutzen.

Nach dem Lüften die Thermostatventile in den Räumen wieder öffnen. Denn: Wird zu wenig gelüftet oder wird die Innenluft zu kalt, kann sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Bei Abwesenheit oder nachts sollte ein Temperaturniveau von 16 bis 17 Grad nicht unterschritten werden: mit Blick auf den Feuchteschutz und weil sonst das Wiederaufheizen unnötig viel Energie verbraucht.

Türen zu unbeheizten oder wenig geheizten Räumen sollten jedoch geschlossen bleiben. An den kälteren Wänden könnte sonst die Luftfeuchtigkeit aus der warmen Luft kondensieren.

Wie lüfte ich im Keller richtig?

Für den Keller gelten die gleichen Tipps wie für die übrigen Wohnräume: Lüften Sie im Winter am besten mehrmals täglich für 5−15 Minuten quer. Im Winter geht das sogar besonders gut. Denn: In vielen Kellern ist die Raumluft zu feucht, was Schimmelbildung begünstigt. Da im Winter die Außenluft sehr trocken ist, sorgen Sie damit zugleich für weniger Raumfeuchtigkeit. Lassen Sie aber auch hier die Fenster nicht auf Kipp stehen, damit die Räume nicht auskühlen.

Im Sommer hingegen sollten Sie die Kellerfenster möglichst geschlossen halten, um Schimmelbildung zu vermeiden. In der warmen Jahreszeit stellt sich nämlich der entgegengesetzte Effekt ein: Die warme Luft kühlt sich an den kühlen Kellerwänden schnell ab, kondensiert und sorgt für den bekannten muffigen Kellergeruch oder führt sogar zu Schimmelbefall.

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