Bemusterung beim Hausbau: Checkliste fürs Fertighaus

Checkliste für den Besichtigungstermin

Foto: Schwörer Haus

Die Bemusterung ist beim Hausbau und Kauf eines Fertighauses ein wichtiger Termin. Hier finden Sie eine praktische Checkliste mit Tipps, wie Sie sich optimal auf diesen Tag vorbereiten. Die komplette "Checkliste Bemusterung" können Sie auch als PDF zum Ausdrucken herunterladen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Vor dem Bemusterungstermin
  2. Beim Bemusterungstermin
  3. Hausbau im Detail: Gewerk für Gewerk, Raum für Raum
  4. Checkliste Hausbau: Badplanung
  5. Checkliste Hausbau: Küchenplanung

Vor dem Bemusterungstermin

Gute Vorbereitung ist alles! Bringen Sie Ihre Inspirationssammlung zur Bemusterung mit.
Foto: Schwörer Haus
  • Musterhäuser anschauen, beispielsweise in Fertighausausstellungen oder auf dem eigenen Firmengelände von Herstellern. Machen Sie ggf. einen Vorbemusterungs-Termin aus. Hier finden Sie eine Übersicht der Musterhausausstellungen in Deutschland »
  • Legen Sie den Stil des Hauses außen und innen fest: Welche Farben, Formen, Materialqualitäten gefallen Ihnen?
    Sammeln Sie Bilder.
  • Bau- und Leistungsbeschreibungen gründlich prüfen (lassen): Alles drin? Wichtig sind Ausstattungselemente, Materialien, Qualitäten. Welche Leistungen sind enthalten? Ist beispielsweise die Küche inklusive?
  • Alternativen prüfen und vergleichen, z.B. in Fliesen- und Sanitärausstellungen, Baumärkten. Bestellen Sie ggf. kostenlose Muster, um Flächenwirkung und Qualität zu prüfen.
  • Gibt es einen Bemusterungsleitfaden vom Hersteller?
  • Skizzieren Sie die Möblierung samt Elektroausstattung und Datenleitungen: Welche Auslässe brauchen Sie am Arbeitsplatz, welche im Kinderzimmer? Soll das Kinderzimmer später einmal zum Büro umfunktioniert werden?
  • Budget festlegen. Ist Raum für Sonderwünsche?
  • Sind Eigenleistungen möglich? Dabei das Zeit- und Geldbudget nicht zu optimistisch einschätzen!
  • In die Zukunft denken: Brauchen wir das Haus barrierefrei, welche Räume sollen umnutzbar sein?
  • Organisatorisches: Wer bezahlt Anreise und Übernachtung zum Bemusterungszentrum? Benötigen Sie einen eigenen Termin für die Küchenbemusterung?
  • Erfahrungen abfragen: Mit anderen Bauherren austauschen
  • Kompromisse finden. Beschlüsse und Prioritäten aller Familienmitglieder zusammentragen, schriftlich festhalten – und sich bei der Bemusterung auch daran halten.

Beim Bemusterungstermin

  • Zeit lassen! Manche Entscheidungen stehen schon lange fest, andere kann man erst treffen, wenn man vor Ort ist.
  • Qualitäten prüfen
  • Fragen stellen
  • Alles ausprobieren, wie im Alltag: In die Badewanne legen, auf WCs sitzen, Waschbecken testen, Haustürklingel ausprobieren, Bodenbeläge anfassen, Treppen begehen, Türen öffnen und schließen, Heizung bedienen …
  • An zuvor getroffene Vereinbarungen halten, gelassen über eventuelle Sonderwünsche diskutieren
  • Preise anderer Anbieter zum Vergleich im Kopf haben, ggf. abbemustern (das heißt: aus der Leistungsbeschreibung heraus nehmen)
  • Sind Eigenleistungen und Leistungen des Hausherstellers voneinander abgegrenzt (Ausführung, Gewährleistung)? Baut der Haushersteller ggf. den vom Bauherrn gekauften Bodenbelag oder die Sanitärgegenstände ein?
  • Bemusterungsprotokoll erstellen lassen

Bauvertrag vor dem Hausbau gründlich prüfen!

Die Bau- und Leistungsbeschreibung ist Bestandteil des Kaufvertrags mit einem Bauträger oder Fertighausanbieter. Bauherren sollten die Bau- und Leistungsbeschreibung intensiv prüfen – am besten mit einem Fachmann. Checkliste Bau- und Leistungsbeschreibung »

Hausbau im Detail: Gewerk für Gewerk, Raum für Raum

Von der Fassadengestaltung bis zur Dacheindeckung gibt es beim Hausbau vieles zu entscheiden.
Foto: Weber Haus

Vom Dach bis zum Keller, von der Regenrinne bis zur Steckdose: Jedes Hausteil will beim Bemusterungstermin festgelegt werden, damit beim Hausbau alles reibungslos klappt.

Hier eine Auswahl der Ausstattungselemente, über die an dem Tag entschieden werden muss. Es lohnt sich, schon vorab darüber nachzudenken, was unverzichtbar ist und welchen Stil die Ausstattung haben soll.

  • Fassade: Putz, Klinker, Holz?
  • Haustür: Mit Vordach, Smarthome-Zugang (z. B. Fingerprint-Schließanlage)? Klingel, Briefkasten, Hausnummer, Schmutzmatte, Garten-Wasserhahn …
  • Dach: Ziegelform, Material, Farbe. Dachrinne und Fallrohre, Laubfanggitter, ggf. Befestigungen für Solaranlage oder Satellitenschüssel
  • Türen und Fenster: Material, Farbe innen und außen, Aufteilung, Mittelpfosten. Art der Festverglasung, Absturzsicherung bei bodentiefen Fenstern, Sicherheitseigenschaften, Wärmewerte, Beschläge, Fensterbank, Rollläden/Raffstoren, elektrischer Antrieb, Smarthome-Einbindung
  • Treppen und Geländer: Holz, Stahl, Beton, Kindergeländer, Rutschschutz, Dachtreppe
  • Einbaumöbel: vom Haushersteller oder günstiger von einem anderem Anbieter?
  • Elektroausstattung: Leuchten, Strom- und Datenleitungen, Steckdosen und Strom für außen, Schalterprogramm, TV, Telekommunikation, Smarthome-Ausstattungen an Haustür, Fenstern, Heizung …
  • Innentüren: Glasausschnitte, Klinken, weitere Beschläge
  • Wandbeläge: glatter oder körniger Putz, Tapete, polierte Oberflächen, Wandtattoos
  • Bodenbeläge: Holz, Laminat, Stein, Fliesen, Teppich oder Designfußboden? Auch auf Kleber, Lasuren und Versiegelungen achten bezüglich Schadstoffen
  • Heizung: Art der Wärmeerzeugung (Solarunterstützung, Kaminofen), Wärmeverteilung (Heizkörper oder Fußbodenheizung?)

Tipps zur richtigen Grundrissplanung

Wie alltagstauglich ein Haus ist, hängt entscheidend vom Grundriss ab. Oft sind es die praktischen Details der Planung, die zu den besten Lösungen führen. Hier erfahren Sie, wie sie einen Hausgrundriss optimal auf Ihre Bedürfnisse anpassen »

Checkliste Hausbau: Badplanung

Die Austattungsdetails von Bad und Küche sind sehr umfangreich.
Foto: Otto Wulff/Herbert Ohge Photographie

Bei der Bemusterung vor dem Hausbau sollten Sie das Bad und die Küche ebenfalls einem gründlichen Check unterziehen. Achten Sie dabei vor allem auf die folgenden Punkte:

  • WC: Steh- oder Hänge-WC inkl. Sitz, Toilettenbürsten- und -papierhalter, Luxusfunktionen wie Dusch-, Fön- oder Heizvorrichtung
  • Ausstattung: Waschbecken, Badewanne mit Armaturen, Dusche mit Armaturen; Materialien und Qualitäten
  • Zusätzliche Anschlüsse, z. B. für Waschmaschine, Steckdosen wassergeschützt
  • Licht: Szenarien, indirekte Beleuchtung, Smarthome-Einbindung
  • Heizung: Fußbodenheizung, Handtuchwärmer
  • Wandgestaltung: Fliesen – wo und bis zu welcher Höhe?
  • Boden: Fliesen, Holz etc.
  • Alltagstauglichkeit nicht aus den Augen verlieren

Tipps zur Badplanung

Wer Badewanne, Waschtisch, WC, Dusche und Badmöbel schlau anordnet, kann das Maximale an Platz und Komfort herausholen. Grundrissbeispiele für die Badplanung »

Checkliste Hausbau: Küchenplanung

  • Vom Haushersteller oder vom eigenen Küchenplaner?
  • Lage und Anzahl der Steckdosen
  • Dunstabzugshaube
  • Arbeitsflächen inkl. Abschlussleisten, Wandschutz; Materialien und Qualitäten
  • Ablageflächen
  • Unter- und Oberschränke, Breiten/Tiefen, Schubladenfunktionen, Einzelmöbel
  • Ausstattung: Kochinsel? Esstheke?
  • Spüle: Wie viele Becken, wie viel Abtropffläche? Mit Brauseschlauch, mit Heißwasserkocher? Bei hohem Wasserhahn Lage der Fenster beachten!
  • Geräte: Was ist notwendig? Wo sollen die Geräte untergebracht werden?

Tipps zur Küchenplanung

Grundlegende Tipps und eine Checkliste zur Planung Ihrer neuen Küche finden Sie hier: Küchenplanung − in 6 Schritten zur neuen Küche »

Hier finden Sie die komplette Checkliste Bemusterung auch als PDF zum Ausdrucken. Ein praktische Grundlage für den Bemusterungstermin beim Hausbau.

 

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