Bad & Wellness

So gestalten Sie Ihr Bad barrierefrei

Sicher, komfortabel und modern

Foto: Vitra

Die meisten Menschen wollen ihre gewohnte Umgebung im Alter nicht verlassen. Oft entscheidet die Barrierefreiheit des Bades darüber, ob das möglich ist oder nicht. Moderne barrierefreie Bäder sind in Sachen Komfort für alle Generationen attraktiv.

Berücksichtigen Sie also beim Neubau oder Umbau Ihres Bads barrierefreie Lösungen gleich mit. Die Anforderungen für barrierefreies Bauen und Wohnen sind in der DIN 18040 Teil 2 geregelt. Wir stellen die wichtigsten Empfehlungen fürs barrierefreie Bad vor und geben hilfreiche Tipps für Ihre Badumgestaltung.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Bodengleiche Dusche
  2. WC
  3. Unterfahrbarer Waschtisch
  4. Rutschsichere Fliesen
  5. Licht, Schalter und Steckdosen
  6. Bewegungsflächen
  7. Budgetplanung und Fördergelder

Tipps

Bodengleiche Dusche

Bodengleiche Duschen ohne Stolperschwellen bieten Komfort für alle:

  • Der Eingang zur Dusche sollte genauso breit wie die Tür zum Bad sein: 80, besser sogar 90 cm.
  • Wer sein Bad nach DIN barrierefrei gestalten möchte, muss für den Duschbereich eine Fläche von mindestens 150 cm x 150 cm einplanen.
  • Ideal ist ein an der Wand montierter Duschklappsitz oder Duschklapphocker.
  • Haltegriffe können auch nachträglich ergänzt werden.

Bodenebene Duschbereiche sind ein wichtiges Ausstattungsmerkmal für barrierefreie Bäder. Sie bieten einen schwellenfreien Einstieg und vermeiden so eine tägliche Stolperfalle. » Nähere Informationen zur Gestaltung und Installation bodengleicher Duschen.

WC

  • Die ideale Sitzhöhe beträgt mindestens 48 cm, ein höhenverstellbares WC bringt zusätzliche Flexibilität.
  • Neben der Toilette sollte 70 cm Platz sein. So ist auch seitliches Umsteigen aus einem Rollstuhl möglich. Der Platz für einen seitlichen Klapp-Stützgriff sollte mit eingeplant werden.
  • Im Optimalfall ist die WC-Betätigungsplatte nicht wie üblich im Rücken, sondern seitlich montiert. Praktisch ist zudem ein Dusch-WC, das den Po mit Wasser reinigt.

Unterfahrbarer Waschtisch

  • Für die Haarwäsche zwischendurch sollte das Becken ausreichend groß sein.
  • Und je flacher das Waschbecken, desto besser lässt es sich auch im Sitzen nutzen.
  • Wenn auf einen Unterschrank verzichtet wird, ist der Waschtisch mit einem Rollstuhl unterfahrbar. Es gibt spezielle Typen, bei denen der Siphon nur eine geringe Höhe hat oder sogar ganz unter Putz liegt.
  • Zusätzlichen Komfort bringt die Höhenverstellbarkeit.
  • Abgerundete Kanten schützen vor Verletzungen.
Barrierefreies Bad - unterfahrbarer Waschtisch
Ein unterfahrbarer Waschtisch und eine großzügige Dusche mit Klappsitz – ein solches Bad ist ein Gewinn für alle Generationen.
Foto: Keuco

Rutschsichere Fliesen

  • Der Boden sollte nicht rutschig sein. Achten Sie beim Fliesenkauf auf die Rutschfestigkeitsklasse „R10“.
  • Kleinformatige Fliesen sind diesbezüglich besser als großformatige. Denn auch die Fliesenfugen wirken rutschhemmend.

Licht, Schalter und Steckdosen

Bei der Planung eines barrierefreien Bads sollten die Anschlüsse für eine ausreichende Beleuchtung berücksichtigt werden.

  • Eine gleichmäßige, kontrastfreie Raumausleuchtung sorgt für bessere Orientierung und beugt Stürzen vor.
  • Bedienelemente wie Lichtschalter, Türgriffe und Steckdosen, sollten leicht zu erreichen sein.

Bewegungsflächen

Planen Sie genügend Platz ein:

  • Eine erwachsene Person nutzt beim Drehen um die eigene Achse einen Raum von 60 x 60 Zentimeter.
  • Menschen mit Gehilfen oder einer Sehbehinderung brauchen sogar einen Bewegungsradius von mindestens 1,20 x 1,20 Meter.
  • Ein Rollstuhlfahrer braucht eine Fläche von 1,50 x 1,50 Meter.

Budgetplanung und Fördergelder

Das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt alle Renovierungsmaßnahmen, die der Verbesserung der Barrierefreiheit dienen. Menschen, die eine Pflegestufe haben, können außerdem mit einem Zuschuss der Pflegeversicherung rechnen.

Private Eigenheimbesitzer und Mieter können die Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung und zum Einbruchschutz bei der KfW beantragen.

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