Bad & Wellness

Ein kleines Bad größer wirken lassen: Tipps für wenig Raum

Tipps zur Badgestaltung

Foto: Repabad

7,8 Quadratmeter misst ein deutsches Badezimmer im Schnitt – ein Mini-Raum, der aber dennoch viel Komfort bieten soll. Aber wie wirkt ein kleines Bad größer? Wir verraten Ihnen die besten Tipps, um ihr Badezimmer optisch zu vergrößern. Das ist möglich durch eine clevere Planung und Einrichtung. Der Komfort muss dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Die Badausstattung richtig planen
  2. Richtige Grundrissplanung
  3. Welche Farben, welche Fliesen?
  4. Licht inszeniert den Raum
  5. Spiegel vergrößern kleine Räume
  6. Stauraum exakt kalkulieren

10 Tipps: Kleine Räume größer wirken lassen

Wer kleine Räume clever einrichtet, kann sie um einiges größer wirken lassen. Setzen Sie deshalb die Prioritäten richtig und nutzen Sie den vorhandenen Stauraum optimal. Wir verraten Ihnen die besten Tipps und Tricks, um kleine Räume optisch zu vergrößern.

Die Badausstattung richtig planen

In diesem Bad wurde auf die Wanne verzichtet und dafür eine großzügige Dusche geplant. Die Duschwände lassen sich zur Seite komplett wegklappen, so entsteht ein großzügiges Raumgefühl.
Foto: Living Art

Bei der Badplanung ist die erste Frage: Was brauche ich wirklich? Wie viel Stauraum ist notwendig, wie viele Waschplätze brauche ich? Reicht mir eine Dusche oder brauche ich eine Badewanne? Eine überlegte Grundrissplanung verhindert, dass ein kleines Bad überladen und eng wirkt.

Tipps zur richtigen Ausstattung

  • Verzichten Sie, wenn möglich, auf eine Badewanne. In einem 5-Quadratmeter-Bad beansprucht eine Wanne etwa 25 Prozent der Raumfläche. Wenn die Wanne weniger als zehn Mal im Jahr benutzt wird, sollte man sich fragen, ob man sie wirklich braucht.
  • Wer nicht auf die Wanne verzichten möchte, kann auf Raumsparwannen mit besonderen Formen zurückgreifen – beispielsweise mit schmaler Fußzone. Auch Dusch-/Wannenkombis sind eine Lösung.
  • Wählen Sie Duschabtrennungen aus Echtglas – sie schränken das Blickfeld nicht ein.
  • Besonders praktisch im kleinen Bad: Ein komfortables Dusch-WC mit effektiver Geruchsabsaugung. Denn ein großes Badezimmer wirkt großzügiger als zwei kleinere Räume.

Da es sich beim Bad um eine Langzeitinvestition handelt, tun Sie gut daran, auf Qualität zu achten. Für Markensortimente sprechen hohe Haltbarkeit, ausgereifte Technik und langfristige Nachkaufgarantien. Die Sanitärindustrie hat sich auf die Problematik eingestellt und bietet intelligente Lösungen an, bei denen Nischen und Ecken optimal genutzt werden.

Die richtige Grundrissplanung

In einem kleinen Bad sind ungewöhnliche Grundrisslösungen gefragt. Verschenken Sie keinen Platz durch das strenge Aneinanderreihen der Sanitärobjekte. Beziehen Sie die Raummitte mit ein.

Maßgeschneiderte Lösungen lassen sich ohne großen Aufwand mit der bewährten Vorwandinstallation bewerkstelligen. Neu verlegte Rohre verschwinden hier einfach hinter Leichtbauwänden. Diese schaffen zudem praktische Ablagefläche oder einen Rahmen für Regalböden. Zum Beispiel lässt sich damit die Toilette optisch abschirmen.

Mehr Tipps zur Grundrissplanung

Wer Badewanne, Waschtisch, WC, Dusche und Badmöbel schlau anordnet, kann aus seinem Bad das Maximale an Platz und Komfort herausholen. So planen Sie den Grundriss für Ihr Bad optimal: »Grundrissbeispiele für die Badplanung.

Welche Farben, welche Fliesen?

Dieser Duschbereich ist mit versiegeltem Kalk-Marmor-Putz fugenlos gestaltet. Weiterer optischer Trick: Durch den gefliesten Duschboden hat das ganze Bad einen durchgehenden Bodenbelag.
Foto: Living Art

Neben der geschickten Anordnung der Sanitärobjekte gibt es viele weitere Möglichkeiten, um ein kleines Bad optisch zu weiten.

Farbgestaltung

  • Entscheiden Sie sich auf jeden Fall für helle Farben – Weiß und zarte Blau- oder Grüntöne -, denn sie schaffen optisch Weite.
  • Beschränken Sie sich auf wenige Farben, die miteinander harmonieren.
  • Großformatige Fliesen (ab etwa 30 x 30 cm) vermitteln Weite. Werden sie am Boden diagonal verlegt, wirkt Ihr Bad geräumiger.
  • Am Boden darf der Farbton satter sein, so wird die Gesamtfläche betont – außerdem sind dunklere Fliesen weniger schmutzempfindlich.

Fliesenbeläge

  • Großformatige Wand- und Bodenfliesen haben einen geringeren Fugenanteil. Das schafft ruhige, großzügige Flächen.
  • Eine Fugenfarbe, die exakt zur Fliese passt, unterstützt diesen Effekt.
  • Verzichten Sie in einem kleinen Bad möglichst auf auffällige Dekore, Bordüren oder Fugenfarben. Sie stören die Gesamtwirkung des Raums.

Licht inszeniert den Raum

Einen spannenden Akzent setzen die beleuchteten Glasböden.
Foto: Living Art

Ein kleiner Raum, der gekonnt ausgeleuchtet ist, wirkt größer. Der Effekt einer guten Lichtplanung wird häufig unterschätzt. Wichtig ist, das Bad schattenfrei auszuleuchten. Eine einzige helle Deckenleuchte lässt den Raum niedriger erscheinen. Besser ist, wenn Sie Lichtquellen an Decke und Wänden punktuell anbringen.

Entwickeln Sie ein effektives Beleuchtungskonzept. Dazu gehört:

  • ein allgemeines Licht für die gesamte Raumausleuchtung,
  • funktionales Licht für den Waschtisch und
  • Stimmungslichter, beispielsweise in Nischen oder hinter Spiegeln.

Wichtig ist auch die Lichtfarbe: Ein hellweises Licht ist am Spiegel hilfreich, während ein gelblich-warmes Licht beim entspannenden Wannenbad Gemütlichkeit ausstrahlt.

Spiegel vergrößern kleine Räume

Helle, elegante Deckenstrahler sorgen für eine gute Gesamtausleuchtung. Der Spiegel wird mit einem separaten Licht versorgt.
Foto: Living Art

Spiegel reflektieren den Raum und vergrößern ein kleines Bad optisch. Auch das Licht wird widergespiegelt, das schafft Weite.

Im Beispiel rechts zieht sich die Spiegelfläche über die gesamte Breite des Raums – mal sind die Spiegel hinter Ablegeboards platziert, mal als Türen des Spiegelschranks.

Stauraum exakt kalkulieren

Üppig Stauraum gibt‘s unterm Waschtisch: Hier können Badutensilien aller Art untergebracht werden.
Foto: Living Art
  • Stauraummöbel brauchen viel Platz, daher sollten sie im kleinen Bad möglichst unter der Waschtischebene geplant werden.
  • Hinterfragen Sie kritisch, wo Abstellflächen nötig sind und wieviel Stauraum tatsächlich gebraucht wird. Die Devise lautet: So viel Stauraum wie nötig – nicht so viel wie möglich. Überflüssige Handtücher könnten beispielsweise in andere Räume ausgelagert werden.
Foto: Living Art

Der Heizkörper ist schlicht und bietet dennoch die Möglichkeit, Handtücher aufzuhängen.

Foto: Living Art

Dank Vorwandinstallation kann in der Dusche unkompliziert eine Nische integriert werden.

Tipp: In unserer Bauanleitung erfahren Sie, wie Sie ein platzsparendes Regal fürs Badezimmer einfach selber bauen können. Darin finden Badaccessoires genauso Platz wie die tägliche Schmutzwäsche. Das Regal ist für kleine Bäder gut geeignet.

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