Sicherheit & Einbruchschutz

Rauchmelder sind deutschlandweit Pflicht

Alles, was Sie zur neuen Regelung wissen müssen

Foto: Initiative "Rauchmelder retten Leben"

Zwei Drittel aller Brandopfer werden im Schlaf überrascht. Deshalb: Sorgen Sie vor und statten Sie Ihr Eigenheim rechtzeitig mit Rauchmeldern aus. Diese warnen frühzeitig mit einem Alarmsignal und retten so Menschenleben. Der Schutz ist jetzt deutschlandweit Pflicht für Neu- und Bestandsbauten. Hier erfahren Sie alles, was Sie zu den Regelungen für Rauchmelder wissen müssen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Rauchmelder sind jetzt deutschlandweit Pflicht
  2. Wer ist bei Mietwohnungen zuständig?
  3. In welchen Räumen muss ich die Rauchmelder installieren?
  4. Wo dürfen keine Rauchwarnmelder angebracht werden?
  5. Platzierung der Rauchmelder im Raum
  6. Und in der Urlaubszeit?

Rauchmelder sind jetzt deutschlandweit Pflicht

Die Rauchmelderpflicht ist flächendeckend in Deutschland beschlossen worden.

Neu: Während die Rauchmelderpflicht bislang nur für Neu- und Umbauten galt, gilt sie nun auch für Bestandsimmobilien.

Geregelt wird die Rauchmelderpflicht für Privathaushalte in der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Dort steht, wer den Rauchmelder anbringen und warten muss und welche Räume auszustatten sind.

Dabei gilt für alle Bundesländer:

  • Neu- und Umbauten müssen durch den Eigentümer mit Rauchmeldern ausgestattet werden.
  • Für die Ausstattung von Bestandsbauten sind ebenfalls die Eigentümer in der Pflicht, jedoch gelten hier Übergangsfristen, bis wann die Ausstattung mit Rauchmeldern erfolgt sein muss. Die Übergangsfristen regelt jedes Bundesland unterschiedlich. Einzige Ausnahme: Sachsen. Hier gilt die Rauchmelderpflicht bislang nur für Neu- und Umbauten, nicht für den Bestand.

Übergangsfristen gelten noch in den Bundesländern Berlin und Brandenburg (Pflicht bis 31.12.2020) und Thüringen (Pflicht bis 01.01.2019).

Achtung, die Rauchmelderpflicht gilt auch für Räume mit „wohnungsähnlicher Nutzung“, also beispielsweise für Ferienwohnungen, Containerräume, Hütten und Gartenlauben.

Wer ist bei Mietwohnungen zuständig?

Bei Mietwohnungen gibt es keine deutschlandweit einheitliche Regelung, wer für die Installation und Wartung der Rauchmelder zuständig ist. Hier muss man sich an die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes halten.

In den meisten Bundesländern ist der Eigentümer (Vermieter) zuständig für die Installation und der Mieter zuständig für die Wartung der Rauchmelder. Diese Regelung gilt in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

In den übrigen Bundesländern ist der Eigentümer (Vermieter) zuständig für Installation und Wartung. Diese Regelung gilt in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In welchen Räumen muss ich die Rauchmelder installieren?

Rauchmelder müssen angebracht werden in:

  • jedem Schlafzimmer,
  • den Kinderzimmern,
  • Fluren, die als Fluchtwege dienen.

In Berlin oder Brandenburg müssen Rauchmelder in allen Aufenthaltsräumen angebracht werden, außer in der Küche und im Bad. Das heißt, hier müssen z.B. auch Wohn- und Arbeitszimmer mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Eine empfehlenswerte Regelung für alle, die für ihre Familie auf Nummer Sicher gehen möchten.

Wer nun allerdings nach der Devise „Viel hilft viel“ jeden Raum mit Rauchmeldern ausstatten will, sollte bedenken, dass so leicht Fehlalarme aufgelöst werden können.

Grafik: Initiative "Rauchmelder retten Leben"

Wo dürfen keine Rauchwarnmelder angebracht werden?

Keine Rauchmelder (bzw. nur Sondermelder) dürfen in folgenden Räumen installiert werden:

  • Küche
  • Bad und Waschraum
  • Garage, Dachboden und Keller

In diesen Räumen entstehen entweder viel Wasserdampf, viel Staub oder Abgase oder es herrschen wie auf dem Dachboden erhöhte Temperaturen, die einen Fehlalarm auslösen können.

Wer dennoch Küche, Garage und Keller schützen will, sollte Wärme- oder Hitzemelder installieren. Bei Gasthermen, Kaminen und Öfen sind CO-Melder (Kohlenmonoxid) angebracht.

Außerdem gelten gesonderte Bestimmungen für öffentliche Gebäude. Hier sind Brandwarnmelder vorgeschrieben.

Platzierung der Rauchmelder im Raum

Generell gilt: Halten Sie sich bei der Installation von Rauchmeldern immer an die Bedienungsanleitung.

  • Bringen Sie Rauchmelder möglichst mittig im Zimmer in waagerechter Position an der Zimmerdecke an. Brandrauch steigt immer nach oben!
  • Die waagerechte Positionierung gilt auch bei Dachschrägen, wobei Neigungen von bis zu 20 Grad tolerierbar sind. Platzieren Sie den Rauchmelder jedoch nie in der Dachspitze, sondern mindestens 30 bis 50 cm darunter.
  • Bei großen Räumen (ca. ab 60 qm), die durch Stellwände, Möbel oder Erker unterbrochen sind, benötigen Sie für jeden Teilbereich des Raumes einen eigenen Rauchmelder. Offene Räume, die sich über mehrere Etagen öffnen, benötigen mindestens auf der oberen Ebene einen Rauchmelder.
  • Montieren Sie Rauchmelder nie in der Nähe von Luftschächten oder dort, wo starke Zugluft herrscht.
  • Rauchmelder niemals überstreichen, weil sonst nicht mehr genug Rauch durch die Lüftungsschlitze gelangt und das Gerät nicht mehr sicher funktioniert.
Fotos: Initiative "Rauchmelder retten Leben", www.rauchmelder-lebensretter.de

Und in der Urlaubszeit?

Hilfreich ist es, beim Nachbarn Ihres Vertrauens einen Wohnungsschlüssel zu hinterlassen. Falls während Ihres Urlaubs ein Fehlalarm ausgelöst wird, können die Nachbarn das Gerät abstellen. Rauchmelder sind sehr laut!

Wenn es in der Nachbarwohnung piept, prüfen Sie zunächst, ob sich tatsächlich niemand in der Nachbarwohnung aufhält. Gibt es Anzeichen für einen Brand, nehmen Sie Brandgeruch wahr? Wenn ja, sollten Sie sofort die Feuerwehr rufen und sich in Sicherheit bringen.

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