Einen Kompost anlegen − so geht's

Kompost machen

Tipps zum richtigen Kompostieren

Foto: Pixabay

Wer einen Kompost im Garten hat, hat stets gute und nährstoffreiche Erde parat. Wie Sie einen Kompost anlegen und was darauf entsorgt werden darf, erfahren Sie hier.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Kompost anlegen − Schritt für Schritt
  2. Wie lange dauert es, bis der Kompost fertig ist?
  3. Was darf auf den Kompost?

Kompost anlegen − Schritt für Schritt

Substrat aus dem Kompost versorgt die Pflanzen mit allen Nährstoffen, die sie brauchen. Im Kompost verwandeln die Lebewesen im Boden den organischen Abfall nämlich in wertvollen Dünger.

Wer das „schwarze Gold“ selbst herstellen möchte, kann einen Kompost ganz einfach selbst anlegen. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie's geht.

Generell gesprochen, ist beim Kompostieren Abwechslung gefragt: Schichten Sie die einzelnen Lagen locker und dünn auf. Krautige Pflanzenteile können Sie mit holzigen mischen.

Kompost richtig anlegen: Aufbau der Schichten
Zeichnung: Aus dem Buch "Naturgarten für Anfänger", Ulmer Verlag

1 Ein offenes Gerüst ist die Basis für den Kompost. Der Behälter muss unten offen sein, damit die Mikroorganismen und Regenwürmer einwandern können. Die unterste Schicht besteht aus grobem Material wie Gehölzhäcksel. So wird überschüssiges Wasser abgeleitet.

2 Jetzt werden die Abfälle, wie Pflanzenreste und Küchenabfälle, miteinander vermischt und lagenweise aufgeschichtet (vgl. Zeichnung). Mischen Sie feuchtes Material wie Grasschnitt mit trockenen oder holzigen Teilen und achten Sie darauf, die Abfälle locker zu schichten, damit die Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist.

3 Auf jede Lage Abfälle geben Sie eine dünne Schicht Erde oder reifen Kompost − dieser sorgt für die notwendigen Mikroorganismen im Kompost. Danach folgt wieder eine Schicht Abfälle.

4 Nun können Sie den Kompost reifen lassen. In Trockenperioden sollten Sie ihn ab und zu gießen, damit die Mikroorganismen ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt sind.

Wie lange dauert es, bis der Kompost fertig ist?

Der Reifeprozess dauert sechs bis zwölf Monate. Schneller geht’s mit Kompostbeschleuniger (Fachhandel). Der dann fertige Kompost wird am besten im Frühjahr 1 cm dick auf den Beeten verteilt und eingearbeitet.

Noch ein Tipp zur Bodenverbesserung: Gründüngung

Auch eine Gründüngung verbessert die Qualität des Gartenbodens. Dabei werden bestimmte Pflanzen ausgesät, die mit ihrem dichten Wurzelwerk den Boden tiefgründig lockern oder mit Stickstoff anreichern. Welche Pflanzen sich dafür eignen und wie das gemacht wird, erfahren Sie in unserem Artikel: Bodenkur: Gründüngung aussäen »

Was darf auf den Kompost?

Obst auf dem Kompost
Dürfen Bananenschalen auf den Kompost? Jein! Südfrüchte enthalten oft Pestizide und haben deshalb nur in Bio-Qualität etwas auf dem Kompost zu suchen
Foto: Pixabay

Folgende organische Abfälle können Sie auf dem Kompost entsorgen:

  • zerkleinerter Gehölzschnitt
  • angewelktes Gras
  • Laub
  • Obst- und Gemüseabfälle.

Ausnahme: Gehören Bananenschalen auf den Kompost?

Die Schalen von Südfrüchten, wie etwas Bananen, sind oft mit Pestiziden belastet. Sie sollten deshalb besser im Biomüll entsorgt werden. Gleiches gilt für verbrauchte Topferde und gekaufte Schnittblumen. Unproblematisch sind Bio-Produkte.

Was NICHT auf den Kompost gehört:

  • gekochte Essensreste und Fleisch. Sie locken Ungeziefer an.
  • kranke Pflanzenteile
  • Die Wurzeln oder Samen von Unkraut

Ein Kompost ist ein wichtiger Bestandteil des Naturgartens. Wer sich als naturnaher Gärtner versuchen möchte, findet im Buch "Naturgarten für Anfänger" 35 Bausteine, mit deren Hilfe sich ein einzigartiger Garten erstellen lässt.

Heike Boomgaarden, Bärbel Oftring, Werner Ollig: Naturgarten für Anfänger. Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8001-3393-2, 19,90 Euro.

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