Wärmedämmverbundsysteme: 5 häufige Fehler − und wie Sie Schäden vermeiden

WDVS: Baumängel und Schäden vermeiden

Foto: djd/Fachverband Waermedämm-Verbundsysteme e.V.

Eine Fassadendämmung lohnt sich − vorausgesetzt, sie wird fachgerecht eingebaut. Der erste Schritt hierzu ist eine gute Beratung. Architekten, Energieberater oder Stuckateure sind die richtigen Ansprechpartner.

Besonders beliebt bei Heimwerkern sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). da sie relativ einfach anzubringen sind. Aber die Details sind entscheidend! Hier finden Sie die 5 häufigsten Fehler bei der Montages von Wärmedämmverbundsystemen. Auf diese Punkte sollten Sie besonders achten, um Schäden an Ihrer Fassade und bei der Wärmedämmung zu vermeiden.

WDVS: Schäden treten vor allen bei den Anschlüssen und Fugen auf

Die häufigsten Fehler beim Einbau von Wärmedämmverbundsystemen passieren bei der Ausbildung der Anschlüsse und Fugen, etwa zu Fenster- oder Türöffnungen. Diese Ausführung muss fachgerecht erfolgen, wenn Sie keine Schäden riskieren wollen. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte:

  • Fensterbänke sollten montiert sein, bevor das WDVS verlegt wird − dann kann die Dämmung einfach lückenlos dagegen stoßen.
  • An Sockel und Öffnungen muss darauf geachtet werden, dass keine Luft hinter das WDVS strömen kann. Das würde die Dämmwirkung beeinflussen und Insekten zum Siedeln einladen.
  • An Ecken von Fenstern, Türen und Durchbrüchen reißt Putz besonders häufig. Hier muss das Armierungsgewebe diagonal verlegt werden und gut mit den angrenzenden Gewebeflächen überlappen.
  • Auch an Hausecken ist besondere Sorgfalt geboten. Hier sind doppelte Gewebeeinlagen, Gewebewinkel oder Putzprofile angezeigt.

5 häufige Fehler bei der Montage von Wärmedämmverbundsystemen − und wie Sie sie vermeiden

Foto: Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme/djd

1 Verlegen Sie im Verband
Unabhängig vom Dämmmaterial (hier: Mineralwolle) müssen die Platten eines WDVS im Verband und dicht an dicht verlegt werden. Sonst können Wärmelecks entstehen, die Heizenergie kosten, Schimmel verursachen und auf der Fassade als unschöne Flecken sichtbar sind.

Foto: iWDVS

2 Achten Sie auf den Flankenschutz
Um das WDVS seitlich zu schützen, sollte an Fenster- und Türöffnungen eine Leibungsplatte mit Gittergewebe angesetzt werden.
Diese Verbindung ermöglicht es, dass der Putz sauber an der Leibung abschließt und an der Ecke zudem nicht reißt.

Foto: Tremco Illbruck

3 Fenster müssen rundum dicht abschließen
Dieses Fenster ist mit einem Rahmen aus Befestigungsmaterial und Dämmstoff ausgestattet. So kann das WDVS von außen direkt dagegen gestoßen werden. Vorteil: Das Fenster sitzt nicht wie oft nach Fassadensanierungen wie „in einer Schießscharte“. Auch ein späterer Fensteraustausch ist einfacher.

Foto: Knauf

4 Vorsicht am Sockel
Der Sockelbereich eines Hauses wird durch Feuchtigkeit und Stöße besonders stark beansprucht. Deshalb kommt hier eine spezielle Sockeldämmung zum Einsatz. Wichtig ist der saubere untere Abschluss des WDVS, im Bild zum Beispiel mittels einer Schiene.

Foto: Rockwool

5 Achten Sie auf einen lückenlosen Anschluss unterm Dach
Am Dachanschluss muss die Dämmung bis zwischen die Sparren gezogen werden. Nur dann ist ein lückenloser Anschluss an die gedämmte oberste Geschossdecke oder an die Dachdämmung gewährleistet.

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