So laden Sie zuhause Ihr E-Auto

E-Mobilität: Zuhause aufladen

Foto: Elektroplus-Hager

Wer ein E-Auto kauft, kann sich zurzeit über satte Prämien freuen. Hier erfahren Sie, welche technischen Voraussetzungen nötig sind, um Ihr E-Auto zu Hause zu laden.

Das brauchen Sie

1 Parkplatz mit Stromzugang. Um das Elektrofahrzeug zu Hause zu laden, muss eine Voraussetzung zu allererst erfüllt sein: Ein Parkplatz mit Zugang zum Stromnetz. Dies ist meistens in Ein- oder Zweifamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern mit eigenem Parkraum der Fall.

Muss die Station genehmigt werden?

Für Stationen bis einschließlich 3,7 kW Ladeleistung reicht ein überprüfter Haushaltssteckdosenstromkreis. Darüber und bis einschließlich 11 kW muss die Ladeeinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet werden, da dann üblicherweise ein Drehstromanschluss zum Einsatz kommt. Über 11 kW muss die Ladeeinrichtung vom Netzbetreiber genehmigt werden.

Achtung: Kommt es bei einem nicht angemeldeten oder nicht genehmigten Gerät durch Überlastung zum Stromausfall, trägt der Verursacher die Kosten.

E-Auto laden
Der Ladevorgang selbst verbraucht auch Strom. Je kürzer das vonstatten geht, desto geringer ist der Verbrauch.
Foto: Ford

2 Ladestation. Wer neu baut, kann die Installation einer Ladestation in die Planung von Garage oder Carport mit einbeziehen. Sie ist die Schnittstelle zwischen Stromversorgung und Elektroauto und ermöglicht das schnelle, sichere und effiziente Laden von E-Auto-Akkus. Die komfortabelste Lösung ist eine Wandladestation – die so genannte Wallbox.

Im Notfall können Auto-Akkus zwar auch mal an einer haushaltsüblichen Steckdose geladen werden, diese sind aber nicht nur langes Laden unter hoher Last ausgelegt. Es besteht die Gefahr der Überhitzung, im Extremfall kann es zum Brand kommen.

Haushaltssteckdosen haben eine maximale Leistung von 2,3 Kilowatt (kW), Wallboxen erreichen bis 22 kW Ladeleistung. An dieser können nicht nur mehrere Fahrzeuge mit Strom versorgt werden, der Ladevorgang geht auch deutlich schneller als bei normalen Steckdosen. Statt einer Ladedauer von 6–8 Stunden sind hier 1,5–2 Stunden die Norm. Für diese Box ist jedoch ein eigener Stromkreislauf notwendig, der die Hausinstallation vor Überlastung schützt.

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Foto: Marc Osborne/iStock

3 Elektro-Check. Auch in Bestandsgebäuden können E-Autos am bestehenden Haushalts-Stromnetz aufgeladen werden. Sollten Sie diese Möglichkeit in Betracht ziehen, ist es unumgänglich, die vorhanden Elektroinstallationen durch einen Fachmann prüfen zu lassen. Denn üblicherweise sind Haushaltsteckdosen nicht für die Dauerstrombelastung, die beim Laden von Fahrzeugen anfällt, ausgelegt.

Eine gute Zwischenlösung sind spezielle Schutzeinrichtungen an den Ladekabeln. Das Kabel wird an eine Steckdose der bestehenden Elektroinstallation angeschlossen. Zwischen Steckdose und Fahrzeug wird dann eine Steuer- und Schutzeinrichtung geschaltet (IC-CPD), sie überwacht den Ladevorgang und schaltet sich bei einer Gefahr auch mal ab.

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