Innendämmung: Ein Überblick

In 3 Schritten zum Erfolg

Foto: Pavatex

Fachwerk, denkmalgeschützte Fassaden, Grenzabstände zum Nachbarhaus – immer, wenn Häuser nicht von außen gedämmt werden können, bietet sich eine Dämmung von innen an. Für diese bauphysikalisch sensible Arbeit stehen unterschiedliche Materialien und Systeme zur Verfügung.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Machbarkeit prüfen
  2. Das richtige System
  3. Die Verarbeitung

1. Machbarkeit prüfen

Zunächst sollte ein Energieplaner, Architekt oder Fachhandwerker prüfen, ob überhaupt eine Innendämmung infrage kommt.

Neben den Befestigungsmöglichkeiten spielt vor allem der Feuchtehaushalt in der Außenwand eine Rolle. Teilweise ist als Teil der Planung ein sogenannter Feuchtetechnischer Nachweis erforderlich, um diese Problematik frühzeitig zu klären.

2. Das richtige System

Innendämmsysteme sind entweder „kapillaraktiv“ oder mit einer Dampfbremse ausgestattet. Unter anderem von der Feuchtigkeit der Wand und der Raumnutzung hängt ab, welches System zum Einsatz kommt. Beide verfolgen das Ziel, Feuchtigkeitsansammlungen auf der innenseitigen Oberfläche der Wand und in der Dämmung zu vermeiden.

  • Kapillaraktive und dampfdiffusionsoffene Systeme können – wie auch die Wand selbst – eine bestimmte Menge Feuchtigkeit aufnehmen und nach innen wie nach außen wieder abgeben. Insbesondere bei Fachwerk ist diese Art der Innendämmung empfehlenswert, da oft viel Feuchtigkeit durch die Gefache dringt.
  • Dampfbremsende Systeme hingegen trennen die beiden Sphären: Die kalte Wand befindet sich auf der einen Seite, die warme Raumluft auf der anderen. Wo genau die dampfbremsende Schicht liegt, ist unterschiedlich: Ist sie als Folie ausgeführt, liegt sie auf der Raumseite der Wärmedämmung.

3. Die Verarbeitung

Wer möchte eine schöne Fassade schon unter einer Dämmung verstecken? Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist es gar nicht erlaubt. Hier ist eine Innendämmung die einzige Chance zur Verbesserung des Wärmeschutzes.
Foto: KfW-Bildarchiv/Thomas Klewar

Für die Befestigung eignen sich unterschiedliche Techniken:

  • Bei schiefen Wänden kommt nur eine Unterkonstruktion aus Metall oder Holz infrage, zwischen die die Dämmung gesetzt wird.
  • Bei steifen Dämmmaterialien wie Polystyrol oder Vakuumisolationspaneelen muss der Untergrund begradigt werden. Dabei reicht mitunter schon der etwas dickere Auftrag des Klebers.
  • Weiche Dämmmatten, etwa aus Holzfasern, sind in der Lage, sich dem Untergrund anzupassen.

Großes Augenmerk muss auf alle Punkte gelegt werden, an denen kalte und warme Bauteile miteinander in Berührung kommen können – es drohen die klassischen Wärmebrücken. Denn genau hier kann die Feuchtigkeit der warmen Raumluft kondensieren, und es droht Schimmel.

Fördergelder nutzen: Geld sparen beim Dämmen

Noch nie wurden energetische Sanierungen so großzügig vom Staat bezuschusst:

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