DIY-Tipps

Oberflächen im Shabby-Look selbermachen

Vintage – einfach selbst gemacht

Sie lieben die charmante Vintage-Optik abblätternder Oberflächen auf Möbeln? Hier erfahren Sie, wie Sie neue Holzoberflächen ganz einfach "auf alt" trimmen können. Zunächst zeigen wir eine einfache Do-it-youself-Variante. Einige Farbhersteller haben auch spezielle Anstriche im Programm, mit denen sich der Look erzielen lässt.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Die Do-it-yourself-Variante
  2. Farben für spezielle Effekte

1. Die Do-it-yourself-Variante

Hocker im Vintage-Look
Foto: frechverlag/Liz Fourez und Emily Layne

Der Trick: Um eine rissige Farbschicht zu erhalten, tragen Sie zuerst eine dünne Schicht Kleber und dann die Farbe auf. Während des Trocknens bildet sich die dekorative Rissoberfläche.

Diese Oberflächenbehandlung sieht besonders schön auf Holz aus und kann für Möbel, Bilderrahmen oder selbst gemachte Schilder verwendet werden. Die Technik eignet sich am besten für kleinere Deko- und Möbelstücke, da jeweils in kleinen Abschnitten gearbeitet werden muss.

Sie brauchen

  • Hocker/kleines Möbelstück
  • mehrere Pinsel
  • weißer Bastelkleber
  • weiße Acrylfarbe
  • Haartrockner

Und so wird's gemacht

  • Abschnittsweise mit einem Pinsel eine dünne Schicht Kleber auf den Hocker auftragen – bearbeiten Sie nicht mehr als einen Quadratmeter.
  • Bevor der Kleber zu trocknen beginnt, eine Schicht Farbe über den Kleber geben. Achten Sie darauf, dass die Farbschicht dick genug und das Holz ganz bedeckt ist.
  • Die Farbe schnell trocken föhnen. Während der Kleber zu trocknen beginnt, sehen Sie, wie die Farbe Risse bekommt und Inseln bildet.
  • Trocknen lassen. Bei Bedarf mit einem Schleifklotz entlang der Ecken und Kanten mit leichtem Druck einen Teil der Farbschicht entfernen, um einen authentischen Used-Look zu erzeugen.
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Zunächst das Möbel mit Bastelkleber bestreichen.

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Auf den noch feuchten Kleber die Farbe auftragen.

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Beim Trocknen reißt die Lackoberfläche.

Tipp: Sie müssen den Kleber und die Farbe nicht völlig gleichmäßig auftragen. Wenn es neben den rissigen Stellen auch Stellen ohne Risse gibt, sieht das Stück natürlicher aus.

Buchtipp

Dieses und noch mehr interessante DIY-Projekte rund um den Vintage-Landhausstil finden Sie in dem Buch „Modern Country Living“, von Liz Fourez. In ihrem Buch präsentiert die Bloggerin (lovegrowswild.com) 70 einfache Wohn- und Dekoideen im modernen Landhausstil. 19,95 Euro, Busse Seewald, ISBN 978-3772474569

Zum Buch „Modern Country Living“

2. Farben für spezielle Effekte

Kreidefarbe in zwei Schichten

Fotos: Bondex

Auch die „Kreidefarbe“ (Bondex) wurde speziell für den Vintage-Look entwickelt. Das Prinzip: Es werden zwei Farbschichten übereinander aufgetragen. Die oberste Farbschicht wird dann nach Geschmack stellenweise wieder abgeschliffen, so dass die unten liegende Farbe wieder zum Vorschein kommt.

Den zweifarbigen Aufbau zeigen wir hier anhand einer Schublade.

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Das unbehandelte Stück schleifen und vom Schleifstaub befreien. Dann den ersten Farbton der Kreidefarbe auftragen.

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Nach der Trocknungszeit von etwa vier Stunden die zweite Farbschicht auftragen.

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Nach weiteren vier Stunden Trocknungszeit wird das gestrichene Stück mit Schleifpapier stellenweise wieder abgeschliffen - bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Gerissene Oberfläche mit Crackle-Effekt

Effekt-Lackspray haftet auch auf Metall oder Glas.
Foto: Dupli Color

„Crackle Effect“ (Dupli Color) ist ein Effekt-Lackspray, mit dem eine rissige Oberfläche für einen trendigen Vintage-Look gestaltet werden kann – und zwar nicht nur auf Holz, sondern auch auf Metall oder Glas. Der Gegenstand muss zuvor mit einem Basislack eingesprüht werden. Sobald das Effektspray aufgetragen wird, bilden sich Risse an der Oberfläche und die Basislackierung schimmert durch.

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