DIY-Tipps

Alles dicht! Fliesen in Feuchträumen selber verlegen

Fliesen richtig abdichten, verlegen und verfugen

Foto: tinabelle/iStockphoto

Für Feuchträume wie Küche oder Bad gelten beim Verfliesen besondere Anforderungen. Da Fliesenbeläge nicht vollkommen wasserdicht sind, müssen die Bereiche um Dusche und Wanne gegen Spritzwasser abgedichtet werden. Wir zeigen, wie Sie vorgehen müssen.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Erstellen Sie einen Fliesenplan
  2. Bereiten Sie den Untergrund vor
  3. Fliesen richtig abdichten und verlegen - so geht’s!

1. Erstellen Sie einen Fliesenplan

Genaues Arbeiten ist beim Fliesenlegen ein Muss – und das beginnt schon bei der Planung. Wir verraten Ihnen die 7 wichtigsten Regeln, die Sie unbedingt kennen sollten, wenn Sie den Verlegeplan für Ihr Badezimmer oder die Küche erstellen. Das Ergebnis ist ein harmonischer und rundum schöner Fliesenspiegel.

» Richtig Fliesen verlegen: So gelingt der perfekte Fliesenplan

2. Bereiten Sie den Untergrund vor

Wände verfliesen

Bevor Sie mit dem Fliesenlegen beginnen, sollten Sie überprüfen, ob die Wand eben ist. Es gibt zwei Möglichkeiten, unebene Wände zu begradigen: Leichte Unebenheiten werden verputzt (Achtung, dies erfordert Übung!), bei größeren Unebenheiten sollten Sie Gipsplatten anbringen, um einen ebenen Untergrund herzustellen.

Wasserfeste Gipskartonplatten für Feuchträume – an der grünen Farbe zu erkennen – sind der ideale Träger für Fliesen im Bad. Sie lassen sich mit Gipsbatzen auf der Wand fixieren oder auf eine Lattung schrauben. Verspachteln Sie auch die Schraubenlöcher und Fugen.

Böden verfliesen

Wenn Sie Fliesen auf Trockenestrich verlegen wollen, benötigen Sie Produkte mit flexiblen Kunststoffbeimischungen. Auch hier müssen Sie den Untergrund vor dem Verfliesen mit einer Grundierung bestreichen.

3. Fliesen richtig abdichten und verlegen - so geht’s!

Mittelschwer
ca. 3 Tage (inkl. Trockenzeit)

Material

  • Fliesen in benötigter Menge (zu belegende Boden- oder Wandfläche vorher ausmessen. Achtung, nicht zu knapp kalkulieren!)
  • Tiefengrund
  • Dichtmasse
  • Dichtband
  • Fliesenkleber
  • Fugenmörtel

Werkzeug

  • Farbrolle
  • Kelle oder Traufel
  • Eimer, Bohrmaschine, Rührquirl
  • Zahnspachtel
  • Fliesenkreuze
  • Fliesenbrechzange, Fliesenschneidmaschine
  • Wasserwaage
  • Fugengummi/Fugenbrett, Schwamm/Schwammbrett
  • Silikonspritze, Fughilfe
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Grundieren Sie gesamte Fläche mit Tiefengrund, um die Haftung zu verbessern.

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Beginnen Sie mit den Ecken. Diese werden mit Dichtmasse bestrichen.

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Drücken Sie zusätzlich ein Eck-Dichtband in die feuchte Masse ein.

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Dann wieder mit einer Schicht Dichtmasse überstreichen.

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Ebenso wird mit den Kanten verfahren: Dichtband einlegen ...

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... und erneut überstreichen.

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Zuletzt die gesamte Fläche mit Dichtmasse streichen.

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Nach der Trocknung kann verfliest werden. Rühren Sie den Fliesenkleber mit der Bohrmaschine und dem Rührquirl an. Achtung, nicht zu viel auf einmal anrühren!

Tragen Sie etwa einen Quadratmeter Kleber mit dem Zahnspachtel auf und drücken Sie die Fliesen ins Kleberbett ein. Fliesenkreuze in den Ecken sichern den gleichmäßigen Abstand.

Fliesen richtig verlegen

In unserer Anleitung: Fliesen richtig verlegen erfahren Sie in einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie fachgerecht selber Fliesen verlegen.

Richtig verfugen

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Frühestens nach 48 Stunden kann verfugt werden. Den Fugenmörtel mit dem Fugenbrett einarbeiten. Am besten geht es, wenn das Brett diagonal zu den Fugen geführt wird.

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Nachdem eine Wand verfugt ist, die Fugen mit dem feuchten Schwammbrett säubern. Dabei wird der überschüssige Fugenmörtel abgenommen.

Fugen Sie die Übergangsfugen mit Silikon dauerelastisch aus.

Übrigens ...

Es muss nicht immer Fliese sein. Es gibt viele Materialien, die im Bad eine gute Figur machen. Putze glänzen mit individuellen Strukturen und Gläser mit exklusiver Oberfläche. Auch Stein ist eine Alternative – ob als echter Naturstein oder als Imitat.

» Statt Fliese: Putz, Glas, Stein & Co.

Alle Fotos: Knauf

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