Bad & Wellness

Wassertreten nach Kneipp für Zuhause

Holen Sie sich das Kneippbecken nach Hause!

Foto: epr/TVB Grossglockner-Zellersee/MakeArt

Wussten Sie schon, dass Sie Kneipps bewährtes Wassertreten nicht nur in der Natur, sondern auch ganz einfach selbst zu Hause durchführen können? Das bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern schützt auch wirksam gegen Erkältungen. Hier erfahren Sie, wie's geht!

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Wie wirken Kneipp-Anwendungen?
  2. Wo finde ich Kneippanlagen und Wassertretbecken?
  3. Wassertreten nach Kneipp für Zuhause
  4. Die schnelle Variante: Wechselfußbad nach Kneipp
  5. Für den Garten: Schneetreten und Tautreten

Wie wirken Kneipp-Anwendungen?

Über 150 Jahre sind Pfarrer Kneipps Lehren alt und kein bisschen überholt. Besonders wirkungsvoll sind die Kaltanwendungen. Am bekanntesten ist das beliebte Wassertreten, aber ebenso gibt es Güsse, Waschungen oder Bäder.

So wirken die Kaltanwendungen nach Kneipp:

  • Sie verbessern die Durchblutung und bekämpfen so effektiv kalte, schlecht durchblutetete Hände und Füße.
  • Sie machen widerstandsfähig gegen Stress. Anfangs produzieren die Kältereize jede Menge Stresshormone. Doch nach kurzer Zeit gewöhnt sich der Körper an den Stressreiz „Kaltwasser”. Er härtet ab, auch gegen andere Stressfaktoren, einschließlich psychischen Stress.
  • Sie stärken das Immunsystem, bereits nach der ersten Anwendung. Die Gefahr von Erkältungen und anderen Krankheiten sinkt.
  • Die Kältetherapie wirkt sich positiv auf die Psyche aus, so dass sie auch gut begleitend bei Depressionen eingesetzt werden kann.

Wassertreten durchblutet die Beine, regt den Stoffwechsel an und kräftigt die Venen. Es hilft auch bei Kopfweh und Bluthochdruck.

Wo finde ich Kneippanlagen und Wassertretbecken?

Rundum gesund: In der Kneipp-Anlage dreht sich alles um Wasser und Wellness.
Foto: epr/Bad Bramstedt/Kneipp-Anlage im Kurgebiet/©image-foto.de

Richtig stilecht ist das Kneipp'sche Wassertreten natürlich nur draußen in der Natur.

Bundesweit gibt es rund 660 Kneippvereine, bei denen Sie sich über Kneippanlagen in Ihrer Region informieren können. Außerdem gibt es insgesamt 53 staatlich anerkannte Kneippheilbäder und Kurorte, die sich der Kneipptherapie widmen.

Kneippanlagen und Wassertretbecken in Deutschland

Wassertreten nach Kneipp für Zuhause

Wer kein Kneippbecken in seiner Nähe hat oder in der kalten Jahreszeit nichts aufs Kneippen verzichten will, kann das Wassertreten auch ganz einfach zu Hause in der Badewanne durchführen.

So geht’s!

Passt die Temperatur? Dann kann's losgehen!
Foto: Unsplash

1 Badewanne vorbereiten
Füllen Sie die Badewanne eine Handbreit unter die Kniekehle mit kaltem Wasser.

2 In Storchengang marschieren
Mit warmen Füßen einsteigen und auf der Stelle im Storchengang marschieren. Dazu bei jedem Schritt ein Bein völlig aus dem Wasser ziehen und die Fußspitze etwas nach unten beugen.

Anfangs reichen 10 bis 20 Sekunden, bis ein leichtes Schmerzgefühl eintritt. Das ist das Signal zum Beenden. Bei regelmäßiger Anwendung kann es 30 bis 60 Sekunden dauern, bis das Schmerzgefühl eintritt.

3 Aufwärmen
Dann Wasser von den Füßen streifen und sich bewegen, damit sie wieder warm werden.

Die schnelle Variante: Wechselfußbad nach Kneipp

Das Wechselfußbad hilft bei Durchblutungsstörungen (beispielsweise bei chronisch kalten Füßen), Erkältung, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

So geht’s!

Tipp: Sie können die Wirkung verstärken, wenn Sie dem warmen Wasser Kräuterzusätze wie Heublumen oder Rosmarin beimischen.
Foto: Pixabay

1 Stellen Sie zwei Fußbadewannen (Sanitärgeschäft) oder große Eimer auf, in denen die Füße gut Platz haben. Den einen mit warmem Wasser (36–38° C), den anderen mit kaltem Wasser (15° C) füllen. Die Temperatur lässt sich am besten mit einem Wasserthermometer überprüfen.

2 Setzen Sie sich auf einen Stuhl, und baden Sie die Füße 5–10 Minuten im warmem Wasser. Anschließend tauchen Sie die Füße für ca. 10 Sekunden ins kalte Wasser. Fußbad zweimal im Wechsel durchführen und mit dem kalten beenden.

3 Danach Wasser abstreifen, Woll- oder Baumwollsocken anziehen und sich bewegen oder ins Bett legen.

Wirksam gegen Erkältungen: Wechselduschen nach Kneipp

Winterzeit ist Erkältungszeit. Machen Sie Ihren Körper immun gegen das lästige Leiden − mit regelmäßigen Wechselduschen nach Kneipp. Hier erfahren Sie, wie einfach das geht!

Für den Garten: Schneetreten und Tautreten

Es gibt weitere schöne Alternativen zum Wassertreten: Barfuß durch den morgendlichen Tau oder über Schnee zu laufen. Das regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung der Füße und Beine und schützt davor, krank zu werden − besonders wenn Sie leicht frieren oder unter kalten Füßen leiden. Probieren Sie es doch selbst einmal im eigenen Garten aus!

Damit das Gehen im Schnee seine positive Wirkung entfalten kann, sollten Sie auf ein paar Dinge achten:

  • Wie beim Wassertreten gehen Sie im Storchengang: Ziehen Sie also die Beine bei jedem Schritt immer gut hoch.
  • Wichtig ist, dass Ihre Füße warm sind, wenn es über den Schnee oder taufrischen Rasen geht. Gehen Sie anfangs nur kurze Runden. Mit etwas Übung können Sie bis zu drei Minuten lang Ihre Runden drehen.
  • Wenn es unangenehm kalt wird, ist es Zeit, das Schneetreten zu beenden. Jetzt heißt es schnell die Füße abrubbeln, warme Socken anziehen und in Bewegung bleiben, damit Sie nicht auskühlen.

Wichtig!

Um gesundheitliche Risiken auszuschließen, sollten Sie die Anwendungen zu Hause vorab mit Ihrem Hausarzt besprechen. Bei Harnwegsinfektionen, Blasen- und Nierenkrankheiten, Unterleibsinfektionen und schweren arteriellen Durchblutungsstörungen sollten Sie auf Kaltanwendungen im Wasser verzichten.

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