Alltagstipps

So vertreiben Sie Wespen

Tipps zum richtigen Verhalten gegen Wespen

Foto: Ralf Sturm/LBV

Kaum stehen Obstkuchen, Saft oder Eisbecher bereit, naht ungeliebter Besuch: Wespen. Doch kein Grund zur Panik. Mit folgenden Tipps können Sie sich effektiv schützen.

So halten Sie Wespen fern

Im Spätsommer sind Wespen besonders aufdringlich: Nun brauchen sie kein Eiweiß zur Aufzucht ihrer Larven mehr, sondern suchen gezielt nach Zucker und fliegen Nahrungsmittel an. Viele vermeintliche Tricks wie Kupfermünzen auf dem Tisch sind nutzlos. Fangfallen haben oft sogar einen negativen Einfluss, da sie noch mehr Tiere anlocken.

Übrigens ist Wespe nicht gleich Wespe. Lediglich zwei der in Deutschland insgesamt zwölf sozialen Wespenarten, die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, sorgen für ihren schlechten Ruf. Doch werden diese einfachen Tipps beachtet, steht einem friedlichen Nebeneinander von Mensch und Wespe nichts entgegen.

  • Decken Sie Lebensmittel und Getränke im Freien ab, und räumen Sie alle Reste nach der Grillparty sofort wieder weg.
  • Lassen Sie Kinder mit Strohhalm trinken, und wischen Sie ihnen nach dem Essen das Gesicht und die Hände ab, um die Wespen nicht anzulocken.
  • Wespen können zudem von Gerüchen wie duftendem Parfüm, Cremes und Holzmöbelpolitur angezogen werden, aber auch bunt geblümte Kleidung hat für sie ihren Reiz.
  • Halten Sie den Mülleimer und Kompost immer abgedeckt.
  • Damit Wespen nicht ungebeten in die Wohnung fliegen, helfen auch Fliegengitter an Fenstern und Türen. Die Maschenweite sollte kleiner als drei Millimeter sein. Auch eine Raumschleuse, wie zum Beispiel ein Vorhang nach der Eingangstüre, ist nützlich.

Kommen dennoch Wespen angeflogen: Ruhe bewahren! Normalerweise reagieren Wespen bei ihrer Nahrungssuche nicht aggressiv. Sie wehren sich erst, wenn sie um ihr Leben bangen. Pusten Sie die Wespe auf keinen Fall an. Das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstellung.

Geheimtipp: Halten Sie einen Blumensprüher bereit. Sobald Wespen angeflogen kommen, sprühen Sie sie mit dem Wassernebel ein. Die Wespen nehmen dann an, dass es regnet und drehen ab.

Tipps bei Stichen

Ein Wespenstich ist zwar schmerzhaft, aber nur für wenige Menschen wirklich gefährlich. Nur drei bis fünf Prozent der Bevölkerung reagieren auf Wespenstiche allergisch. Trotzdem sollten Sie den Stich zeitnah versorgen. Dabei können Sie wie folgt vorgehen:

  • Normalerweise bleibt bei Wespen der Stachel nicht stecken (anders als bei Bienen!) Wenn doch, sollten Sie den Stachel möglichst wegwischen oder wegschieben. Nicht mit Fingernägeln drücken oder mit einer Pinzette am Stachel ziehen, da sonst das restliche Gift entleert wird. Ein geringer Teil des Gifts kann auch durch sofortiges Aussaugen und Ausspucken entfernt werden.
  • Die Einstichstelle kühlen: mit einem kühlen nassen Tuch, Kühlelementen oder Eiswürfeln.
  • Um Schwellungen und Schmerzen zu lindern, helfen auch eine halbierte Zwiebel, kühlende Salben oder kurz zerkauter Spitzwegerich.
  • Experten raten zudem, Kinder frühzeitig auf eine mögliche Insektengiftallergie zu testen, da diese Allergie oft lange unerkannt bleibt.

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