Diese Pflanzen sind giftig für Hunde

Giftige Zimmerpflanzen

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Monstera, Pfeilblätter und Sukkulenten verschönern jedes Zuhause. Doch Vorsicht: Viele der grünen Mitbewohner sind giftig für Ihr Haustier. Lesen Sie hier, auf welche beliebten Zimmerpflanzen Sie als Hundebesitzer lieber verzichten sollten und welche ungiftigen Alternativen es gibt.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Giftige Zimmerpflanzen für Hunde
  2. Ungiftige Zimmerpflanzen für Hunde
  3. Sonderfall Sukkulenten

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Monstera, Wunderstrauch und Pfeilblatt − häufig sieht man die beliebten Zimmerpflanzen auch bei Tierbesitzern auf der Fensterbank. Doch das bedeutet leider nicht, dass sie ungiftig sind. Natürlich kommt es selten vor, dass der Hund sich an den dicken Blättern der Alocasia oder Efeutute vergreift − vor allem da letztere gerne in einer Ampel von der Decke baumeln − aber dennoch: Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet lieber auf giftige Zimmerpflanzen.

Diese fünf beliebten Vertreter sollen Sie lieber aus Ihrer Wohnung verbannen:

1. Monstera

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Die Monstera erlebt seit einiger Zeit einen regelrechten Hype. Kein Wunder: Die pflegeleichte Pflanze kann auch in der Wohnung bis zu drei Meter groß werden und erfreut besonders durch ihre auffälligen Blätter. Häufig sieht man auf sozialen Netzwerken Bildern von hochgewachsenen Monsteras mit Hund oder Katze daneben. Doch leider ist es nicht zu empfehlen, Hund und Monstera zusammenzubringen. Denn das Fensterblatt ist giftig.

2. Efeutute

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Sie sind aus fast keiner Wohnung wegzudenken: Efeututen. Als Hänge- oder Kletterpflanze machen sie eine besonders gute Figur und lassen sich extrem leicht vermehren. Besonders gut kommen darüber hinaus Anfänger mit ihr klar. Wer allerdings nicht mit ihr klar kommt, sind Hunde. Denn für die sind die Efeututen giftig.

3. Alocasien

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Die Alocasie (oder auch Pfeilblatt genannt) kann riesige Blätter entwickeln. Das macht sie in der Wohnung zum ganz besonderen Hingucker. Doch sind Alocasien giftig für Hunde? So schön sie auch sind, für Tierbesitzer sind sie nicht geeignet. Zwar gilt sie nicht als übermäßig giftig, dennoch sollte der geliebte Vierbeiner nicht mit dem Pflanzensaft in Berührung kommen.

4. Drachenbäume

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Der Drachenbaum ist eine der am weit verbreitetsten Zimmerpflanzen. Mit unterschiedlicher Blattfärbung und seiner eleganten Erscheinung bringt er Leben und einen Hauch Exotik ins eigene Zuhause.

Sind Drachenbäume nun giftig für Hunde? Ja, auch hier sollten Sie vorsichtig sein: Stamm, Wurzeln und Blätter enthalten giftige Stoffe. Ein erwachsener Mensch wäre davon zwar kaum beeinträchtigt, für die Tiere, die wesentlich weniger Gewicht auf die Waage bringen, ist der Verzehr allerdings giftig.

5. Wunderstrauch

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Der Wunderstrauch − auch Kroton genannt − bringt Herbstflair ins eigene Zuhause. Mit seiner rot-gelben Blattfärbung ist er wirklich ein ganz besonderes Schmuckstück. Aber Vorsicht: Der Pflanzensaft ist leider giftig. Deshalb sollten Tierbesitzer auf ihn verzichten. Übrigens wird gleiches auch oft Eltern von Kleinkindern empfohlen.

Ungiftige Zimmerpflanzen für Hunde

Wer nun denkt, Zimmerpflanzen und Haustiere passen nicht zusammen, liegt falsch. Tatsächlich sollten nur die meisten der Pflanzen aus den Tropen gemieden werden, da sie oftmals giftig sind − aber auch hier gibt es Ausnahmen. So können Sie auch als Tierbesitzer mit außergewöhnlichen und schönen Pflanzen ihr Zuhause begrünen − und das ganz ohne das Wohl Ihres Tieres zu gefährden.


Mit diesen fünf ungiftigen Zimmerpflanzen für Hunde sind Sie auf der sicheren Seite:

1. Schusterpalme

Foto: J.Fink Verlag

Die Schusterpalme ist leider nur vereinzelt in Gartencentern zu finden. Entdecken Sie eine, sollten Sie sie unbedingt mitnehmen, denn die Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse sieht nicht nur hübsch aus, sie ist auch besonders pflegeleicht und absolut ungiftig für Ihren Hund.

2. Grünlilien

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Die Grünlilie gibt es in sattem Grün, mit feiner weißer Zeichnung oder mittlerweile auch als neue Züchtung mit kräftigem Orangeanteil. Darüber hinaus lässt sich aus einer Grünlilie, dank der Vermehrung durch Kindel, ganz einfach eine neue Grünlilie ziehen. Die pflegeleichte Pflanze aus der Gattung der Spargelgewächse ist aber nicht nur für uns Menschen ein Highlight, sondern auch für die Tiere: Denn die Grünlilie ist absolut nicht giftig.

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3. Vulkanpalme

Foto: J. Fink Verlag

Die Vulkanpalme − häufig auch Hawaiipalme genannt − ist ein besonders schöner grüner Mitbewohner, der eigentlich zur Gattung der Sukkulenten gehört. Im Stamm speichert die kleine Pflanze für trockene Zeiten jede Menge Wasser und überlebt es deshalb auch mal, wenn Sie ein paar Tage verreist sind. Für Ihren vierbeinige Mitbewohner stellt sie ebenfalls keine Gefahr da, denn die exotische Schönheit ist ungiftig.

4. Calathea

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Calatheas gibt es in fast unzählbar vielen Variationen. Die Blattschmuckpflanzen kommen mit pinken, sattgrünen, weißen oder dunkelvioletten Blättern bzw. Blattzeichnungen in Ihr Zuhause. Da sie aus den Tropen kommen, haben sie häufig den Ruf, giftig zu sein. Das stimmt aber nicht! Wie alle Maranten sind sie vollkommen ungefährlich und somit ein beliebter Mitbewohner für Hundehalter.

5. Peperomia

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Die Familie der Zierpfeffer-Gewächse (Peperomia) punktet durch fast genauso viel Vielfalt wie die der Maranten. Auch hier gibt es Vertreter mit ganz unterschiedlichen Formen und Färbungen. In klein und groß, als Hängepflanze oder mit bunten Blättern mag man kaum glauben, dass sie alle zur gleichen Familie gehören. Tun sie aber. Und das Beste: Von der Vielfalt profitieren auch Tierhalter. Denn die Peperomia ist nicht giftig.

Sonderfall Sukkulenten

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Eine generelle Aussage, ob Sukkulenten für Ihren Hund giftig ist, lässt sich nur schwer treffen. Denn schließlich besteht die Familie der Sukkulenten aus unzählig vielen Vertretern. Der beliebte Bogenhanf beispielsweise ist giftig für Ihr Haustier, der Geldbaum hingegen nicht. Und beim chinesischen Geldbaum (auch als Pilea bekannt) scheiden sich die Geister. Was also tun, wenn Hund und Sukkulenten gemeinsam im Zuhause leben sollen?

  • Verzichten Sie auf Sukkulenten mit scharfen Ecken und Kanten oder Stacheln. Denn selbst wenn diese nicht giftig sind, kann Ihr Hund sich daran verletzten. Und zwar nicht nur beim Versuch, die Pflanze zu fressen, sondern auch beim Toben.
  • Wenn Sie eine Sukkulente in Ihrem Zuhause haben möchten, sollten Sie vorher prüfen, ob die Pflanze giftig ist. Informationen zu jeder Pflanze erhalten Sie in der Giftpflanzendatenbank.

Giftpflanzendatenbank: Welche Pflanzen sind giftig?

Antworten gibt es in der Giftpflanzendatenbank für Veterinärmedizin vom Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie in Zürich. Hier geht's zur Giftpflanzendatenbank »

Oder − inklusive praktischer Suchfunktion − auf der englischsprachigen Seite der American Society for the Prevention of Cruelty to Animals »

Fazit

Viele Zimmerpflanzen aus tropischen Gefilden sind kein idealer Mitbewohner, wenn Hunde im Haus sind. Aber es gibt auch unzählige Vertreter, die Sie ohne Bedenken ins Haus holen können.

Sollten Sie bereits eine giftige Pflanze im Haus haben, von der Sie sich nicht trennen wollen, sollten Sie stets darauf achten, dass Ihr Tier diese nicht erreichen kann. Hierfür eignen sich beispielsweise Blumenampeln, mit denen Sie die Pflanze an die Decke hängen können.

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