Alltagstipps

Endlich Ordnung: Aufräumen mit System

In vier Schritten richtig ausmisten

Foto: PrImageFactory-iStock

Ordnung ist das halbe Leben. Heißt es. Und doch drücken sich die meisten davor, in ihrer Wohnung klar Schiff zu machen. Mit diesen Tipps bringen Sie Schritt für Schritt Ordnung in Ihr Zuhause.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Schritt - Ausmisten
  2. Schritt - Putzen und neu organisieren
  3. Schritt - Wohin mit den aussortierten Sachen?
  4. Schritt - So bleibt es ordentlich

Schritt 1 - Ausmisten

Aller Anfang ist schwer − vor allem, wenn es ums Aufräumen geht. Schließlich warten etliche Schränke, Schubladen und Kammern darauf, von unnötigem Ballast befreit zu werden. Die Lösung: Aufräumen mit System! Dafür einfach Schritt für Schritt vorgehen und sich nicht zu viel vornehmen.
 
Dabei reicht es schon, mit einer Schublade anzufangen, und sich danach mit einem Kaffee in der Sonne zu belohnen – so überfordern Sie sich nicht. Und wenn die aufgeräumte Schublade dann auf einmal nicht mehr klemmt und man alles auf Anhieb darin findet, kommt die Motivation für das weitere Aufräumen von ganz allein. Eine Ausnahme gibt es allerdings von dieser Regel: Keller oder Dachboden sollten Sie besser als Tagesprojekt angehen.
 
Beim Aufräumen selbst ist es wichtig, Strukturen zu schaffen. Wer in jedem Zimmer immer an der gleichen Stelle anfängt − beispielsweise links von der Zimmertür – und im Uhrzeigersinn arbeitet, hat eine klare Leitlinie für den Aufräumprozess.
 
Beim Ausmisten wird die Schublade erst einmal komplett ausgeräumt, dann wird jedes Teil kritisch geprüft. Bleiben darf nur, was auch wirklich verwendet wird. Für Erinnerungsstücke gibt es künftig einen festen Platz – etwa eine Vitrine oder ein Sideboard. Alles Übrige fliegt raus oder findet eine neue praktische Verwendung. Die Muschel aus dem letzten Urlaub kann als Seifenschale dienen oder sie ziert künftig einen Bilderrahmen. Stücke, die nur einmal im Jahr Verwendung finden, beispielsweise das Festtagsgeschirr, dürfen selbstverständlich bleiben. Und nach dem Aufräumen finden sie vielleicht sogar etwas häufiger Verwendung, anstatt im Schrank auf einen besonderen Anlass zu warten.

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Schritt 2 - Putzen und neu organisieren

Aufräumen sollte immer mit Putzen verbunden werden. Denn wenn die Schubladen schon einmal leer sind, ist genau der richtige Zeitpunkt um sie einmal durchzuwischen. Und: Machen Sie einen Plan, wie Sie beziehungsweise andere Familienmitglieder die Dinge später schnell wiederfinden. Das kann beispielsweise ein Familienordner oder eine Schublade für alle wichtigen Dokumente sein.
 
Aufräumen mit System heißt aber auch, die Dinge mit System wieder einzuräumen. Also alles was häufig gebraucht wird kommt in Schubladen oder Schränken nach oben. Den Kochlöffel deshalb lieber vorne einsortieren, den Kirschenentkerner hinten.
 
Was nach dem Ausmisten bleiben darf, wird außerdem in Kategorien eingeteilt. Sprich: Alle Nähutensilien bleiben zusammen, alle CDs, alle Schuhe ... Ebenfalls praktisch: Beschriftete Vorratsbehälter sowie Kisten und Boxen, die Kleinkram dezent verschwinden lassen. Denn wo zu viel herumsteht, wirkt es schnell unordentlich.
 
Wackelkandidaten, also Stücke, bei denen man unsicher ist, ob man sie noch braucht, werden in einer separaten Kiste oder einem Extrafach im Kleiderschrank geparkt. Finden Sie in einem festgelegten Zeitraum nach dem Aufräumen keine Verwendung dafür, müssen auch sie gehen.

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Schritt 3 - Wohin mit den aussortierten Sachen?

Bei Kleidertauschpartys findet ausgemistete Kleidung neue glückliche Besitzer.
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Das befreiende Gefühl nach dem Ausmisten will sich einfach nicht einstellen? Kein Wunder, schließlich liegen die aussortierten Sachen seit Wochen im Flur. Doch wohin mit dem kaputten CD-Spieler, den gebrauchten, aber intakten Spielsachen und der fast neuen Seidenbluse, die ein paar Nummern zu groß ist?
 
Generell sollten kaputte Dinge immer sofort in den Müll wandern. Was noch gut ist, kann verschenkt oder verkauft werden – vielleicht haben ja Freunde oder Kollegen Interesse an den aussortierten, aber noch intakten Dingen. In Mehrfamilienhäusern ist auch eine „Zu verschenken”- Kiste im Hausflur eine einfache und schnelle Lösung, die immer häufiger praktiziert wird.
 
Hilfswerke, Jugend- oder Frauenhäuser freuen sich ebenfalls über Sachspenden. Wer seine aussortierten Dinge verkaufen will, für den gibt es zahlreiche Onlineplattformen wie Momox (Bücher, Computerspiele, CDs), Kleiderkreisel (Kleidung, Accessoires und Kosmetik) oder eBay-Kleinanzeigen. Allerdings sollten Sie sich von der Idee verabschieden, damit das große Geld zu machen. Sonst warten Sie vielleicht monatelang auf den passenden Käufer.

In der analogen Welt bieten sich Kleidertauschpartys, Flohmärkte oder das Verschenken unter Freunden an – beispielsweise bei einem kleinen Fest, zu dem jeder nicht mehr genutzte Kleider mitbringt. Und wer weiß: Vielleicht findet die Seidenbluse ganz schnell eine glückliche neue Besitzerin.

Schritt 4 - So bleibt es ordentlich

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Kein langes Suchen, kein Stolpern über den Kleiderberg, keine zugestopften Schubladen. Aufräumen kann wahrlich befreiend wirken. Doch kaum kehrt der Alltag ein, verschwindet die Ordnung häufig Stück für Stück wieder wie von selbst. Damit das nicht passiert, ist ein wenig Disziplin notwendig: Jeden Abend einfach zehn Minuten die Überreste des Tages wegzuräumen reicht völlig.

Mit der Zeit wird die Wohnung so mit Sicherheit ordentlich bleiben. Denn wer dabei feststellt, dass jeden Abend die Buntstifte der Kinder vom Wohnzimmertisch geräumt werden müssen, der schafft Stauraum in der Nähe des Tisches.

Um den Status quo zu erhalten, sollte außerdem nicht zu viel Neues den Weg in die eigenen vier Wände finden. Klingt einfach, bringt aber viel. Denn dazu gehören auch Kleinigkeiten wie der Gratis-Kugelschreiber aus der Apotheke oder der Schlüsselanhänger von der Tombola, die allesamt für volle Schubladen sorgen. Achten Sie mal darauf – schnell werden Sie feststellen, wie häufig Sie mit unnötigen Kleinigkeiten nach Hause kommen. Wer sich etwas Neues anschafft, sollte das bewusst tun und für jedes neue Teil ein altes wegwerfen. So überdenken Sie auch Ihren Konsum und haben am Ende nur das in Ihrem Heim, was Ihnen auch wirklich Freude bereitet.

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