Multi-Talent für Innenausbau, Möbel und Dämmung

Ökologisch renovieren: Holz

Ökologisch renovieren: Holz
Foto: Bembé Parkett

Flexibel, nachwachsend und mit guten Dämmeigenschaften ausgestattet: Holz ist das Multitalent unter den ökologischen Baustoffen. Von der Hauskonstruktion über den Innenausbau bis hin zum Möbel oder gar zur Dämmung mit Holzfaserplatten reichen die Einsatzgebiete.

Welches Holz wofür?

Jede Holzart birgt individuelle Eigenschaften und Qualitäten, die man beim Verarbeiten des Naturmaterials berücksichtigen sollte. Weichhölzer wie Tanne, Fichte oder Kiefer werden für die Konstruktion von Gebälken, Decken und Fassaden verwendet – die Hölzer sind preisgünstig, und die Optik spielt für diese Einsatzgebiete eine untergeordnete Rolle. Im Innenausbau oder im Möbelbau ist die Oberfläche hingegen meist entscheidend: rötliche Kirsche, heller Ahorn, stark strukturierter Nussbaum oder schlichte Eiche – Sie haben die Wahl.  

Holzschutz ohne Chemie 

Sobald Holz mit Wasser in Berührung kommt, sind allerdings seine inneren Werte gefragt. Buche und Ahorn sind hier ungeeignet, während Lärche, Robinie, Douglasie, Eiche oder Esche ganz gut mit Feuchtigkeit umgehen können.

Auch Tropenhölzer machen im Bad und auf der Terrasse eine gute Figur. Leider stammen sie nach wie vor oft aus Raubbau, achten Sie beim Kauf unbedingt auf das FSC-Siegel (siehe rechts).

 

Eine entsprechende Behandlung kann das Material für die Begegnung mit Feuchtigkeit oder holzzerstörenden Pilzen und Insekten rüsten.

 

Die saubere Alternative zu umstrittenen Holzschutzmitteln ist Borsalz – ein natürliches Mineral. Bei bereits befallenem Holz reicht die Behandlung mit Borsalz allerdings nicht aus. Wer hier der chemischen Holzschutz-Keule entgehen möchte, kann das Holz beispielsweise von einer Fachfirma mit Heißluft behandeln lassen.

 

Heiße Luft machen sich auch die Hersteller des sogenannten Thermoholzes zunutze. Bei Temperaturen um 200 Grad verändert sich die Zellstruktur des Baustoffs. Hölzer wie Buche werden dadurch ganz ohne Chemie so feuchteresistent wie Tropenhölzer. Die Festigkeit des Holzes leidet jedoch etwas, so dass das Verfahren für Konstruktionsholz nicht geeignet ist.

 

Bauliche Maßnahmen sind nach wie vor die beste Methode, Holz zu schützen: Weite Dachüberstände, das Vermeiden von Bodenkontakt oder eine ausreichende Hinterlüftung beispielsweise vermeiden das Durchfeuchten des Holzes.

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