Herbstlaub nützlich verwerten

Wohin mit dem Laub?

Wohin mit dem Laub?
Foto: PdM

Viele Sträucher und Gehölze tragen im Herbst ihr schönstes Kleid: die Blätter tragen Gelb, über Orangebraun bis Rottöne. Was das Herz erfreut, wird bald zum Ärgernis – wenn die ganze Pracht zu Boden flattert, ist Laubfegen angesagt. Doch wohin mit all dem Laub? Die Biotonne quillt schnell über, und wer es im Wald entsorgt, muss mit Bußgeld rechnen.

Beginnen Sie mit den Blättern auf Rasenflächen, denn Gräser bekommen unter einer Laubschicht zu wenig Sauerstoff und faulen. Wer sich das zeitaufwendige Fegen sparen möchte, kann einfach den Rasenmäher mit hoch eingestelltem Mähbalken benutzen. Die Blätter werden dabei kleingehäckselt und landen zusammen mit den Grashalmen im Fangkorb des Mähers. Das Gemisch aus Gras und Laub ist ideal für den Kompost. Auch schwer verrottbares Laub ergibt zerkleinert und mit anderen Garten- oder Küchenabfällen gemischt im Laufe des Jahres wertvolle Komposterde.

 

Ebenfalls nichts zu suchen hat das Laub im Gartenteich. Es sinkt hier zu Boden, setzt Nährstoffe frei. Das begünstigt Algenwachstum. Statt es mit dem Kescher abzufischen, können Sie einfach ein Laubschutznetz komplett übers Wasser spannen – so dass es nicht ins Wasser hängt. Nach dem Laubfall wird es wieder entfernt.

 

Wege vorm Haus oder im Garten und auch auf Terrassen sollten grundsätzlich laubfrei gehalten werden. Unter Umständen kommt es zu einem rutschigen Belag, der für Besucher und die Gartenbesitzer selbst zur Gefahr wird.

 

Tipp: Lassen Sie an einer windgeschützten Stelle im Garten einen Laubhaufen liegen, er ist ein ideales Winterquartier für nützliche Kleintiere.

Laub im Garten nutzen

Laub spielt im ökologischen Zyklus eine wichtige Rolle und kann daher im Garten als wertvoller Rohstoff genutzt werden: Zwischen Stauden (wenige cm hoch) und unter Gehölzen (bis 15 cm hoch) können Sie die Blätter direkt liegen lassen. Der Deckmantel schützt die Pflanzen vor starker Kälte. Auf abgeernteten Gemüsebeeten schützt eine Laubschicht den Boden und trägt zur Humusanreicherung bei. Sie können eine niedrige Umzäunung anbringen, damit das Laub an Ort und Stelle bleibt – oder es mit Tannen- oder Fichtenreisig beschweren.

 

Tipp: Zum Schutz vor Kälte und zur Humusanreicherung eignet sich das Laub aller Bäume außer von Walnuss, Eiche, Kastanie oder Pappel. Denn letztere verrotten sehr langsam.

Gemeinde regelt die Laubentsorgung

Und wohin mit dem restlichen Laub? Die Biotonne ist oftmals zu klein und im Hausmüll hat es nichts zu suchen.

 

Die Kommunen regeln die Entsorgung sehr unterschiedlich. Manche Gemeinden verleihen zusätzliche Biotonnen oder bieten (teils kostenpflichtig) Grüngutsäcke an, die von der Müllabfuhr mitgenommen werden. Andernorts müssen Gartenbesitzer ihr Herbstlaub selbst zum Wertstoffhof oder zur Grüngutsammlung bringen.

 

Aber Achtung: Die Blätter selbst zu verbrennen, ist vielerorts verboten oder unterliegt strikten Auflagen. Auch die Entsorgung im Wald ist keine Alternative, denn sie gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet.

 

Tipp: Wie die geltenden Regeln bei Ihnen vor Ort sind, erfahren Sie durch eine kurze Internet-Recherche. Die meisten Kommunen zeigen auf Ihrer Homepage unter dem Stichwort „Grüngut“ auf, was zu tun ist.

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