Mitwachsende Häuser: Modular Bauen

Das Haus in Modulen planen

Foto: Weber-Haus

Mitwachsend bauen heißt: flexibel oder modular bauen für jetzt und für später. Denn wer weiß schon mit 30, was mit 50 sein wird? Wird aus dem Single mal ein Paar, mit Einzelkind oder mehreren Kindern? Braucht man in Zukunft Platz für eine Patchwork-Familie oder für die Eltern oder Großeltern?

Mit einer geschickten Planung kann heute schon für später gebaut werden – egal, ob das Budget üppig bemessen ist oder gerade mal für die „Starter-Lösung” reicht. Wir stellen einige flexible Hauskonzepte vor.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Klein anfangen – groß ausbauen
  2. Eingeschossig anfangen – nach oben wachsen
  3. Groß einsteigen – flexibel nutzen

Klein anfangen – groß ausbauen

  • Voraussetzung für dieses Konzept ist ein genügend großes Grundstück, das Raum für Erweiterungen bietet.
  • Platzieren Sie das kleine Starter-Haus auf dem Grundstück so, dass spätere Anbauten problemlos in das zulässige Baufenster passen und harmonisch angegliedert werden können.
  • Um keine „Zufalls-Architektur” zu bekommen, sollten Sie gleich in Modulen planen.

Fertighaushersteller wie Weber-Haus mit „Growin'up” (siehe Bild oben) bieten modulare Konzepte an, bei denen an ein Basismodul Zimmer, Bäder und Terrassen oder auch „Einlieger”-Module angedockt werden können.

Das Basismodul beinhaltet mindestens den Wohn-/Ess- und Kochbereich, ein Bad sowie ein Schlafzimmer. Achten Sie bei der Planung vor allem darauf, dass die Schnittstellen zu den Anbaumodulen stimmen: Die Lage von Treppen, Fluren und Türen sollte auf die nachträgliche Erschließung zusätzlicher Baukörper abgestimmt sein. Installationen sollten sich ohne großen Aufwand weiterziehen lassen.

Ein originelles Konzept für ganz mobile Zeitgenossen ist „Flexible Home”. Wer aus beruflichen Gründen mehr Platz braucht, stellt sich den Wohnwürfel als Büro in den Garten. Das Modul bietet Raumkomfort mit separatem Zugang und ist sogar "umziehbar".
Foto: Griffner-Haus

Familien sollten beim Hausbau vorausschauend und flexibel bauen, um den Bedürfnissen der Familie auch später noch gerecht werden zu können. Denn Familiensituationen ändern sich, beispielsweise wenn die Kinder älter werden oder ausziehen. Einen Hausgrundriss planen: Die besten Tipps für Familien

Eingeschossig anfangen – nach oben wachsen

Flachdachbauten eignen sich als Basis für Singles und Paare besonders gut. Sie erlauben nicht nur Erweiterungen nach rechts und links, sondern auch nach oben – ohne zusätzlichen Grundstücksverbrauch.

Von diesem Vorteil profitieren Bauherren, die sich für einen Bungalow entscheiden. Sie genießen zunächst das komfortable und großzügige Wohnen auf einer Ebene. Und wenn nicht baurechtliche Bestimmungen dagegen sprechen, lässt sich die Fläche ohne große Eingriffe in die bestehende Wohnung mit einem zweiten Geschoss verdoppeln.

Ausbauhäuser sind oft genau nach diesem Konzept gebaut: Das Erdgeschoss ist eine komplette Wohneinheit, das Dachgeschoss zum späteren Innenausbau vorbereitet.

Groß einsteigen – flexibel nutzen

Wenn das Baubudget reicht, um gleich in die Vollen zu gehen, dann können verschiedene Zukunftsoptionen vorausschauend geplant werden. So kann beispielsweise eine Einliegerwohnung so angeordnet werden, dass sie später – wenn die Kinder erwachsen werden und eine eigene Wohneinheit beanspruchen – leicht in die Hauptwohnung integriert werden kann. So wird aus einer vermieteten Einheit ein Mehr-Generationen-Haus. Bis es soweit ist, unterstützen die Mieteinnahmen aus der Einliegerwohnung die Finanzierung des Hauses.

Um ein Mehrgenerationenhaus zu bauen, braucht man viel Platz und Geld. Familie Kaimer konnte dank Eigenleistungen einiges an Kosten sparen: Mehrgenerationenhaus im Selbstbau − ein Erfahrungsbericht.

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