Mein Weg ins Eigenheim - Praxisbeispiele

Restgrundstück clever genutzt: Anbau auf kleinster Fläche

Urbane Nachverdichtung in Frankfurt am Main

Foto: Hans Drexler

Der Trend, in der Stadt leben zu wollen, hält unvermindert an. Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen, Freizeit- und Kulturangebote sind schnell zu erreichen und bieten Singles wie Familien viele neue Möglichkeiten und Freiräume.

Doch der Städteboom hat auch Nachteile: Wohnraum wird immer knapper und teurer. Ungewöhnliche Lösungen sind gefragt, mit denen urbane Platzreserven und Restgründstücke genutzt werden können.

Video: Hans Drexler führt durch sein Frankfurter Stadthaus

In diesem Video führt Architekt Hans Drexler durch sein ungewöhnliches Stadthaus, das er bereits 2008 in Frankfurt am Main realisierte und das heute immer noch als Paradebeispiel für innerstädtische Lückenfüller gilt.

Erleben Sie, wie spannend und einfallsreich vertikales Wohnen auf kleiner Fläche sein kann. Auf nur 29 Quadratmetern Grundfläche hat sich Architekt Hans Drexler diesen Traum auf einem solchen Restgrundstück erfüllt.

Kleines Grundstück − großer Gewinn

Bereits 2010 stellten wir in Mein EigenHeim das „exotische“ Haus in einer Wohnreportage vor. Nach Drexlers Schätzung gibt es heute allein in Frankfurt rund 12.000 solcher und ähnlicher Restgrundstücke, auf denen so dringend benötigter Wohnraum entstehen könnte. Die Gesetzgebung hat dahingehend reagiert, dass seit 2017 nicht nur 60 sondern 80 Prozent eines innerstädtischen Grundstücks bebaut werden dürfen.

Überall in Deutschland gibt es bereits Beispiele, die zeigen, wie kreativ Bauherren, Baugruppen und Planer mit der Herausforderung „Stadt neu bauen“ umgehen: von der Aufstockung bereits bestehender Wohngebäude über die Lückenbebauung von Restgrundstücken bis zur Reaktivierung brachliegender Industriedenkmale.

Das Konzept vom vertikalen Wohnen wird über verglaste Decken gelöst, die etagenübergreifende Durchblicke ermöglichen. Große Fensterflächen erweitern die Wohnfläche optisch in den Stadtraum.
Foto: Hans Drexler

Platzreserven nutzen: Noch ein Beispiel

Viel Platz auf kleinster Fläche: Eine Baufamilie erfüllte sich diesen Traum auf einem extrem schmalen und schwierig geschnittenen, trapezförmigen Reiheneckhaus-Baugrundstück. Zur Haus-Reportage: »Schmales Reiheneckhaus für Zwei auf kleinster Fläche

Prototyp für nachhaltiges Bauen in der Stadt

Große Architektur auf kleinster Fläche: Als schmaler Anbau schmiegt sich das Wohn- und Geschäftshaus an ein bestehendes Mehrfamilienhaus im angesagten innerstädtischen Brückenviertel. Auf nur 29 Quadratmeter Grundfläche konnten auf diese Weise 145 Quadratmeter neue Wohn- und Arbeitsfläche verteilt auf fünf Geschosse geschaffen werden – Dachterrasse inklusive. Die beiden unteren Etagen nutzt Drexler als Architekturbüro, darüber wohnt die vierköpfige Familie auf langen, schmalen, sich verzahnenden Wohnbereichen.

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützte Passivhaus ist übrigens Hessens erstes fünfgeschossiges Gebäude in Holzbauweise. Außerdem nutzte Drexler als Mitarbeiter der TU Darmstadt das Bauwerk als Prototyp und Forschungsprojekt für nachhaltiges Bauen.

„Dass man im Laufe des Tages immer wieder die Wohnebenen wechselt, hat unser Leben sehr bereichert“, sagen Hans Drexler und Kathi Kaeppel – hier mit den Söhnen Levi und Hans Konrad.
Foto: Hans Drexler

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