Mein Weg ins Eigenheim - Planen

Ablauf eines Immobilienkaufs: Schritt für Schritt ins Eigenheim

Von der Immobiliensuche bis zum Kaufvertrag

Foto: Wüstenrot

Eine Immobilie kaufen - das dürfte für die wenigsten zur Routine gehören. Doch wie ist eigentlich der richtige Ablauf bei einem Haus- oder Wohnungskauf? Damit Sie auf dem Weg in Ihr Traumhaus nicht auf Umwege geraten, hier die wichtigsten Schritte im Überblick: von der Immobiliensuche über die Finanzierung bis zum Notartermin.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Kassensturz
  2. Immobiliensuche
  3. Die Entscheidung
  4. Finanzierungen prüfen
  5. Finanzierungszusage
  6. Notartermin
  7. Darlehensvertrag

1. Kassensturz

Prüfen Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten. Was ist an Eigenkapital vorhanden? Mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten sollten aus Eigenmitteln bezahlt werden können.

Zu den Gesamtkosten zählen neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- oder Maklergebühren. Und: Bei Gebrauchtimmobilien Renovierungs- oder Sanierungskosten einkalkulieren! Von der Höhe des Eigenkapitals hängt dann die benötigte Darlehenssumme ab und damit auch die Höhe der monatlichen Raten.

Wichtig: Schätzen Sie realistisch ein, was Sie dauerhaft monatlich leisten können. Auch für Urlaube und Unvorhergesehenes wie Reparaturen sollte ein finanzieller Puffer vorhanden sein.

Welche Immobilie kann ich mir leisten?

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In unserem Ratgeber Haus oder Wohnung richtig finanzieren erfahren Sie, wie Sie eine solide Finanzierung planen, die Sie auch langfristig noch bequem bezahlen können.

Außerdem erhalten Sie die Antwort auf die Frage: Wie teuer darf meine Traumimmobilie überhaupt werden?

2. Immobiliensuche

Die Festlegung eines finanziellen Rahmens hilft Ihnen bei der Immobiliensuche, denn viele Angebote können Sie so schon von Anfang an ausschließen. Konzentrieren Sie sich auf die Immobilien, die Sie sich auch leisten können.

Besichtigen Sie viele Objekte, um ein Gespür für den Markt zu bekommen. Berücksichtigen Sie alle Aspekte wie Renovierungsbedarf, Um- und Ausbaumöglichkeiten oder die Infrastruktur vor Ort.

Wie möchten Sie leben?

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Träumen Sie von einem freistehenden Einfamilienhaus auf dem Land oder zieht es Sie eher zur zentral gelegenen Eigentumswohnung? Unser Wohnformen-Check zeigt die Vor- und Nachteile auf.

Neubau oder Altbau? Eine Bestandsimmobilie kann deutlich günstiger sein als ein Neubau. Andererseits entpuppt sich ein vermeintliches Schnäppchen oft als Sanierungsfalle. Unser Ratgeber Neu bauen oder gebraucht kaufen? nennt Bewertungskriterien, die Sie bei der Entscheidung für Neubau oder Altbau zu Grunde legen sollten.

Das Eigenheim bauen. Wenn Sie neu bauen möchten, sollten Sie Angebote verschiedener Bauträger einholen und auf eine detaillierte Kalkulation achten. Bei knappen Budgets können Baunebenkosten manchmal die Finanzierung sprengen - dann nämlich, wenn bezahlt werden muss, womit keiner gerechnet hat. Mit unserer Übersicht Baunebenkosten - all inklusive? kommen Sie ihnen auf die Spur.

Das passende Grundstück finden. Welche Auswahlkriterien bei der Grundstückssuche wichtig sind, erfahren Sie in unserem Beitrag Bauland: Das passende Grundstück für Ihr Haus. Neben Lage und Preis zählen dazu auch die Bodenbeschaffenheit und Bebaubarkeit. Wer darauf achtet, stellt die Weichen für sein Wunschhaus richtig und vermeidet, in unerwartete Kostenfallen zu stolpern.

Die Wüstenrot Bausparkasse gibt außerdem einen hilfreichen Überblick über Haus- und Grundstückspreise, Bauphasen und Einsparmöglichkeiten, Energiekosten und Wertbeständigkeit:

Planung und Preise auf einen Blick.

Das eigene Haus bauen.

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Wenn Sie den Kauf einer Eigentumswohnung planen, sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie nicht nur Eigentum erwerben, sondern automatisch auch Mitglied einer Gemeinschaft werden. Daraus ergeben sich verschiedene Rechte und Pflichten, die Sie bei Ihrer Finanzierungsplanung berücksichtigen sollten. Hier erfahren Sie, welche Punkte wichtig sind: » Eine Wohnung kaufen: Was muss ich beachten?

3. Die Entscheidung

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Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden? Besichtigen Sie sie nochmals gründlich, eventuell mit Fachleuten.

Wer Mängel beim Kauf einer Bestandsimmobilie nicht erkennt und voreilig den Kaufvertrag unterzeichnet, hat das Nachsehen. Legen Sie daher viel Wert auf die Besichtigung. In unserem Ratgeber Bestandsimmobilien besichtigen und beurteilen erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie den tatsächlichen Marktwert einer Immobilie ermitteln.

Wenn Sie sich mit dem Verkäufer über den Kaufpreis handelseinig geworden sind, geht die Finanzierung in die konkrete Phase.

4. Finanzierungen prüfen

Fordern Sie jetzt verschiedene Finanzierungsangebote an. Das passende Finanzierungskonzept enthält Bausteine wie Bauspar- und Annuitätendarlehen. Bei letzteren ist die Laufzeit der Zinsfestschreibung wichtig. Eventuell kommen Darlehen der KfW oder bundeslandspezifische Förderungen für Sie in Frage. Jede gute Finanzierung ist das Ergebnis einer individuellen Planung und Beratung.

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Verschaffen Sie sich einen Überblick über die staatlichen Fördergelder, wie Baukindergeld, KfW/BAFA-Fördermittel, Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage oder Wohn-Riester.

Aktuell besonders beliebt: das Baukindergeld. Hier sollten Sie schnell zugreifen, solange es noch verfügbar ist - die Fördertöpfe sind begrenzt.

Die Wüstenrot Bausparkasse berät Sie ebenfalls über Fördermöglichkeiten und entwickelt individuelle Konzepte für Ihr Projekt.

Günstige Konditionen sichern.

Mit einer soliden Baufinanzierung in die eigenen vier Wände.

5. Finanzierungszusage

Noch vor dem Notartermin muss für den Darlehensvertrag alles vorbereitet sein und eine verbindliche Finanzierungszusage vorliegen. Damit belegen Sie beim Notar, dass die Finanzierung gesichert ist. Vor allem aber haben Sie selbst Gewissheit, dass die finanzielle Seite des Immobilienkaufs in trockenen Tüchern ist.

6. Notartermin

Notartermin
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Der Notar begleitet Sie vom Kaufvertragsentwurf bis zur endgültigen Eintragung im Grundbuch. Der Höhepunkt ist der Notartermin: An diesem Tag wird der Kauf rechtskräftig. Wir informieren, worauf Sie besonders achten sollten.

Der Kaufvertrag wird beim Notar unterschrieben. Den Entwurf des Kaufvertrags sollten Sie vorab gründlich durcharbeiten.

7. Darlehensvertrag

Jetzt unterzeichnen Sie den Darlehensvertrag bei der Bank. Die Bank lässt als Sicherheit eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen. Das Darlehen wird dann zum vereinbarten Termin ausgezahlt, sodass der Kaufpreis beglichen werden kann – und die Wunschimmobilie Ihnen gehört.

Ab wann gehört mir die Immobilie?

  1. Phase: Unterschreiben des Kaufvertrages: Der Verkäufer hat sich zwar über den Eigentumsübergang mit dem Käufer geeinigt, ist aber noch immer der Besitzer und Eigentümer der Immobilie.
  2. Phase: Nach der Zahlung: Der Käufer gilt rechtlich als Besitzer der Immobilie, während der Verkäufer noch immer der Eigentümer ist.
  3. Phase: Eintragung im Grundbuch: Erst wenn die Immobilie im Grundbuch auf den Käufer umgeschrieben würde, ist der Käufer sowohl der Eigentümer und Besitzer der Immobilie.

Die entscheidende Rolle beim Kauf einer Immobilie spielt somit das Grundbuch. Nachdem die Eintragung erfolgt ist, darf sich der Käufer endlich Eigentümer einer Immobilie nennen.

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