Modernisierungsplanung

Studie: Wie effizient sind Energiesparhäuser wirklich?

Wohnhäuser im Praxistest

Foto: BDH

Energiesparend bauen und sanieren lohnt sich! Eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) hat die tatsächlichen Einsparungen von Energiesparhäusern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch von sanierten Häusern und effizienten Neubauten liegt mindestens 60 Prozent unter dem von Durchschnittshäusern.

121 Häuser im Praxistest

Energieeffiziente Alt- und Neubauten entlasten nicht nur das Klima und erhöhen den Wohnkomfort, sondern senken auch die Energiekosten für die Bewohner. "Wer bisher noch Zweifel an der Wirksamkeit von Energieeffizienzmaßnahmen hatte, kann jetzt beruhigt seine Baupläne angehen. Unsere Studie beweist, wie viel energieeffiziente Wohnhäuser zur Reduzierung von Treibhausgasen und Energiekosten tatsächlich beitragen", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Die erhobenen Daten für die Studie stammen zum größten Teil von Neubauten und Sanierungen, die seit 2006 in üblicher Baupraxis entstanden sind. Die 121 untersuchten Effizienzhäuser umfassen neue und sanierte Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser – alle haben eine gute Dämmung und eine effiziente Anlagentechnik.

Neben Verbrauchsabrechnungen wurden auch Eigentümerangaben zu Nutzung und Zustand eines Hauses analysiert. Bei den neu gebauten oder sanierten Wohnhäusern, die mit Öl, Gas, Fernwärme oder Holz beheizt werden, hat der Praxistest einen Endenergieverbrauch ergeben, der um rund 60 Prozent unter dem Durchschnitt liegt.

Bei Gebäuden, die mit Strom beheizt werden, liegt die Einsparung sogar bei 90 Prozent. Neben dem Energieträger hängt die Höhe des Energieverbrauchs laut der dena-Studie vom Niveau der Gebäudedämmung und der Heizung sowie vom Nutzerverhalten ab.

Ziel der Bundesregierung für die Energiewende realisierbar

Als Bezugsgröße für die Studie wurde der durchschnittliche Energieverbrauch im Jahr 2008 gewählt – dem Vergleichsjahr für die Energiewende-Ziele der Bundesregierung. In diesem Jahr lag der jährliche Endenergieverbrauch durchschnittliche bei ca. 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche. Die sanierten und neu errichteten Gebäude verbrauchen dagegen nur ca. 50 bis 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr.

Ein Energiewende-Ziel der Bundesregierung sieht vor, den Primärenergiebedarf von Gebäuden bis 2050 um 80 Prozent zu senken. Die dena-Studie beweist, dass dieses Ziel realisierbar ist.

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