Gesund wohnen

Übersicht: Teppiche aus Naturfasern

Wolle, Bambus, Mais und Hanf

Foto: Kibek

Wolle, Bambus, Mais und Hanf – aus Naturfasern aller Art werden schöne Teppiche gemacht. Hier finden Sie Beispiele, Produktideen und nützliche Infos zu den wohngesunden Materialien.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Teppiche aus Schafwolle
  2. Teppiche aus Mais, Bambus und Hanf
  3. Teppiche aus Papier

Teppiche aus Schafwolle

Teppich aus Hanf und Schafschurwolle
Robuster Hanf ist hier mit reiner Schafschurwolle gemischt. Teppich „Kanabo“, 70 x 140 cm, zirka 80 Euro.
Foto: Grüne Erde

Schafwolle ist unschlagbar, was die Feuchtigkeitsregulierung angeht. Bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts kann sie an Wasser aufnehmen, ohne dabei feucht zu wirken – die Feuchtigkeit gibt sie nach und nach wieder ab. Diese Regulation tut dem Raumklima sehr gut. Weiterer Vorteil der Wolle: Das im Garn enthaltene Lanolin bildet einen sehr wirkungsvollen Schutz gegen Verschmutzungen.

Wermutstropfen bei den Teppichböden aus tierischen Fasern ist ihre Behandlung mit dem Mottenschutzmittel Permethrin. Um die bekanntesten Qualitätssiegel zu bekommen, ist diese Ausstattung für die Hersteller sogar Pflicht. Bei sachgemäßer Konzentration zeigt sich der Wirkstoff für Menschen vollkommen ungefährlich – so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts der Universität Düsseldorf. Das Mottenschutzmittel ist an die Teppichfaser gebunden und gast nicht aus.

Wer dennoch skeptisch ist, findet bei manchen Herstellern auch unbehandelte Teppiche – läuft damit aber Gefahr, dass sich irgendwann die gefräßigen Tierchen einnisten.

Tierhaare haben den größten Anteil unter den Naturfaserprodukten. Es gibt aber zahlreiche interessante Alternativen.

Teppiche aus Mais, Bambus und Hanf

Teppich aus Maisfasern
Dass Teppichböden aus natürlichen Rohstoffen nicht nur in gedeckten Farben angeboten werden, beweist dieses Exemplar mit Maisfasern. Ab 49,90 Euro/m2.
Foto: Joka
  • Teppiche aus Maisstärke haben beispielsweise in den USA Tradition. Mittlerweile finden sich auch bei uns einige Anbieter – kein Wunder, denn die Fasern sind robust und von Natur aus schmutzabweisend. Um ein hundertprozentiges Naturprodukt handelt es sich bei den Maisteppichen allerdings nicht. Um die Stabilität zu gewährleisten, muss ein gewisser Anteil Synthetikfaser beigemischt werden.
Teppiche mit Bambusfasern
Teppiche mit Bambusfasern haben einen ganz besonderen Glanz und eine lebhafte Struktur. „Deluxe Bamboo“, ab zirka 52 Euro/m2.
Foto: Joka
  • Auch bei den Belägen aus Bambusfasern findet sich ein solcher Materialmix. Ihre Fasern zeichnen sich durch einen feinen Glanz aus – was ihnen einen luxuriösen Seidenlook verleiht.
  • Hanf zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Seine Fasern sind vor allem aufgrund ihrer Langlebigkeit und Schädlingsresistenz ein guter Rohstoff für Teppiche. Richtig angebaut, kann bei der Produktion sogar auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet werden – rundum ökologisch.

Teppiche aus Papier

Teppiche aus Papier und Baumwolle
Teppiche aus Papier und Baumwolle erinnern an japanische Interieurs – kommen aber aus Finnland. 90 x 200 cm, 387 Euro/m2.
Foto: Woodnotes

Ganz ungewöhnlich sind Teppiche aus Papier, gemischt mit Baumwolle, die in Finnland ihren Ursprung haben. Das Material zeigt sich in den gewebten Teppichen widerstandsfähiger, als man es vermuten mag. Der Belag kann sogar mit etwas Wasser gereinigt werden – für sehr beanspruchte Bereiche ist er allerdings nicht zu empfehlen. Wer hier, beispielsweise im Eingangsbereich, auf Naturfasern setzen möchte, ist mit Kokos oder Sisal gut beraten. Die Fasern sind sehr stabil, allerdings auch rau und spröde – Feuchtigkeit mögen sie nicht.

Tufting-Verfahren bei Teppichböden
Am weitesten verbreitet sind Teppichböden, die im sogenannten Tufting-Verfahren hergestellt werden. Je nachdem, ob die Fäden dabei geschlossen bleiben oder aufgeschnitten werden, unterscheidet man Schlingenware (Bouclé) oder Schnittflor (Velours).

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