Wallbox-Förderung: Alle Zuschüsse auf einem Blick

Geld sparen beim Kauf einer Ladestation fürs E-Auto

Foto: epr/E.ON

Wer sich ein Elektroauto zulegt, kann sich über satte staatliche Kaufprämien freuen. Und auch beim Kauf der dazugehörigen Ladestation, der Wallbox, können Sie viel Geld sparen. So bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab November 2020 einen neuen Zuschuss an, bei dem Sie für Ihre Wallbox 900 Euro geschenkt bekommen − vorausgesetzt, Sie erfüllen die Förderkriterien. Auch die Bundesländer, Kommunen und Energieversorger bieten eigene Förderprogramme an, mit denen Sie bis zu 2.500 Euro für die Installation einer Ladestation erhalten.

Hier finden Sie die Wallbox-Förderung für Privatpersonen im Überblick: vom neuen KfW-Zuschuss bis zu den regionalen Förderprogrammen in den einzelnen Bundesländern.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Neuer KfW-Zuschuss: Wallbox-Förderung für Privatleute
  2. Regionale Wallbox-Förderung: Bundesländer und Kommunen
  3. Wallbox-Förderung durch die Energieversorger

1. Neuer KfW-Zuschuss: Wallbox-Förderung für Privatleute

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet ab 24.11.2020 den neuen Zuschuss „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (440) an, bei dem Sie unter bestimmten Voraussetzungen für Ihre neue Ladestation 900 Euro geschenkt bekommen.

Wallbox Ladestation der Garage
Die Wallbox oder Ladesäule sollte sich in einer privaten Garage oder auf einem Stellplatz befinden, der zu einem Wohnhaus gehört und nur privat zugänglich ist.
Foto: Ford

Wer bekommt den Zuschuss?

Den KfW-Zuschuss bekommen Privatleute – und zwar ganz gleich, ob Eigentümer, Mieter, Vermieter oder Wohnungseigentümer-Gemeinschaften. Öffentliche Ladestationen werden nicht gefördert.

Achtung, nicht jede Ladestation ist förderfähig. Sie muss diese Voraussetzungen erfüllen:

  1. Für Ihre Ladestation nutzen Sie ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien – zum Beispiel direkt aus der eigenen Photovoltaikanlage oder über Ihren Energieversorger.
  2. Es handelt sich um eine Ladestation mit 11 kw Ladeleistung.
  3. Die Ladestation muss intelligent und steuerbar sein.

Auf der KfW-Website wird ab November 2020 eine Liste der geförderten Ladestationen veröffentlicht.

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Foto: Marc Osborne/iStock

Wie hoch ist der Zuschuss?

Pro Ladestation erhalten Sie einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 900 Euro – vorausgesetzt, Ihre Gesamtkosten betragen mindestens 900 Euro, sonst bekommen Sie kein Geld. 900 Euro kommen aber schnell zusammen, denn auf die Gesamtkosten dürfen Sie nicht nur den Kaufpreis der Wallbox, sondern auch die Kosten für den Aufbau und Anschluss der Anlage anrechnen.

Wie viel kostet eine Wallbox?

Der ADAC hat im Heim-Ladestationen-Test 2019 auch die durchschnittlichen Kosten einer Wallbox ermittelt. Demnach kostet eine Wallbox für Zuhause je nach Ladeleistung und Ausstattung zwischen 500 und 2.500 Euro.

Dazu kommen Kosten für die Installation. Denn eine Ladestation dürfen nur Elektrofachleute montieren und in Betrieb nehmen. Sie sorgen dafür, dass die heimische Elektroinstallation vor Überlastung geschützt wird. Unter Umständen sind für die gesicherte separate Stromleitung, die an die Hausinstallation angeschlossen wird, auch Wanddurchbrüche oder Erdarbeiten nötig, die ebenfalls Mehrkosten verursachen.

Wo kann ich den Zuschuss beantragen?

Der Zuschuss kann ab dem 24.11.2020 über das KfW-Zuschussportal beantragt werden. Wichtig: Erst die Förderung beantragen, dann erst die Wallbox bestellen – sonst bekommen Sie die Prämie nicht.

2. Regionale Wallbox-Förderung: Bundesländer und Kommunen

Ob oder wieviel Fördergelder Sie für Ihre Wallbox erhalten, wird in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt.
Foto: Ford

Neben dem KfW-Zuschuss bieten auch die Bundesländer sowie viele Städte und Gemeinden eine eigene Wallbox-Förderung an − und die lohnt sich sogar oft noch mehr als der KfW-Zuschuss. Kombinieren kann man die Förderungen leider nicht.

Achtung, auch hier gilt: Erst Kostenvoranschlag einholen, dann den Förderantrag ausfüllen, dann bestellen.

Förderung von Ladestationen in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Mit dem Programm ElektroMobilität NRW wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur intensiv vorangetrieben. Gefördert wird die Installation von Ladestationen von Privatleuten, Unternehmen und Kommunen.

  • Bis Ende November 2020 gelten extra erhöhte Förderquoten: Bei Privatleuten werden 60% der förderfähigen Ausgaben bis zu einer Höhe von 2.000 Euro pro Ladestation (Wallbox oder Ladesäule) erstattet, für Unternehmen und Kommunen gelten noch höhere Fördersätze. Handelt es sich um steuerbare Ladeinfrastruktur, erhöht sich die maximale Fördersumme um weitere 1.500 Euro.
  • Ab Dezember 2020 läuft das Förderprogramm ganz normal weiter, die Förderquoten sinken dann bei Privatleuten wieder auf eine Förderquote von 50% (statt 60%) bzw. 1.000 (statt 2.000) Euro Fördersumme pro Wallbox (3.000 Euro für eine Ladesäule).

Förderung von Ladestationen in Baden-Württemberg

Mit dem Zuschuss Charge@BW fördert die L-Bank den Anschluss privater und öffentlicher Ladestation in Baden-Württemberg, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Pro Wallbox oder Ladesäule können Sie einen Zuschuss in Höhe von bis zu 2.500 Euro erhalten.

Förderung von Ladestationen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein unterstützt die Anschaffung einer Wallbox ab 11 kW Ladeleistung mit 400 Euro. Weitere 400 Euro gibt es für Installation und Anschluss. Insgesamt erhalten Sie also bis zu 800 Euro.

Und in den übrigen Bundesländern?

Die Landesregierung in Bayern fördert momentan nur öffentliche, aber keine privaten Ladesäulen.

Hamburg, Hessen und Thüringen gewähren Zuschüsse für den Anschluss von Ladestationen bei Unternehmen oder Vereinen. Das Förderprogramm Stromspeicher mit Ladestation von Sachsen wurde momentan auf Eis gelegt, soll aber voraussichtlich Ende 2020 fortgeführt werden.

Tipp

Auch wenn Ihre Landesregierung keine eigene Wallbox-Förderung anbietet, informieren Sie sich auch in Ihrer Stadt oder Kommune. Die Städte Düsseldorf, München, Winsen (Luhe) und Hannover sowie der Landkreis Marburg-Biedenkopf fördern beispielsweise die Installation von Ladestationen mit einem Zuschuss.

Wallbox-Förderung durch die Energieversorger

Viele Energieversorger bieten spezielle Förderprogramme an, mit denen Sie den Kauf einer Wallbox mit einem Zuschuss fördern. Hier eine Übersicht:

Baden-Württemberg

  • Stadtwerke Karlsruhe
  • Stadtwerke Rastatt
  • Stadtwerke Sigmaringen
    Technische Werke Schussental
  • Thüga Energie

Bayern

  • Infra Fürth
  • N-Energie
  • Stadtwerke Dachau

Brandenburg

  • EMB Brandenburg
  • Stadtwerke Schwedt

Hessen

  • Maingau Energie
  • RhönEnergie Fulda
  • Stadtwerke Marburg

Niedersachsen

  • EVI Hildesheim
  • Energiewerke Isernhagen
  • Osterholzer Stadtwerke

Rheinland-Pfalz

  • Entega
  • Mainzer Stadtwerke
  • Stadtwerke Kaiserslauten

NRW

  • Energie- und Wasserversorgung Bünde
  • Enni
  • EWV
  • Mark-E
  • Siegener Versorgungsbetriebe
  • Stadtwerke Aachen (STAWAG)
  • Stadtwerke Bad Salzuflen
  • Stadtwerke Castrop-Rauxel
  • Stadtwerke Coesfeld
  • Stadtwerke Detmold
  • Stadtwerke Dinslaken
  • Stadtwerke Lüdenscheid
  • Stadtwerke Lünen
  • Stadtwerke Remscheid
  • Stadtwerke Solingen
  • Stadtwerke Steinfurt
  • T.W.O.
  • Westfalica
  • Wuppertaler Stadtwerke

Mecklenburg-Vorpommern

  • Stadtwerke Schwerin
  • Stadtwerke Stralsund

Saarland

  • Stadtwerke St. Ingbert

Thüringen

  • Stadtwerke Jena

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In Deutschland gibt es über 6.000 Förderprogramme allein für energetisches Sanieren. Da fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Einen Fördergeld-Service bietet beispielsweise die Bausparkasse Wüstenrot. Hier werden alle Fördermöglichkeiten zum geplanten Sanierungsvorhaben ermittelt und Optimierungsvorschläge im Hinblick auf höhere Fördergelder gemacht.

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Stand: Oktober 2020

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