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Das Klimapaket der Bundesregierung: So profitieren Sie von den Neuerungen

Jetzt energetisch sanieren und modernisieren!

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Am 20. Dezember passierte der Kompromissvorschlag zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 den Bundesrat. Damit können wichtige Eckpunkte des Klimapakets zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Wer eine energetische Modernisierung seines Eigenheims plant, sollte den günstigen Zeitpunkt nutzen, denn der Staat zahlt kräftig mit. Die wichtigsten Neuerungen des Klimapakets im Überblick.

Das Klimapaket − kurz erklärt

Mit dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung soll das Klimaschutzziel für das Jahr 2030 erreicht werden: 55 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990. Um das zu schaffen, wird klimafreundliches Verhalten belohnt: So werden energetische Modernisierungen gefördert, im Gegenzug gibt es erstmals einen CO2-Preis, der fossile Brennstoffe für Heizungen sowie Kraftstoffe Schritt für Schritt verteuern wird.

Im Überblick: Förderungen für energetische Modernisierungen

  • Die Fördersätze der bestehenden KfW-Förderprogramme werden um 10% erhöht.
  • Steuerlich gefördert werden jetzt auch Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung, wie der Heizungstausch, der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern oder Außenwänden. Wer beispielsweise alte Fenster durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt, kann seine Steuerschuld – verteilt über 3 Jahre – um 20% der Kosten mindern.
  • Modernisierungsmaßnahmen können dabei bis zu einer Höhe von 200.000 Euro angerechnet werden. Davon können 20%, also 40.000 Euro, über 3 Jahre von der Steuer abgesetzt werden.
  • Das Antragsprozedere wird vereinfacht: Es genügt künftig ein Förderantrag für alles.

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  • Um soziale Härten durch gestiegene Energiepreise zu vermeiden, erhöht die Bundesregierung das Wohngeld um 10%.
  • Eine Förderquote in Höhe von 40% wird auf den Austausch von Ölheizungen gegen klimafreundlichere Heizsysteme gewährt. Wichtig: Ab 2026 dürfen Ölheizungen nicht mehr in Gebäude eingebaut werden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist.

Besonderheiten für alle Besitzer von Ölheizungen

Die Bundesregierung hat ein Verbot für den Einbau von Ölheizungen ab 2026 beschlossen. Außerdem: Wer eine Ölheizung besitzt und jetzt auf ein klimafreundlicheres Modell wechseln möchte, wird finanziell belohnt.

Konkret bedeutet das:

  • Wer seine alte Ölheizung gegen ein klimafreundlicheres Modell austauscht, wird mit einer „Austauschprämie“ belohnt. Die Austauschprämie wird Ihnen beim Kauf eines neuen, effizienteren Heizsystems mit einem Förderanteil von bis zu 45% gutgeschrieben.
  • Neu: Ab dem Jahr 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden, wenn sie ausschließlich den fossilen Brennstoff Öl als Energieträger nutzen. In Kombination mit erneuerbaren Energien sind Öl-Hybridheizungen jedoch auch nach 2026 noch erlaubt. Auch Gasheizungen bleiben weiterhin erlaubt.
  • Die Neuregelung gilt unabhängig von der gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) bestehenden Austauschpflicht für alte und ineffiziente Heizungen. Die EnEV schreibt eine Austauschpflicht für viele 30 Jahre alte Ölheizungen oder Gasheizungen vor.

Brennstoffe und Kraftstoffe werden teurer

Das Waldsterben 2019 brachte viele zum Umdenken: Wälder sollen künftig nachhaltiger bewirtschaftet werden.
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  • Zentrales Element des Klimapakets ist der CO2-Preis, der ab 2021 auf alle fossilen Brennstoffe und Kraftstoffe gemäß ihrem CO2-Gehalt erhoben wird. Der Festpreis startet 2021 mit 25 Euro pro Tonne und steigt bis zum Jahr 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Wer also Heizöl oder Erdgas nutzt, wird dies an der Heizkostenrechnung merken. Auch die Preise für Benzin und Diesel an der Tankstelle werden steigen.
  • Um die Belastung für die Verbraucher zu dämpfen, senkt der Staat die EEG-Umlage beim Strom. Diese Umlage wurde erhoben, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Mit der deutlichen Absenkung wird nun der Strompreis spürbar sinken.
  • Mit der Erhöhung der Pendlerpauschale sollen Berufspendler – vor allem aus ländlichen Räumen – die steigenden Benzinpreise ein Stück weit kompensieren können. Ab 2021 gibt es ab dem 21. Kilometer eine Pauschale in Höhe von 35 Cent statt bisher 30 Cent. Ab 2024 soll die Pauschale um weitere 3 Cent auf 38 Cent steigen.

Neue Regelungen bei Verkehr und in der Landwirtschaft

Damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen, sollen Zugtickets günstiger werden.
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  • Bahnfahren wird günstiger: Die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets wird von 19 auf 7 Prozent reduziert.
  • Für den Ausbau des Nahverkehrsnetzes und Investitionen ins Schienennetz werden zusätzliche Bundesmittel zur Verfügung gestellt.
  • Fliegen wird teurer: Neu ist die Luftverkehrsabgabe im Jahr 2020. Dumpingpreise sollen verhindert werden.
  • Die Höhe der Kfz-Steuer richtet sich künftig stärker an CO2-Emissionen aus.
  • Förderung der Elektromobilität: Die Ladesäuleninfrastruktur soll ausgebaut werden. Ziel: An allen Tankstellen in Deutschland sollen Ladepunkte angeboten werden. Auch die private und gewerbliche Ladeinfrastruktur soll gefördert werden. Vermieter werden verpflichtet, die Installation von Ladestationen zu dulden. Beim Umstieg auf Pkw mit Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellenantrieb winken Steuervergünstigungen und Prämien.
  • Auch die Landwirtschaft soll durch einen Maßnahmen-Mix klimafreundlicher werden. Das Ziel: Mehr Ökolandbau, weniger Stickstoffüberschüsse und Emissionen in der Tierhaltung.
  • Der schrittweise Ausstieg aus der Kohle wird weiter vorangetrieben. Bis spätestens 2038 soll es keinen Strom aus Kohle mehr geben.

Fazit: Belastungen und Chancen

Das Klimapaket bringt Verbrauchern einige neue Belastungen, vor allem durch die CO2-Bepreisung. Aber die neuen Gesetze und Regelungen bieten auch viele Chancen. Denn es gilt: Wer Energie spart – ob beim Bauen und Wohnen oder im Straßenverkehr – wird belohnt.

Vor allem bei der energetischen Modernisierung winken attraktive Förderungen und hohe steuerliche Entlastungen. Clevere Immobilienbesitzer werden dies nutzen und ihr Zuhause energetisch auf Vordermann bringen.

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