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Mehr Prämie für mehr Menschen: Neue Wohnungsbauprämie verabschiedet

So profitieren Sie von der neuen Wohnungsbauprämie

Bausparer können sich freuen: Bald bekommen sie mit der Wohnungsbauprämie deutlich mehr Geld − ab 2021 steigen die Zulagen. Und durch die Erhöhung der Einkommensgrenzen kommen noch mehr Bausparer in den Genuss der Förderung. Das hat jetzt der Bundesrat beschlossen.

Was ist neu?

  • Bausparer, die bislang schon anspruchsberechtigt sind, erhalten ab 2021 eine höhere Prämie und kommen so schneller an ihr Ziel.
  • Auch wer bisher noch nicht anspruchsberechtigt ist, hat ab 2021 die Chance auf die Zulage.

Die Wohnungsbauprämie − wer bekommt sie?

Mit der Wohnungsbauprämie fördert der Staat das Bausparen. Wer unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt, kann sich über jährliche Zuschüsse freuen: 10% legt der Staat ab 2021 auf Sparbeiträge obendrauf (aktuell: 8,8%).

Von der Wohnungsbauprämie können alle ab 16 Jahren profitieren, die unter bestimmten Einkommensgrenzen liegen. Wer die volle Zulage will, muss den Höchstbeitrag einzahlen.

Voraussetzung ist allerdings, dass das Geld wohnwirtschaftlich verwendet wird. Das heißt, es muss später tatsächlich in eine Immobilie fließen. Ausnahme: Alle, die bei Vertragsabschluss jünger als 25 sind, dürfen nach sieben Jahren frei über ihr Guthaben verfügen.

Einkommensgrenzen ab 2021

Für die Förderung gibt es Grenzen, was das Einkommen angeht:

  • Ein Single darf ein jährliches zu versteuerndes Einkommen haben, das bei maximal 35.000 Euro liegt (aktuell: 25.600 Euro).
  • Verheiratete bzw. eingetragene Lebenspartner dürfen gemeinsam bis zu 70.000 Euro verdienen (aktuell: 51.200 Euro).

Gut zu wissen: Das zu versteuernde Einkommen ist deutlich niedriger als das Bruttoeinkommen. Vom Brutto werden beispielsweise Werbungskosten, Betriebs- und Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen, Kinder- und sonstige Freibeträge abgezogen. Ein Beispiel zeigt unsere Tabelle:

Um zu prüfen, ob Sie förderberechtigt sind, lohnt es sich also, genau zu rechnen und eventuell Fachleute zu Rate zu ziehen.

Welchen Betrag muss ich jährlich ansparen?

Einen Anspruch haben Sie bereits, wenn Sie 50 Euro im Jahr in einen Bausparvertrag ansparen.

Wer die volle Zulage will, muss den Höchstbeitrag einzahlen.
Bei Alleinstehenden sind das ab 2021 jährlich 700 Euro (aktuell noch 512 Euro) und bei Verheirateten bzw. eingetragenen Lebenspartnern 1.400 Euro (aktuell noch 1.024 Euro) – diese Sparbeiträge ergeben dann 70 Euro bzw. 140 Euro Zulage pro Jahr (aktuell noch 45 bzw. 90 Euro). Natürlich kann auch mehr gespart werden, mehr Prämie gibt es dann allerdings nicht.

Wie wird die Prämie beantragt?

Der Antrag ist einfach: Sie erhalten das Formular zum Jahresbeginn mit Ihrem Bauspar-Jahreskontoauszug. Der Antrag kann bis zu zwei Jahre rückwirkend gestellt werden. Beispiel: Der Antrag auf Wohnungsbauprämie für das Jahr 2019 muss der Bausparkasse bis spätestens 30.12.2021 vorliegen.

Weitere Infos zur Wohnungsbauprämie und Rechenbeispiele finden Sie hier:

Staatliche Förderungen für Ihren Bausparvertrag.

Die Wohnungsbauprämie.

Ab 2021: Die Neuerungen auf einen Blick

10 % Wohnungsbauprämie (aktuell: 8,8%)

  • Bis zu 70 Euro pro Jahr für Alleinstehende (aktuell: 45 Euro)
  • Bis zu 140 Euro pro Jahr für Verheiratete bzw. eingetragene Lebenspartner (aktuell: 90 Euro)

Geförderte Höchstbeiträge

  • Alleinstehende maximal 700 Euro pro Jahr (aktuell: 512 Euro pro Jahr)
  • Verheiratete maximal 1.400 Euro pro Jahr (aktuell: 1.024 Euro pro Jahr)

Einkommensgrenzen (zu versteuerndes Einkommen)

  • Alleinstehende: 35.000 Euro (aktuell: 25.600 Euro)
  • Verheiratete: 70.000 Euro (aktuell: 51.200 Euro)
  • Höhere Bruttoeinkommen durch Freibeträge für Kinder möglich

Wie hoch die Zulagen beim Bausparen jedes Jahr sein können, zeigt diese Übersicht:

Es gelten Einkommensgrenzen und Höchstbeträge − eine Anspruchsberechtigung vorausgesetzt. Die genauen Förderbedingungen entnehmen Sie bitte den Beiträgen unserer Serie „Fördermittel im Überblick“:

Unsere Serie: Fördermittel im Überblick

Neben der Wohnungsbauprämie gibt es zahlreiche weitere Fördergelder, mit denen uns der Staat beim Hausbau, Immobilienkauf oder bei Sanierungen unter die Arme greift. Dazu mehr in den folgenden Teilen unserer Serie:

Teil 1: Im Überblick: Fördermittel fürs Eigenheim

Teil 2: KfW-Fördermittel im Neubau und Altbau

Teil 3: Baukindergeld 2018: So viel Geld bekommen Sie vom Staat

Teil 4: Im Überblick: BAFA-Fördergelder

Teil 6: Die Arbeitnehmer-Sparzulage

Teil 7: Riester-Bausparen

» Aktueller Beitrag: Teil 5: Die neue Wohnungsbauprämie

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Mit dem Bausparvertrag von Wüstenrot.

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