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Förderung für Lüftungsanlagen: Alle Zuschüsse im Überblick

Fördergelder für kontrollierte Wohnraumlüftung

Foto: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), Köln

Durch eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist es möglich, die Heizkosten um 30 bis 50 Prozent zu senken. Seit 2020 winken beim Einbau einer Lüftungsanlage besonders großzügige Fördergelder für diese energetische Sanierungsmaßnahme.

Die KfW ist dabei zentrale Förderbank, aber auch Städte und Gemeinden stellen Fördermittel bereit. Und sogar die steuerliche Förderung ist möglich. Hier finden Sie alle Fördergelder im Überblick.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Welche Lüftungsanlagen werden gefördert?
  2. Fördergelder im Überblick

Welche Lüftungsanlagen werden gefördert?

Lüftungsanlagen filtern Schmutz, Staub und Pollen aus der Luft und lohnen sich deshalb besonders für Allergiker. Regelmäßiger Filterwechsel ist natürlich Pflicht.
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V.

Generell sind folgende Lüftungsanlagen förderfähig:

  • zentrale, dezentrale oder raumweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung,
  • bedarfsgeregelte Abluftsysteme,
  • Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeüberträger und Abluftwärmepumpe.

Insbesondere die Wärmerückgewinnung spielt bei der Förderung von Lüftungsanlagen eine wichtige Rolle. Je mehr Energie aus der warmen Innenluft zurückgewonnen werden kann, desto besser. Eine weitere Voraussetzung ist die Luftdichtheit des Gebäudes.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?

Gut zu wissen: Gefördert wird nicht nur der Einbau der Lüftungsanlage, sondern auch bauliche Maßnahmen, die damit in Zusammenhang stehen, beispielsweise:

  • Wand- und Durchbrucharbeiten, Verkleidungen sowie notwendige Putz- und Malerarbeiten
  • Maßnahmen zur Schalldämmung oder die Errichtung eines separaten, schallgedämmten Raumes zur Aufnahme der zentralen Lüftungstechnik
  • der Einbau eines Erdwärmetauschers oder von Solarluftkollektoren
  • die dazugehörige Luftdichtheitsmessung sowie die Kosten für Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung

Lohnt sich die Investition in eine Lüftungsanlage? Welche Vorteile oder Nachteile bietet sie und wie lebt es sich damit im Alltag? Wir klären für Sie die wichtigsten Fragen rund ums Thema: Lohnt sich eine Lüftungsanlage für mein Haus? »

Lüftungsanlagen: Staatliche Förderung im Überblick

Die größte staatliche Förderbank ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie ist die erste Anlaufstelle, wenn Sie staatliche Fördergelder für den Einbau Ihrer Lüftungsanlage nutzen möchten. Aber auch viele Städte und Gemeinden stellen eigene Förderprogramme bereit. Und nicht zuletzt gibt es seit 2020 auch die Möglichkeit zur steuerlichen Förderung.

1 KfW-Investitionszuschuss Energieeffizient Sanieren (430)
Mit diesem Programm gewährt die KfW einmalige Förderzahlungen für energetische Sanierungen, die Sie nicht zurückzahlen müssen. Zu den förderfähigen Einzelmaßnahmen gehört u.a auch der Einbau einer Lüftungsanlage.

Wer kann den Zuschuss nutzen? Diese KfW-Förderung können private Eigentümer beantragen, die sanieren oder einen energetisch sanierten Wohnraum kaufen. Die Förderung kann nicht für Ferienhäuser und –wohnungen eingesetzt werden.

Welche Voraussetzungen gelten?

  • In das Sanierungsvorhaben muss ein Experte für Energieeffizienz (Energieberater) eingebunden sein.
  • Die Einzelmaßnahmen müssen bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen, die von den KfW vorgegeben werden.
  • Die Förderung muss immer vor der Sanierung bzw. dem Bauvorhaben beantragt werden. Andernfalls haben Sie keinen Anspruch mehr auf Förderung Ihrer Lüftungsanlage.

Nutzen Sie Zuschüsse bei der Energieberatung

Die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten soll die Einhaltung der KfW-Standards garantieren. Da ist es gut zu wissen, dass Energieberatungen großzügig bezuschusst werden. Bis zu 80% der Kosten werden erstattet. Alle Fördergelder finden Sie hier im Überblick: Förderung für Energieberatung »

Wieviel Geld bekomme ich? Das richtet sich nach dem Umfang Ihrer geplanten Sanierung. Grundsätzlich gilt: Je höher die künftige Energieeffizienz Ihres Eigenheims ist, desto höher fällt auch der Förderzuschuss aus − und desto mehr Energie können Sie einsparen. Wenn Sie beispielsweise zum KfW-Effizienzhaus 55 sanieren, bekommen Sie einen Zuschuss von 40% Ihrer förderfähigen Kosten (bis maximal 48.000 Euro).

Für energetische Einzelmaßnahmen bekommen Sie einen Investitionszuschuss von 20% Ihrer förderfähigen Kosten (bis maximal 10.000 Euro).

Weitere Informationen finden Sie direkt auf der Website der KfW:
Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) »

Für größere Bauvorhaben, beispielsweise eine umfassende Sanierung, besteht auch die Möglichkeit, einen zinsgünstigen Kredit über das KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" (151/152) zu beantragen.

Wenn Sie neu bauen und dabei eine Lüftungsanlage einbinden möchten, bietet sich der "KfW-Kredit Energieeffizient Bauen" (153) an. Dieses Programm bietet zinsgünstige Baufinanzierungen energieeffizienter Wohngebäude.

2 Regionale Förderung
Darüber hinaus gibt es in jedem Bundesland individuelle Fördermöglichkeiten, mit denen die Nachrüstung einer kontrollierten Wohnungslüftung oder die Installation beim Neubau finanziell unterstützt werden.

Eine gute Übersicht über die regionalen Förderprogramme in den einzelnen Bundesländern erhalten Sie beim Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH): Regionale Förderung von Lüftungsanlagen »

3 Steuerermäßigung für Lüftungsanlagen
Wer eine energetische Sanierung des Eigenheims plant, kann seit 2020 auch von steuerlicher Förderung profitieren. Insgesamt können Sie sich im Laufe von drei Jahren 20% der Investitionskosten (bis maximal 40.000 Euro) vom Finanzamt zurückholen.

Hier erfahren Sie, wie das geht: Neuer Steuerbonus für energetische Sanierungen »

Wichtig: Sie dürfen die Kosten für eine energetische Sanierungsmaßnahme nicht einerseits bei der Steuererklärung geltend machen und zusätzlich für dieselbe Maßnahme öffentliche Fördermittel durch die KfW oder BAFA in Anspruch nehmen. Hier müssen Sie sich für eine der beiden Förder-Varianten entscheiden.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Förderbeantragung?

In Deutschland gibt es über 6.000 Förderprogramme für energetisches Sanieren. Da fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Hier finden Sie kompakt die wichtigsten staatlichen Zuschüsse für energetische Sanierungen »

Einen Fördergeld-Service bietet beispielsweise die Bausparkasse Wüstenrot. Hier werden alle Fördermöglichkeiten zum geplanten Sanierungsvorhaben ermittelt und Optimierungsvorschläge im Hinblick auf höhere Fördergelder gemacht.

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