Im Überblick: Staatliche Förderung und Zuschüsse fürs Eigenheim

Foerdergelder-Eigenheim

Fördergelder sichern und Geld sparen

Foto: epr/Baufi24/©Eisenhans/Fotolia_77936616_X

Ein Hauskauf oder -bau ist für die meisten Menschen das größte Projekt ihres Lebens – auch finanziell. Dank staatlicher Förderung fürs Eigenheim können Sie zum Glück viel Geld sparen. Mit Förderprogrammen und Zuschüssen wie der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie oder Wohn-Riester greift uns der Staat unter die Arme.

Auch für energetische Sanierungen ist der Zeitpunkt günstig: Noch nie wurden energetische Sanierungen so kräftig gefördert wie jetzt. Im September 2021 wurde der Fördertopf der Bundesförderung für effiziente Gebäude um weitere 5,8 auf 11,5 Milliarden Euro aufgestockt.

Ob Neubau oder Altbausanierung: Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Fördergelder fürs Eigenheim.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Staatliche Förderung fürs Eigenheim
  2. Staatliche Förderung für Sanierungen
  3. Regionale Förderung
  4. Extra-Zuschüsse für Bausparer

Staatliche Förderung fürs Eigenheim

Ob Neubau oder Sanierung − die größten Fördertöpfe in Deutschland bietet seit 2021 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Wie der Name bereits andeutet, profitiert von den Fördergeldern, wer ein Wohngebäude energieffizient baut oder saniert. Die BEG bündelt damit die alten Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unter einem Dach. Die alten KfW-Förderprogramme "Energieeffizient bauen" und "Energieeffizient sanieren" laufen jetzt neu als "Wohngebäude-Kredit" und "Wohngebäude Zuschuss".

Wohngebäude-Zuschüsse der BEG (KfW)

Wer neu baut oder eine Rundumsanierung des Eigenheims plant, kann einen niedrigverzinsten Kredit oder einen Zuschuss in Anspruch nehmen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Dabei gilt: Je energieeffizienter Sie bauen, desto mehr Förderung bekommen Sie. Die Anträge müssen Sie bei der KfW stellen.

Hier geht es zur Bundesförderung für effiziente Gebäude:

Damit Ihnen nichts entgeht, sollten Sie sich rechtzeitig informieren. Es lohnt sich, denn für sehr viele Vorhaben rund ums Eigenheim gibt es eine passende Förderung.

Informieren Sie sich auch, wann die einzelnen Fördermittel beantragt werden müssen. Die meisten Fördergelder müssen beispielsweise vor Beginn der Arbeiten beantragt werden, andere wiederum erst nach dem Einzug.

Achtung

Für die KfW-Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gilt ab dem 24.01.2021 ein Antrags- und Zusagestopp. Das betrifft den Wohngebäude-Kredit und Zuschuss, aber auch die KfW-Zuschüsse für Barrierereduzierung, Einbruchschutz und Ladestationen für Elektroautos. Mehr dazu in unserem Artikel KfW: Bundesförderung für effiziente Gebäude gestoppt

Die Förderprogramme der BAFA zum energetischen Sanieren laufen unverändert weiter.

Staatliche Förderung für Sanierungen

Wer die Energieeffizienz des Eigenheims durch Dämmung verbessert, bekommt Fördergelder vom Staat.
Foto%3A djd/Puren

Sie planen eine Modernisierung Ihres Eigenheims? Dann sollten Sie die Gelegenheit nutzen: Mit der neuen Bundesförderung wurden im Jahr 2021 die Zuschüsse nochmals kräftig hochgeschraubt. Mehrere tausend Euro Ersparnis durch Fördergelder sind möglich.

Planen Sie eine Komplettsanierung Ihres Eigenheims, bieten sich der Wohngebäude-Kredit oder Zuschuss an. Darüber hinaus können Sie für einzelne Modernisierungsmaßnahmen einen Zuschuss bekommen − wenn Sie beispielsweise Ihre alte, ineffiziente Heizung auf erneuerbare Energien umstellen möchten. Die Einzelmaßnahmen sind in der BEG in einem eigenen Förderprogramm gebündelt und werden bei der BAFA beantragt.

BEG-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen (BAFA)

  • Dämmung von Fassade, Dach, Decken, Fenstern oder Türen,
  • Einbau oder Erneuerung von Lüftungsanlagen,
  • Einbau einer neuen Heizung, die mit erneuerbaren Energien betrieben wird (dazu gehören Gas, Solarthermie, Wärmepumpen, Biomasse sowie Hybridheizungen) sowie Optimierung der bestehenden Heizung

Hier geht es zu den Förderprogrammen der BAFA »

Außerdem ist es seit 2020 erstmals möglich, energetische Sanierungen von der Steuer abzusetzen − bis zu 40.000 Euro Ersparnis sind drin.

Fördergelder für energetische Sanierungen im Überblick

Einen detaillierteren Überblick über die aktuellen Förderungen finden Sie in unserem Artikel: Fördergelder für energetische Sanierungen »

Weitere Zuschüsse für Modernisierer

Wer sein Haus oder seine Wohnung altersgerecht und sicher umbauen möchte, kann weitere KfW-Zuschüsse nutzen.

Außerdem gibt es Zuschüsse für den Kauf und Anschluss von Ladestationen für Elektroautos. Pro Ladepunkt sind mit dem KfW-Förderprogramm 900 Euro Ersparnis möglich − solange die Fördergelder reichen. Dazu gibt auch regionale Förderprogramme. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuelle Wallbox-Förderung für Privatpersonen »

Setzen Sie auf einen Energieberater

Energieberater ermitteln energetische Schwachstellen und erstellen Sanierungsfahrpläne fürs Haus.
Foto: KfW-Bildarchiv/Jens Steingässer

Wenn Sie eine energetische Sanierung Ihres Eigenheims planen, empfehlen wir die Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten, auch Energieberater genannt.

Der Energieberater plant die Sanierung, überwacht die Umsetzung der Arbeiten und sichert die Qualität aller Maßnahmen. Er schlägt Ihnen auch die passende Förderung für Ihr Eigenheim vor. Bei einigen KfW-Förderprogrammen ist ein Energieberater sogar Pflicht. Seit 2020 werden Energieberatungen besonders gefördert − bis zu 80 Prozent Zuschuss sind möglich. Hier finden Sie alle Zuschüsse für Energieberatungen im Überblick »

Eine Liste der anerkannten Sachverständigen und Energieberater für Förderprogramme des Bundes finden Sie auf www.energie-effizienz-experten.de »

Regionale Förderung

In Deutschland gibt es insgesamt rund 5.000 unterschiedliche Förderprogramme. Neben den genannten Förderprogrammen des Bundes gibt es auch auf kommunaler und auf Länderebene diverse Förderprogramme. Ob vergünstigte Kredite für einkommensschwächere Haushalte über Erbbau-Angebote für junge Familien bis hin zu eigenen Zusatzförderprogrammen für umweltfreundliches Bauen – die Bandbreite ist groß.

Förderdatenbanken helfen, in diesem Dickicht den Durchblick zu behalten. Sie bieten Infos und einen Überblick zu allen regionalen Fördermitteln.

Förderdatenbanken im Internet

Außerdem haben die einzelnen Bundesländer jeweils eigene Förderbanken. Die meisten von ihnen fördern den Erwerb von Wohneigentum. Diese Kredite sind oftmals an Bedingungen wie eine bestimmte Wohnungsgröße oder ein Maximaleinkommen geknüpft.

Übrigens: Auch ein Gang aufs Rathaus kann hilfreich sein, wenn Sie sich über die Förderprogramme in Ihrer Region informieren möchten.

Extra-Zuschüsse für Bausparer

Der Staat unterstützt die Bildung von Wohneigentum, indem er das Bausparen mit Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und Wohn-Riester fördert:

  • Mit der Wohnungsbauprämie kann sich jeder Bausparer, der unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt, über jährliche Zuschüsse freuen. Wichtig: Ab 2021 sind die Zulagen gestiegen.
    » Mehr erfahren: Für Bausparer: Die Wohnungsbauprämie
  • Sie bekommen vermögenswirksame Leistungen von Ihrem Arbeitgeber? Mit der Arbeitnehmer-Sparzulage legt der Staat unter bestimmten Voraussetzungen noch was drauf.
    » Mehr erfahren: Die Arbeitnehmer-Sparzulage
  • Mit der Riester-Förderung kann der Kauf einer eigenen Immobilie gefördert werden.
    » Mehr erfahren: Riester-Bausparen

Unterstützung von Staat und Arbeitgeber.

Förderungen für Bausparer und Baufinanzierer.

Stand: November 2021

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