Aktuelle BAFA-Förderung im Überblick

Wärmepumpe

Förderung für erneuerbare Energien 2022

Foto: epr/Viessmann

Die staatliche Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lohnt sich für alle Hausbesitzer, die Energie sparen möchten. Die Fördergelder bekommen Sie für alle Maßnahmen, die die Energieeffizienz des Hauses verbessern − etwa für eine energieeffizientere Heizung, neue Fenster oder eine bessere Wärmedämmung. Dabei ist eine hohe Ersparnis von bis zu 40 Prozent möglich.

Hier finden Sie alle Zuschüsse im Überblick.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. BAFA Förderung von Heizungen
  2. BAFA Förderung von Dämmmaßnahmen
  3. BAFA Förderung von Lüftungsanlagen
  4. BAFA: Förderung von Energieberatungen

Neu: BAFA beim BEG eingegliedert

Die Förderstrukturen wurden im Jahr 2021 vereinfacht: Die Einzelprogramme der BAFA und KfW finden sich seit 2021 unter einem gemeinsamen Dach: der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Auf der Website der BEG finden Sie eine Übersicht über alle aktuellen BAFA-Förderprogramme »

BAFA: Förderung von Heizungen

Die Heizungsförderung wird nahezu komplett vom BAFA übernommen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass Sie Ihre bestehende Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien ergänzen oder sogar komplett umstellen. Die Förderhöhe ist dabei gestaffelt − je nachdem, auf welches neue Heizsystem Sie setzen:

  • 10−20 %: Biomasseheizungen (Pelletheizungen)
  • 25−40 %: Wärmepumpen
  • 20−40 %: EE-Hybridheizungen (Hybridheizungen, die mit erneuerbaren Energien heizen)
  • 25−35 %: Solarthermieanlagen
  • 15−20%: Optimierung der bestehenden Heizung

Die förderfähigen Kosten liegen pro Haus bzw. Wohnung bei maximal 60.000 Euro.

Achtung: Seit dem 15. August 2022 werden Gasheizungen nicht mehr gefördert!

1. BAFA-Förderung von Wärmepumpen

Luftwärmepumpe Luft-Wärmepumpe
Luft-Wärmepumpen gewinnen die benötigte Wärmeenergie durch das Ansaugen der Außenluft. Eine Bohrung ist hier nicht nötig, wodurch Luft-Wärmepumpen günstiger in der Anschaffung sind.
epr/Mitsubishi Electric

Mit einer Wärmepumpe nutzen Sie die Wärme aus Wasser, Luft und Erde. Wärmepumpen werden von der BAFA mit einem Zuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten gefördert. Einen Bonus von 5 % gibt es obendrauf, wenn für die Wärmepumpe als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschlossen wird. Einen weiteren Bonus von 10 % gibt es, falls eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung oder eine Ölheizung beliebigen Alters ersetzt wird.

Für Wärmepumpen, die im Neubau eingebaut werden, gelten dabei strengere Kriterien als in Bestandsgebäude. So ist es im Neubau ein Muss, dass die Wärmepumpe mit einer Flächenheizung (also einer Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) kombiniert wird. Diese Kombination ist auch wirtschaftlich sinnvoll, weil Wärmepumpen mit Flächenheizungen am effizientesten arbeiten können.

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2. BAFA-Förderung von Solarthermie

Solarthermieanlage
Mit einer Solarthermieanlage nutzen Sie die Wärme der Sonne.
Foto: epr/www.solarwirtschaft.de

Solarthermieanlagen werden von der BAFA mit einem Zuschuss von 25 % der förderfähigen Kosten gefördert. Das gilt sowohl, wenn Sie eine ganz neue Solarthermieanlagen errichten oder die bestehende Anlage um weitere Module erweitern wollen. Auch hier gibt es einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 10% beim gleichzeitigen Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder Kälteerzeugung nutzen möchten. Aber: Nicht jede Solarthermieanlage erfüllt automatisch die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien. So ist beispielsweise nur eine Anlage förderfähig, die explizit bei der BAFA als förderfähig gelistet ist.

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3. BAFA-Förderung von Pelletheizungen

Holzpellets Pellets Lieferung Einfamilienhaus Haus Schlauch
Damit die Pelletheizung einwandfrei funktioniert, sollte sich das Pelletlager möglichst nahe an der Außenfassade befinden, um unkompliziert die Pellets einfüllen zu können.
Deutsches Pelletinstitut

Mit einer Pelletheizung können Sie die erneuerbare Wärme des nachwachsenden Rohstoffs Holz nutzen. Bei der BAFA firmieren Pelletheizungen unter dem Oberbegriff "Biomasseanlagen".

Pelletheizungen werden von der BAFA mit einem Zuschuss von 10 % gefördert. Voraussetzung: Die Biomasseanlage erfüllt die Anforderungen der Förderrichtlinien, so wie sie bei der BAFA ausgeschrieben sind. Wer eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung oder eine Ölheizung austauscht, erhält einen Heizungstausch-Bonus von 10 % obendrauf, sodass in diesem Fall eine Förderung von 20 % möglich ist.

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4. BAFA-Förderung von Hybridheizungen

Die BAFA fördert auch Hybridheizungen, also Kombinationen verschiedener Heizungssysteme. Wichtig ist, dass mindestens eines des Heizsysteme mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

Achtung: Die frühere Förderung von Gas-Hybridheizungen wurde ersatzlos gestrichen!

Gefördert werden jetzt nur noch EE-Hybridheizungen, die verschiedene erneuerbare Energien miteinander kombinieren, also beispielsweise eine Pelletheizung oder Wärmepumpe mit einer Solaranlage. Für solche Heizsysteme liegt der Fördersatz bei 20 %, wenn die Hybridheizung mit einer Biomasseanlage kombiniert wird. Kommen andere Kombinationen, etwa eine Solarthermieanlage mit einer Wärmepumpe, zum Einsatz, steigt die Förderquote auf 25 %.

Weitere Förderprozentpunkte lassen sich mittels des Heizungstausch-Bonus (+10 %) erringen und wenn eine Wärmepumpe mit den Wärmequellen Wasser, Erdreich oder Abwasser genutzt wird (+ 5 %). Im besten Fall ist also eine Förderquote von 40 % möglich.

Die Förderung gilt dabei für die gesamte förderfähige Anlage, nicht nur für die erneuerbare Komponente.

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Zusatzbonus für Ölheizungsbesitzer

Öl- und ältere Gasheizungen werden seit 2020 bzw. 2022 von der BAFA nicht mehr gefördert. Aber: Wer eine Öl- oder Gasheizung besitzt und auf ein klimafreundlicheres Heizsystem wechseln möchte, wird mit einer zusätzlichen Austauschprämie von 10 % belohnt.

Im günstigsten Fall übernimmt der Staat bis zu 40 Prozent der Kosten, wenn Sie Ihre alte Öl- oder mindestens 20 Jahre alte Gasheizung durch ein klimafreundlicheres Heizsystem ersetzen. Hier erfahren Sie mehr zur Austauschprämie für Ölheizungen »

Wärmeverlust bei der Ölheizung messen Ölheizung austauschen sanieren modernisieren
Intelligent heizen/VdZ

Achtung: Neue, reine Ölheizungen sind ab 2026 verboten, Gasheizungen bleiben erlaubt. Bestehende Ölheizungen dürfen auch nach 2026 weiterlaufen.

In unserem Artikel erfahren Sie mehr zum Ölheizungsverbot »

Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizungen ersetzen modernisieren austauschen
Intelligent heizen/VdZ

Stand 2022 müssen Sie Ihre alte Gas- oder Ölheizung austauschen, wenn das Baujahr 1992 und älter ist. Wichtig zu wissen: Im Jahr 2020 fielen über 30 Jahre alte Heizungen aus der Förderung, für die eine Austauschpflicht besteht. Diese Förderlücke wurde jetzt geschlossen. Auch der Austausch von über 30 Jahre alten Heizungen wird nun mit einem Förderbonus belohnt.

Mehr zur Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizungen »

Zusatzförderung: Heizungsoptimierung

Das BAFA vergibt auch Fördergelder für Maßnahmen, mit denen die Effizienz der Heizungsanlage verbessert wird, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe.

Die förderfähigen Mindestkosten liegt bei 300 Euro brutto. Der Fördersatz beträgt 15 % der Kosten.

BAFA: Förderung von Dämmmaßnahmen

Dämmung staatliche Förderung
Wer die Energieeffizienz des Eigenheims durch Dämmung verbessert, bekommt Fördergelder vom Staat.
djd/Puren

Besonders im Altbau kann es sinnvoller sein, zunächst Dämmmaßnahmen durchzuführen und erst danach eine neue Heizungsanlage anzuschaffen. Die Heizungsanlage kann dann kleiner dimensioniert werden − angepasst an den neuen Heizwärmebedarf des Hauses.

Vom BAFA werden alle Maßnahmen zur Gebäudedämmung gefördert, konkret:

  • Dämmung der Fassade, von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Fenstern, Außentüren und -toren
  • Sommerlicher Wärmeschutz durch außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 2.000 Euro brutto. Der Fördersatz liegt bei 15 % der förderfähigen Ausgaben.

BAFA: Förderung von Lüftungsanlagen

Lüftungsanlage Filterwechsel
Lüftungsanlagen filtern Schmutz, Staub und Pollen aus der Luft und lohnen sich deshalb besonders für Allergiker. Regelmäßiger Filterwechsel ist natürlich Pflicht.
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V.

Durch eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist es möglich, die Heizkosten um 30 bis 50 Prozent zu senken. Deshalb winken auch beim Einbau einer Lüftungsanlage besonders großzügige Fördergelder für diese energetische Sanierungsmaßnahme.

Die förderfähigen Mindestkosten liegt bei 2.000 Euro brutto. Der Fördersatz liegt bei 15 %.

In unserem Artikel erfahren Sie mehr zu Förderung von Lüftungsanlagen »

BAFA: Förderung von Energieberatungen

Förderung Energieberater
Energieberater ermitteln energetische Schwachstellen und erstellen Sanierungsfahrpläne fürs Haus.
KfW-Bildarchiv/Jens Steingässer

Wenn Sie eine energetische Sanierung Ihres Eigenheims planen, ist die Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten, auch Energieberater genannt, empfehlenswert.

Deshalb fördert das BAFA die Vor-Ort-Beratung inklusive Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieberater. Für eine Energieberatung wird eine staatliche Förderung von bis zu 80 Prozent gezahlt. Hier finden Sie alle Zuschüsse für Energieberatungen im Überblick »

Weitere Fördermöglichkeiten

Neben den BAFA-Förderprogrammen gibt es weitere Fördergelder, mit denen uns der Staat beim Hausbau, Immobilienkauf oder bei Sanierungen unter die Arme greift. Hier finden Sie mehr Fördergelder im Überblick:

Stand: August 2022

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