Im Überblick: BAFA-Förderung für erneuerbare Energien

Wärmepumpe

Staatliche Fördergelder für Heizungsanlagen

Foto: epr/Viessmann

Die staatlichen Fördergelder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lohnt sich für alle Hausbesitzer, die ihre alte, ineffiziente Heizung auf erneuerbare Energien umstellen möchten. Aber auch Bauherren können profitieren. Hier finden Sie die Zuschüsse im Überblick.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Neu seit 2021: Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
  2. BAFA-Förderung von Solarthermie
  3. BAFA-Förderung von Wärmepumpen
  4. BAFA-Förderung von Biomasse
  5. Zusatzbonus Heizungspaket (APEE)
  6. Weitere Zuschüsse

Neu: Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Förderstrukturen wurden im Jahr 2021 vereinfacht: Die zahlreichen Einzelprogramme der BAFA und KfW finden sich seit 2021 unter einem gemeinsamen Dach: der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Alle Zuschüsse sollen künftig über das BAFA laufen. Seit Anfang Januar 2021 gilt das zunächst aber nur für die Förderung von energieeffizienten Einzelmaßnahmen.

Wärmeverlust bei der Ölheizung messen Gebäudeenergiegesetz GEG
Beim Austausch einer alten Ölheizung gegen eine energieffiziente Heizung, die erneuerbare Energien nutzen, können Sie bis zu 45 Prozent der Kosten sparen.
Foto: Intelligent heizen/VdZ

Was für Sie aber noch wichtiger ist: Auch die Höhe der Förderung wurde 2020/2021 nochmals nach oben geschraubt: Für eine neue Dämmung, neue Fenster und Türen oder den Einbau einer Lüftungsanlage gibt es beispielsweise 20 Prozent der förderfähigen Kosten geschenkt. Und für eine neue Solar-, Pellet-, Wärmepumpen oder Hybridheizung werden es je nach Technik bis zu 45 Prozent der Kosten erstattet. Mehr zur neuen Austauschprämie für Ölheizungen »

Aktuell seit 2020: Mehr Fördergelder für energetische Sanierungen

Mit dem neuen Klimapaket der Bundesregierung werden energetische Sanierungen jetzt besonders großzügig gefördert. KfW und BAFA erhöhen ihre Förderprogramme ab 2020 deutlich. Hier erfahren Sie, wieviel Geld Sie damit sparen können.
Fördermittel für energetische Sanierungen: Mehr Geld von KfW und BAFA »

BAFA-Förderung von Solarthermie

Solarthermieanlage
Mit einer Solarthermieanlage nutzen Sie die Wärme der Sonne.
Foto: epr/www.solarwirtschaft.de

Für das Errichten und Erweitern von Solarkollektoranlagen gibt es vom BAFA Zuschüsse bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder solaren Kälteerzeugung nutzen. Aber: Nicht jede Solarthermieanlage erfüllt automatisch die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien. So sind etwa sogenannte Schwimmbadabsorber nicht förderfähig.

BAFA-Förderung von Wärmepumpen

Mit einer Wärmepumpe nutzen Sie die Wärme aus Wasser, Luft und Erde. Das BAFA vergibt Zuschüsse bis zu 15.000 Euro pro Vorhaben.

Förderfähig sind nur Wärmepumpen, die die Voraussetzungen der Förderrichtlinien erfüllen. Nicht förderfähig sind beispielsweise Luft/Luft-Wärmepumpen oder Wärmepumpen, die ausschließlich zur Warmwasserbereitung genutzt werden.

BAFA-Förderung von Biomasse

Mit einer Biomasseanlage können Sie die erneuerbare Wärme von nachwachsenden Rohstoffen nutzen. Das BAFA vergibt Zuschüsse bis zu 8.000 Euro pro Vorhaben.

Voraussetzung: Die Biomasseanlage erfüllt die Anforderungen der Förderrichtlinien. So sind luftgeführte Pelletöfen (Warmluftgeräte) nicht förderfähig.

Zusatzbonus Heizungspaket (APEE)

Gefördert wird der Austausch oder die Modernisierung besonders ineffizienter (fossiler) Heizungsanlagen, wenn gleichzeitig erneuerbare Energien eingebunden werden. Wer beispielsweise seine alte Ölheizung durch eine moderne Biomasseanlage oder effiziente Wärmepumpe austauscht oder seine bestehende Heizungsanlage solarthermisch unterstützt, hat ggf. Anspruch auf eine Förderung.

Der Bonus ist abhängig vom Gesamtförderbetrag, der im Rahmen des Marktanreizprogrammes bewilligt wurde: Hiervon erhalten Sie 20%. Einen einmaligen Investitionszuschuss von 600 Euro gibt's zudem für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem.

Wichtig für alle Besitzer von Ölheizungen

Ölheizungen werden ab 2020 von der BAFA nicht mehr gefördert. Aber: Wer von seiner Ölheizung auf eine klimafreundlicheres Heizsystem wechseln möchte, wird finanziell belohnt: Bis zu 45% Förderung sind drin. Mehr Infos zum Thema:

» Weitere Informationen: Auf der Website der BAFA finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Fördermöglichkeiten.

Weitere Zuschüsse

Zusatzförderung: Nachträgliche Optimierung geförderter Anlagen

Das BAFA vergibt für förderfähige Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage (wie Optimierung der Heizkurve, Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung etc.) einen einmaligen Investitionszuschuss von pauschal 200 Euro, höchstens jedoch in Höhe der förderfähigen Investitionskosten. Förderbeträge unter einem Betrag von 100 Euro werden nicht ausgezahlt.

Energieberatung für Wohngebäude

Eine qualifizierte Energieberatung für Wohngebäude soll Eigenheimbesitzern einen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern können.

Deshalb fördert das BAFA die Vor-Ort-Beratung inklusive Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans durch einen Energieberater. Sie können einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beraterkosten erhalten (bis maximal 800 Euro).

Welche weiteren Fördermöglichkeiten gibt es?

Neben den BAFA-Förderprogrammen gibt es zahlreiche weitere Fördergelder, mit denen uns der Staat beim Hausbau, Immobilienkauf oder bei Sanierungen unter die Arme greift. Hier finden Sie mehr Fördergelder im Überblick:

Stand: Mai 2021

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