Fenster & Fassade

Wärmedämmung mit Warmglas

Energiesparen mit neuen Fenstern und Rolläden

Foto: VELUX

Moderne Fenster und neue Rollläden senken die Heizkosten und erhöhen den Wohnkomfort. Auf die Energiebilanz wirkt sich aber nicht nur die Verglasung aus. Auch das Material des Rahmens, Anzahl und Abstand der Scheiben, die Füllung des Scheibenzwischenraums sowie der Flächenanteil von Glas und Rahmen bestimmen über Gewinn oder Verlust von Energie.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Wirksam sparen mit Warmglas
  2. Dämmung vom Rahmen abhängig
  3. Rollläden gegen Wärmeverlust
  4. Tipps zum Einbau neuer Fenster und Rollläden

Wirksam sparen mit Warmglas

Bei der Modernisierung von Altbauten werden die alten Fenster häufig durch neue, energieeffizientere Fenster ersetzt. Um Energie zu sparen, sollten die Fenster grundsätzlich möglichst wenig Wärme hinaus lassen und luftdicht schließen. Hauseigentümer senken damit nicht nur Öl- oder Gaskosten, sondern profitieren beim Austausch der Fenster außerdem von staatlichen Fördergeldern für Energieeffizienz.

Moderne Isolierglas-Fenster bestehen aus zwei oder drei Glasscheiben, wobei eine Scheibe dünn mit Edelmetall beschichtet ist. Die Wärme strahlt in den Raum zurück und kann nicht entweichen. Beschichtete Scheiben dämmen bis zu 60 Prozent besser als solche aus unbeschichtetem Isolierglas. Daher werden sie auch „Warmglas” genannt. Bei hochwertigen Lichtdurchlässen erhöht Edelgas in den Zwischenräumen die Wärmedämmung noch zusätzlich.

Wie viel Wärmeenergie durch ein Fenster ausströmt, sagt der Wärmedurchgangskoeffizient (Uw-Wert) aus. Je kleiner der Uw-Wert, desto weniger Wärme geht aus einem beheizten Gebäude verloren. Faustregel: Bei Fenstern führt die Reduzierung des Uw-Werts um 0,1 W/m²K (Wärmedurchlasswiderstand) zu einer Einsparung von 1,2 Liter Heizöl pro m² Fensterfläche und Heizperiode.

Dämmung vom Rahmen abhängig

Die Wärmedämmung hängt zu einem Drittel vom Rahmen ab. Um mit der gesamten Fensterkonstruktion optimal Energie zu sparen, sollten seine Wärmedämmwerte ähnlich niedrig ausfallen wie die der Glasscheiben.

  • Rahmen aus Holz haben gute Dämm- und Festigkeitswerte. Der nachwachsende Rohstoff erfordert Pflege, hält dafür auch lange. Holzbauteile regulieren Feuchtigkeit und sorgen für ein gesundes Wohnklima.
  • Aluminium-Rahmen sind langlebig, einfach zu recyceln und nahezu wartungsfrei. Allerdings ist das Material bei der Herstellung energieaufwendig. Auch nach Jahren sind Aluminium-Fenster problemlos zu bedienen, da die Rahmen beständig und formstabil sind. Aluminium-Holz-Rahmen verbinden die gute Wärmedämmung von Holz mit der Witterungsbeständigkeit des Aluminiums.
  • Kunststoff-Rahmen sind nahezu wartungsfrei und weisen gute Dämm- und Festigkeitswerte auf. Temperaturunterschiede, Sonneneinstrahlung, Sauerstoff und Feuchtigkeit beeinflussen den Werkstoff nur wenig. Altersbedingte Farbabweichungen kommen heute nicht mehr vor.

Rollläden gegen Wärmeverlust

Fenster und Rollladen sollten bei der Sanierung als eine Einheit behandelt werden, da ältere Rollladenkästen sehr viel Wärme verlieren. Zum Raum hin sind diese oft nur mit einer ungedämmten Platte aus Holz oder Metall verschlossen, dem Revisionsdeckel. Eine nur wenige Millimeter breite Fuge kann die Dämmwirkung der Gebäudehülle um bis zu 65 Prozent verringern. Über den Schlitz für das Gurtband des Rollladens wird beispielsweise viel Energie verschwendet. Dabei gibt es wärmegedämmte Gurtführungen, die die Wärmeverluste fast auf Null zurückführen.

Ein moderner Rollladen, winters über Nacht regelmäßig geschlossen, senkt den Heizverbrauch spürbar. Die relativ geringe Zusatzinvestition verbessert nicht nur Wärme- und Schalldämmung, sondern erhöht auch den Licht- und Sichtschutz.

Den preiswertesten Schallschutz bieten die Lamellen des herabgelassenen Rollladens. Die Masse eines normalen Rollladens, je nach Profil vier bis fünf Kilo pro Quadratmeter, dämpft den Schall erheblich.

Tipps zum Einbau neuer Fenster und Rollläden

  • Bei der Auswahl sollten Sie auf Fenster mit einem Uw-Wert von unter 1,5 W/m²K Wert legen. Diese Qualität stellt einen hohen Stand der Technik im Wohnbereich dar.
  • Beim Glas gibt der g-Wert den Energiegewinn an. Er kennzeichnet den Grad des Energiedurchlasses einer Verglasung und damit die Menge an Sonnenlicht, die durch das Fensterglas dringt. Bei modernen Fenstern liegt der g-Wert bei 0,6. Das bedeutet, dass 60 Prozent der Sonnenenergie durch das Fenster kommt. Der g-Wert sollte also möglichst hoch sein.
  • Dagegen steht der U-Wert für den Energieverlust. Gemessen wird, welche Wärmemenge einen Werkstoff pro Zeiteinheit durchdringt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Grad besteht. Der U-Wert sollte also möglichst niedrig sein.
  • Der Fachbegriff „Beschlag” umfasst bei Fenstern alle beweglichen Teile. Dazu gehören Griff, Riegelstange, Eckumlenkung, Schere und Bänder. Ihre Funktion sollte regelmäßig geprüft werden. Schließen Sie beim Kauf neuer Fenster am besten einen Wartungsvertrag mit Ihrem Fachbetrieb ab.
  • Auf funktionelle Weise werden Fenster und Terrassentüren mit einem funkgesteuerten Überwachungssystem gegen Einbrecher gesichert. Die in Beschlag und Fensterfalz eingebauten Kontakte kommunizieren kabellos mit einer Funkempfangseinheit, die in einer Steckdose steckt.
  • Wenn Fenster gleichzeitig mit Rollläden eingebaut werden, kann der Rollraum des Rollladens mit einer raumseitig geschlossenen Dämmung ausgestattet werden. Somit entfällt der Revisionsdeckel im Innenbereich. Montage und Reparatur des Rollladens erfolgen von außen.

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