Clevere Einrichtungsideen für den Hauswirtschaftsraum

5 Entwürfe für moderne Hauswirtschaftsräume

Waschen, trocknen, bügeln, bevorraten und Müll trennen: Wie und wo integriert man all diese Funktionen auf möglichst kleiner Fläche? Im separaten Hauswirtschaftsraum (HWR) im Erdgeschoss oder doch im Keller? Oder haben Sie womöglich nur eine Ecke im Flur oder im Schlafzimmer übrig?

Zusammen mit der Schüller Möbelwerk KG haben Studenten der Technischen Hochschule Rosenheim clevere Einrichtungsideen für unterschiedliche Hauswirtschaftsräume entwickelt. Holen Sie sich hier neue Anregungen für die Neugestaltung Ihres eigenen Hauswirtschaftsraums!

Das erfahren Sie in diesem Artikel:

  1. Projekt: HWR im Flur einer städtischen Geschosswohnung mit hohen Räumen
  2. Projekt: HWR im EG-Technikraum eines Einfamilienhauses ohne Keller
  3. Projekt: HWR im geräumigen Keller eines Einfamilienhauses
  4. Projekt: Hauswirtschaftszonen an mehreren Orten innerhalb einer Geschosswohnung
  5. Projekt: HWR im EG eines Einfamilienhauses ohne Keller und außerhalb des Technikraums

Das Projekt: Der neue Hauswirtschaftsraum

Alles ist mittlerweile gestaltet im privaten Haushalt. Wirklich alles? Ein kleiner, aber wichtiger Teil ist bis heute eine „Un-Zone“ geblieben und bedarf dringend neuer Einrichtungsideen und cleverer Lösungen: der Hauswirtschaftsraum.

So jedenfalls sahen es die Verantwortlichen der Fakultäten „Innenarchitektur“ und „Holztechnik und Bau“ der Technischen Hochschule Rosenheim. In Kooperation mit der Schüller Möbelwerke KG aus Herrieden initiierten sie darum das Forschungs- und Masterstudiengang-Projekt „Der neue Hauswirtschaftsraum“. Unter der Leitung von Prof. Kilian Stauss und Prof. Thorsten Ober entwickelten fünf Studenten-Teams Entwürfe zu unterschiedlichen Hauswirtschaftsraum-Szenarien. Das mehrwöchige Projekt wurde vom Auftraggeber Schüller intensiv begleitet.

Die 1:1 Prototypen der Möbel und Einbauten wurden im „Design-Research-Labor“ an der Hochschule aufgebaut, inszeniert und fotografisch dokumentiert.

In der Broschüre, die Sie hier zum Download finden, werden die studentischen Arbeiten und Ideen erklärt. Vielleicht ist auch die ein oder andere für Ihren Hauswirtschaftsraum dabei?

1 Projekt: Hauswirtschaftsraum im Flur einer städtischen Geschosswohnung mit hohen Räumen

Situation: Geschosswohnung ohne eigenen Hauswirtschaftsraum
Lösung: "Toter Raum" im Flur wird sinnvoll als Hauswirtschaftsraum genutzt.
Vorteil: Die ungenutzte Fläche bekommt eine neue Funktion.
Nachteil: Grenzt der Flur nicht an Bad- oder Küche, kann es schwer werden, die nötigen Zu- und Abwasseranschlüsse dorthin zu verlegen.

Die besten Einrichtungsideen des Entwurfs

„Archivschränke“ zum Verschieben und Ausziehen bieten viel Stauraum und sogar Platz zum Wäschetrocknen.
  • An der Decke abgehängte, verschiebbare „Archivschränke" nehmen eine Seite des Flurs ein und bieten viel Stauraum.
  • Stauraum-Kuben unter der Decke bieten Platz für selten genutzte Dinge.
  • Aktive Hausarbeit wie Waschen, Bügeln, Wäsche Zusammenlegen, Putzen werden in ein schickes Sideboard-System an der Fensterseite integriert.
  • unter der Arbeitsfläche verbergen sich einzelne Funktions-Trolleys, z.B. zum Wäschetrocknen, zum Bügeln, für Putzutensilien oder Werkzeug. Sie können an den Ort gerollt werden, wo sie gerade benötigt werden und sind danach wieder schnell verstaut.

Studierende: Josefine Haane, Marijana Dillmann, David Hechtl, Niki Karatza

2 Projekt: Hauswirtschaftsraum im EG-Technikraum eines Einfamilienhauses ohne Keller

Situation: Einfamilienhaus ohne Keller und mit nur wenig Platz im EG
Lösung: Der Hauswirtschaftsraum wird in den Technikraum im Erdgeschoss integriert.
Vorteil: Anschlüsse wie Zu- und Abwasser, Strom, Lüftung sind bereits verfügbar
Nachteil: Oft sind diese Räume mit Technikelementen verbaut und bieten nicht mehr allzu viel Platz.

Die besten Einrichtungsideen des Entwurfs

  • Auf nur 8 Quadratmetern finden bei diesem Entwurf alle Hauswirtschaftsbereiche (Waschen, Trocknen, Bügeln, Verstauen, Putzen) komfortabel und ergonomisch Platz.
  • Ein Apothekerauszug bietet auf der Türseite Putzmaterialien und Werkzeuge an, auf der Rückseite ist ein Waschbecken integriert.
  • Die Schmutzwäsche wird in mehreren Holzkisten gesammelt, die auf Gratleisten geführt werden. Unter die Waschmaschine und den Trockner gehängt, sorgen sie für ein schnelles und rückenschonendes Be- und Entladen.
  • Es gibt weitere Auszüge zum Sammeln von Müll und Wertstoffen sowie Stauraum für große, nur selten genutzte Gegenstände.
  • Gegenüber der Schrankwand befindet sich eine platzsparende Arbeitszone mit werkbankartigen Sideboard zum Bügeln und Wäsche-Zusammenlegen, zum Nähen und Reparieren von Gegenständen.
  • Ein Arbeitstisch zum Stehen und Sitzen, sowie ein Bügel-Trolley mit Stauraum und Anschluss für das Bügeleisen, Stauraum für Bügelutensilien sowie einem ausklappbaren Bügelbrett sind in diese Zone integriert.

Studierende: Theresa Kaseder, Lisa Plöckl, Miroslav Markotic, Urs Seifert, Johannes Grauli

3 Projekt: Hauswirtschaftsraum im geräumigen Keller eines Einfamilienhauses

Situation: Einfamilienhaus mit großem Keller
Lösung: Der Hauswirtschaftsraum wird in den Keller integriert. Entsprechende Möbel machen den Raum unterschiedlich und zusammen mit anderen Familienmitgliedern nutzbar. So wird die Distanz des Kellers zu den anderen Räumen im Haus reduziert.
Vorteil: Großes Flächen- bzw. Raumangebot − alle vier Raumseiten können genutzt werden.
Nachteile: Schwieriges Raumklima, schlechte Belichtung, lange Laufwege, da Räume weit von Küche und Bad sowie Separation vom sonstigen Geschehen im Haus

Die besten Einrichtungsideen des Entwurfs

  • 1. Raumseite: Waschzone mit Stauraumzone für bis zu sechs Körbe zum Sortieren der Schmutzwäsche. Waschbecken zur Vorreinigung oder für die Handwäsche ist integriert
  • 2. Raumseite: Kombination aus Waschmaschine und Trockner mit Sitzbank davor garantiert das ergonomische Befüllen und Entladen der Geräte
  • Ausklappbare Wäschetrockeneinheit über der Waschmaschine, die
    die höheren Temperaturen in der oberen Raumhälfte nutzt
  • Arbeitstisch zum Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche
  • Bügelbrett mit Bügeleisen integriert in einem mobilen Zusatztisch
  • 3. Raumseite: Schrankwand für vielfältige Stauraumbedürfnisse (Getränke, Konserven, Putzmittel, Werkzeug, selten genutzte Geräte) und für die Mülltrennung
  • 4. Raumseite: Mischarbeitsplatz zur Ausübung von Hobbys oder als Hausaufgabentisch für die Kinder. Mit diesem Platz kann die Distanz des Kellers zu den anderen Gemeinschaftsräumen im Haus deutlich reduziert werden

Studierende: Sabrina Bauer, Maren Baum, Christian Heller, Manuel Hollenborg, Maximilian Kamhuber, Jannik Bartels

4 Hauswirtschaftszonen an mehreren Orten innerhalb einer Geschosswohnung

Situation: Geschosswohnung ohne geeigneten Platz für einen Hauswirtschaftsraum an einem Ort
Lösung: Die Hauswirtschaftszonen werden an unterschiedlichen Orten in der Wohnung integriert.
Vorteil: Ungenutzte Ecken können kreativ genutzt werden.
Nachteil: Nötige Zu- und Abwasseranschlüsse und Stromanschlüsse fehlen eventuell

Die besten Einrichtungsideen des Entwurfs

  • Sideboards, Schränke und der Esstisch haben Multifunktion und integrieren z.B. Wäschetrockner, Bügelbrett, Werkbank, Sekretär.
  • Waschmaschinen werden zu umbauten Steharbeitsplätzen, Bänke zu Wäschesammlern und stummen Dienern.
  • Hybridmöbel kann platzsparend aufgehängt werden und wird zum temporären vollausgestatteten und ergonomischen
    Kurzarbeitsplatz, der sogar barrierefreie Züge hat,denn alle Arbeiten können nach Wahl im Stehen oder Sitzen vorgenommen werden.

Studierende: Anna Dopfer, Sandra Hasenpusch, Matthias Taschner, Patrick Völkl

5 Hauswirtschaftsraum im EG eines Einfamilienhauses ohne Keller und außerhalb des Technikraums

Situation: Einfamilienhaus ohne Keller und mit kleinem Technikraum, der sich für die Integration eines Hauswirtschaftsraums nicht eignet
Lösung: Integration eines Hauswirtschafts-Möbelsystems z.B. in die Wohn- und Schlafzimmerzone
Vorteil: Ungenutzte Ecken können kreativ genutzt werden, hauswirtschaftliche Tätigkeiten können gut in den Alltag integriert und von allen gemeinsam erledigt
werden.
Nachteil: Nötige Zu- und Abwasseranschlüsse bzw. Stromanschlüsse fehlen eventuell, Integration in die Wohnbereiche muss praktikabel gelöst werden, damit diese Lösung funktioniert

Die besten Einrichtungsideen des Entwurfs

  • Möbelsystem mit Modulen in zwei Höhen und einer Tiefe, die flexibel zusammengesetzt werden können
  • die unteren, höheren Elemente dienen als „Garage“ für diverse Trolleys. Diese können jeweils an den gewünschten Einsatzort gefahren werden: Wäsche-Trolley zum Trocknen von Wäsche, Werkstatt-Trolley, Putz-Trolley, Bügel-Trolley, Getränke-Trolley


Studierende: Julia Müller, Nico Friedrichs, Mathieu Schuhmacher, Maximilian Kempfle, Moritz Kamm

Haben Ihnen die Einrichtungsideen für den Hauswirtschaftsraum gefallen? Im PDF finden Sie weitere Informationen:


Alle Fotos: Prof. Kilian Stauss, Otto Scheitinger; Technische Hochschule Rosenheim

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