Weicher Auftritt: Korkböden

- Foto: Korkboden Hamberger Flooring
Unter den natürlichen Bodenbelägen ist Kork nicht zufällig so beliebt. Das elastische Material dämpft Schall und Tritt und ist zudem sehr pflegeleicht.
Mit einem Korkboden holen Sie sich ein Stück Natur nach Hause, denn das Material wird aus der Rinde von Korkeichen gewonnen. Dank seiner natürlichen Eigenschaften eignet sich Kork für sämtliche Zimmer im Haus:
- Weich, aber robust: Kork ist elastisch und gibt nach. So dämpft er Schritte und schont Gelenke und Wirbelsäule. Das macht Kork für steh- und gehintensive Orte wie die Küche interessant. Auch die Eigenschaften pflegeleicht und strapazierfähig sind hier von Vorteil.
- Universell: Sogar in Bad oder Küche kommt Kork in Frage. Allerdings sollten Sie in Feuchträumen Korkparkett (Klebekork) wählen. Da dieser Belag komplett verklebt wird, kann kein Wasser darunter gelangen. Anders bei Kork-Fertigparkett, der schwimmend verlegt wird – dieser ist für Nassbereiche nicht geeignet.
Vielfältig: Mit Kork müssen Sie sich keineswegs auf die typische „Pinnwand-Optik” festlegen. Es gibt eine Vielzahl an Varianten – von schlicht bis hervortretend. Sogenannter Print- oder Lithokork wird bedruckt, so dass sogar die Optik von Holz oder Stein für Ihren Korkboden möglich ist. (Foto: KWG Kork)
- Leise: Kork dämpft den Trittschall schon ohne zusätzliche Dämmung – je nach Dicke um bis zu 20 dB. Wem das nicht genügt, der kann unter dem Kork-Fertigparkett beispielsweise noch eine Lage Rollenkork verlegen.
- Hygienisch: Staub, Schmutz und auch Hausstaubmilben sind kein Freund von Bodenbelägen aus Kork. Kein Wunder greifen Allergiker und Asthmatiker gerne zu diesem Naturmaterial.
Fußwarm und gemütlich: Dank seiner Beschaffenheit kann Kork Wärme speichern. Ideal für Leute, die gerne barfuß gehen, oder für Kinder, die gerne auf dem Boden spielen. (Foto: KWG Kork)
Apropos Wärme: Korkbeläge, die verklebt werden, eignen sich auch bei Warmwasser-Fußbodenheizungen. Sie geben dank ihres Speichervermögens sogar noch Wärme ab, wenn die Heizung bereits ausgeschaltet ist. Achten Sie auf den Wärmedurchlasswiderstand des Bodenbelags: Er sollte nicht über 0,17 m2K/W liegen.
Auf Elektrofußbodenheizungen kann Kork nicht verlegt werden, da die Oberfläche zu heiß wird.
Die Schattenseite
Wie andere Naturprodukte ist Kork nicht lichtecht. Bei intensiver Lichteinstrahlung hellt der Boden nach und nach auf. Das tut er zwar in den meisten Fällen regelmäßig, so dass es zunächst nicht auffällt. Sobald Sie irgendwann jedoch einen Teppich oder ein Möbelstück verschieben wollen, kommen die noch dunklen Flächen unter den bisher abgedeckten Bereichen zum Vorschein. Mit hochwertigen Spezialsiegeln können Sie ein Verblassen der Korkoberfläche weitgehend verhindern. Sonst bleibt Ihnen nur, die einst gewählte Position von Teppichen und Möbeln beizubehalten.
Teils weisen Platten aus verschiedenen Verpackungseinheiten Farbunterschiede auf – auch ein Phänomen von Naturstoffen. Schauen Sie sich die Platten also vor dem Verlegen gut an, und mischen Sie durch. So fallen die Unterschiede weniger stark auf, und die Oberfläche wirkt lebendiger.
Das Kork-Gütezeichen
Achten Sie beim Kauf eines Kork-Bodenbelags auf nebenstehendes Logo. Es garantiert die Qualität des Materials hinsichtlich folgender Punkte:
- keine gesundheitlich bedenklichen Bindemittel oder Emissionen
- strapazierfähige Mindestdichte von 450 kg/m2
- definierte und kontrollierte Mindeststärke der Platten und Dielen
- weitere Qualitätskriterien wie Maßgenauigkeit, Einheitlichkeit in Form und Stärke, Verarbeitungsfähigkeit
Kork-Parkett (Klebekork) oder Kork-Fertigparkett
Bei Bodenbelägen aus Kork haben Sie die Wahl zwischen massivem Kork (Kork-Parkett bzw. Klebekork) oder in Schichten verleimtem Kork (Kork-Fertigparkett).
Die massive Variante wird direkt mit dem Unterboden verklebt und abschließend mit Wachs, Öl oder Lack versiegelt.
Kork-Fertigparkett können Sie auch mit verlegefreundlicher Klick-Verbindung kaufen – so ist er im Zweifelsfall schnell wieder entfernt.
