Wasser sparen – Energie sparen

- Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer erlauben die genaue Einstellung der Wunschtemperatur. Foto: Wärme+/Dimplex
Warmwasser ist der zweitgrößte Energieverbraucher in deutschen Haushalten. 12 Prozent des gesamten Energieverbrauchs entfallen im Schnitt auf die Warmwasserbereitung. Zum Vergleich: die Beleuchtung kommt grade mal auf 1 Prozent. Unsere Spar-Tipps sind also bares Geld wert ...
Mit kleinen Verhaltensänderungen und einfachen technischen Lösungen lässt sich ein Viertel der Kosten für warmes Wasser ohne Komfortverlust sparen. Das hat die gemeinnützige Kampagne co2online ausgerechnet, die Verbrauchern ein Energiesparkonto zur Verbrauchserfassung und Verbrauchskontrolle anbietet unter www.co2online.de, Stichwort Energiesparkonto. Wenn Sie die folgenden Tipps umsetzen, ist ein sofortiger Spar-Erfolg garantiert.
Warmes Wasser sparsam einsetzen
Sparduschköpfe und Durchlaufbegrenzer nutzen warmes Wasser effizienter – ohne dass Sie es merken. Der Brausestrahl wird durch die preisgünstige und einfach zu installierende Technik ohne Komfortverlust optimiert. Der Spar-Effekt ist hoch: Bei täglich fünf Minuten Duschen können im Jahr etwa 16.500 Liter Wasser gespart werden. Das macht rund 160 Euro.
Beim Duschen kann sowohl über die Wassermenge als auch über die Temperatur ohne Komfortverlust gespart werden. Foto: Kludi
Die richtige Duschtemperatur
Nochmals 50 Euro Ersparnis pro Jahr sind laut dem Bund der Energieverbraucher drin, wenn die Duschtemperatur von 40 auf 36 Grad gesenkt wird. Die Zahl bezieht sich ebenfalls auf einen vierköpfigen Haushalt. Generell muss warmes Wasser – ob im Boiler, im Kleinspeicher oder über die Zentralheizung - nicht höher als auf 60 Grad erwärmt werden. Bei modernen, elektronisch gesteuerten Durchlauferhitzern kann die Wunschtemperatur genau geregelt werden.
Dichtungen prüfen, reinigen, ersetzen
Der Wasserhahn tropft, der Spülkasten am WC ist undicht, am Brauseschlauch rinnt Wasser hinab ... Solche alltäglichen Schwachstellen verschwenden literweise Wasser. Schuld sind meist poröse oder verkalkte Dichtungen. Gegen Kalk hilft Essigreiniger. Und eine neue Dichtung gibt es für kleines Geld im Baumarkt oder Fachhandel.
Alte Geräte austauschen
Diese Maßnahme ist kostspieliger, aber nicht weniger lohnend. Alte hydraulische Durchlauferhitzer oder Elektroboiler sind im Vergleich zu modernen, elektronisch geregelten Geräten echte Wasser- und Stromfresser. Da lohnt sich ein Neukauf oft schon, bevor das alte Gerät den Geist aufgibt, denn die Verbrauchs-Einsparung macht den Kaufpreis rasch wett. Das gilt im Übrigen auch für alte Geschirrspüler und Waschmaschinen.
Auf Effizienzlabel achten
Nicht jedes neue Gerät ist automatisch ein Energie- und Wassersparer. Für Geschirrspüler und Waschmaschinen gelten seit Dezember 2010 neue Label: A+++ ist spitze, A ist bestenfalls „befriedigend“. Noch wenig bekannt ist das WELL-Label eines europäischen Herstellerverbandes. Es gilt seit März 2011 für Sanitäranlagen wie Duschen und WC-Spülsysteme.
„WELL” heißt ein neues Label, das den Wasserverbrauch von Armaturen und Spülkästen bewertet. Hier ein Spülkasten mit der Maximalbewertung von 4 Sternen. Foto oben: Viega
Voll beladene Spülmaschinen mit Energieeffizienzklasse A+++ erzielen den besten Spar-Effekt. Foto: Bauknecht
Geschirr und Wäsche: richtig waschen
Geschirrspüler und Waschmaschinen sollten voll beladen sein, bevor sie laufen. Dank moderner Kaltwaschmittel reichen beim Wäschewaschen meist niedrigere Temperaturen aus. Das senkt den Stromverbrauch ganz beträchtlich. Bei größerer Verschmutzung: Lieber länger statt heißer waschen. Auch eine Vorbehandlung spart Energie: Dreckiges Geschirr vorher einweichen, schmutzige Wäsche mit Gallseife vorbehandeln, sofern geeignet.
- Hier geht’s zum Energiesparkonto: www.energiesparclub.de
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