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Linoleum: ökologischer Bodenbelag

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Foto: Forbo
Die Zeiten, in denen Linoleum die Böden von Behörden- und Schulgebäuden in tristes Grau tauchte, sind vorbei. Der ökologische Bodenbelag feiert sein Comeback mit einer frischen Farbvielfalt und hält somit auch immer mehr in privaten Bereichen Einzug. Hier finden Sie Informationen zu Material und Verarbeitung.

Alles natürlich

Kork- und Holzmehl sowie Leinöl und verschiedene Harze, beispielsweise Fichtenharz, sind die natürlichen Bestandteile von Linoleumböden. Hinzu kommen Farbstoffe, meist Erd- und Mineralfarben. Als Trägermaterial dient in der Regel Jutefaser. Durch seine natürlichen Bestandteile ist Linoleum also weitgehend frei von Schadstoffen. Die glatte, porenlose Oberfläche ist pflegeleicht und strapazierfähig. Forscher der Technischen Universität Stuttgart haben außerdem nachgewiesen, dass der Belag widerstandsfähig gegen Bakterien, Hefe- oder Schimmelpilze ist. Einziger Wermutstropfen: Stehendes Wasser verträgt das Material generell schlecht, für Feuchträume ist es also nicht geeignet.

Bahnenware oder Fertigparkett?

Grundsätzlich gibt es zwei Verlegemethoden. Das Material wird entweder als Bahnenware fest mit dem Untergrund verklebt oder als Fertigparkett in handlichen Platten verlegt.
Das vollflächige Verkleben der Linoleum-Bahnenware überlässt man am besten einem Fachmann. Da die Verlegung spezifische handwerkliche Fähigkeiten sowie Spezial-Werkzeuge erfordert, ist sie für Laien schwer realisierbar. Außerdem weisen die Hersteller darauf hin, dass die Bahnenware beim Verlegen brechen kann. Die Fugen zwischen den Bahnen verbindet eine Schweißnaht, die eine homogene Fläche entstehen lässt. Für die vollflächige Verklebung bieten verschiedene Hersteller Naturharzkleber und emissionsarme Dispersionskleber. Emissionsarme Kleber sind am „Emicode EC1” zu erkennen. Zum Verschließen der Fugen werden die Nähte ausgefräst und ein Schmelzdraht eingeschweißt.
Die preisgünstigere Heimwerker-Alternative sind Klick-Linoleumböden. Diese Böden werden schwimmend, das heißt ohne Verklebung mit dem Untergrund, verlegt. Während man für das Verlegen von Bahnenware einen sehr planen Untergrund braucht, ist Klick-Linoleum toleranter. Nachteil bei der Klick-Variante sind jedoch die Fugen, in die unter Umständen Feuchtigkeit eindringen kann. Obwohl die Elemente in der Regel oberflächenbehandelt sind, empfehlen die Hersteller nach dem Verlegen eine Erstpflege mit einem entsprechenden Pflegeprodukt, welches die Fugen schützt.

Welche Oberflächenbehandlung?

Bei der Frage nach der besten Oberflächenbehandlung scheiden sich die Geister. Die großen Hersteller versehen den Boden meist ab Werk mit einer hauchdünnen Acrylat-Schicht. Kleinere, alternative Anbieter schwören hingegen auf die Pflege mit natürlichem Hartwachs.
Die Verfechter der Acrylat-Oberflächen argumentieren, dass der Boden bei diesem Verfahren schon vor dem Verlegen einen Oberflächenschutz hat und somit nicht unter Verschmutzung mit Baustaub leidet. In den von den Herstellern empfohlenen Pflegeprodukten sind Polyacrylate enthalten, so dass die Schutzschicht mit der Pflege immer wieder aufgefrischt wird.
Alternative Hersteller halten dagegen, dass eine Wachsoberfläche dem aus natürlichen Materialien hergestellten Linoleum besser entspricht und eine schönere optische Wirkung erzielt wird. Auch fällt das Ausbessern einzelner Kratzer bei einer gewachsten Oberfläche leichter.

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