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Fußboden: Vom Estrich bis zur Oberfläche

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Foto: Tarkett

Fußböden haben einiges zu (er)tragen. Sie werden getreten und beansprucht, sind Spiel- oder Liegefläche und stehen unter dem Druck der Möbel. Außerdem müssen sie Trittschall schlucken und sollten möglichst gut gedämmt sein. All das erfordert einen soliden Bodenaufbau.

Basis für den Fußboden ist die Geschossdecke, die sogenannte Rohdecke. Meist handelt es sich um massive Betondecken oder, in Altbauten oder Fertighäusern, um Holzbalkendecken. Letztere sind mangels Masse hellhöriger als Massivdecken. Dennoch lässt sich die Schallübertragung durch einen soliden Fußbodenaufbau mindern.

Wärme- und Schalldämmung

Fußboden-Unterkonstruktionen bestehen aus verschiedenen Schichten:

Je schwerer der Estrichbelag und je weicher die Dämmschicht, umso besser ist die Schalldämmung. Zwei Lagen Dämmschicht, zum Beispiel die eigentliche Trittschalldämmung in Kombination mit einer Wärmedämmung, erhöhen die Wirkung.

Estrich

Einen Estrich als Hauptelement der Unterkonstruktion gibt es in den unterschiedlichsten Varianten.

Sanierung

Gerade bei Sanierungen kommt es auf die Fachkenntnis von Architekt oder Handwerker an, um dauerhaft gute Ergebnisse zu erzielen. So kann ein alter Dielenboden, der direkt auf die Tragkonstruktion einer Holzbalkendecke geschraubt ist, wie eine Rohdecke behandelt werden. Auf den alten Boden kommen Dampfsperre, Ausgleichsschüttung, schwimmender Estrich und Bodenbelag. Der Boden wird entkoppelt und damit Trittschalldämmung erreicht.
Wer alte Dielen erhalten möchte, sollte zunächst ins darunter liegende Tragwerk schauen. Handelt es sich um eine massive Holzdecke oder um eine Holzbalkenkonstruktion? Möglicherweise liegt in den Gefachen Schlacke, die man ausräumen und durch besser dämmende Materialien ersetzen kann. Bei ausreichender Belastbarkeit der Decke ist es sinnvoll, Masse einzubringen. Ziegelsteine oder auch Betonplatten verbessern die Schalldämmung. Allerdings ist beim kompletten Erhalt der alten Decke die Entkoppelung nicht möglich.
In vielen Altbauten sind aufgrund niedriger Räume flache Fußbodenaufbauten erforderlich. Dann kommt eine dünne Schicht Gussasphalt oder Ausgleichsspachtelung direkt auf die Dielen, um eine ebene Rohdecke zu erhalten. Um eine gewisse Schalldämmung zu gewährleisten, muss der Bodenbelag darüber auf jeden Fall schwimmend auf einer Dämmschicht verlegt werden.

Auch im Altbau können nachträglich Fußbodenheizungen eingebaut werden, da heutzutage sehr dünnschichtige Heizsysteme im Angebot sind (siehe Grafiken). Sie werden einfach über der Dämmschicht vergossen und bilden den Untergrund für den Bodenbelag.

 

Bodenaufbau mit Fußbodenheizung und Ausgleichsschicht zum alten Bodenbelag. (Grafik: Kern)

 

 

 

 

 

 

Bodenaufbau mit Dämmung und Fußbodenheizung. (Grafik: Kern)


Weiterführende Informationen: